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Atem: Wissenschaft knackt Konzept für ein besseres Passwort

Das System BlowLive identifiziert Nutzer anhand ihres Atems mit einer Genauigkeit von 99,56 Prozent und bietet Schutz vor Deepfakes. Ein Forschungsteam der Singapore University of Technology and Design hat ein. . .

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Atem: Wissenschaft knackt Konzept für ein besseres Passwort

Das System BlowLive identifiziert Nutzer anhand ihres Atems mit einer Genauigkeit von 99,56 Prozent und bietet Schutz vor Deepfakes. Ein Forschungsteam der Singapore University of Technology and Design hat ein neues biometrisches System namens BlowLive entwickelt. Die Technologie nutzt die spezifischen akustischen Merkmale, die entstehen, wenn eine Person Luft in das Mikrofon einesSmartphonesbläst, zur Identifikation. In Untersuchungen erreichte das System eine Erkennungsgenauigkeit von 99,56 Prozent. Um die Sicherheit gegenüber herkömmlichen Methoden zu erhöhen, verknüpft das Verfahren diese verhaltensbasierte akustische Signatur direkt mit einer physiologischen Gesichtserkennung. Das System benötigt keine spezialisierte Hardware, sondern greift auf die standardmäßig in Smartphones verbauten Kameras und Mikrofone zurück. Lebenderkennung mittels Doppler-Effekt schützt vor FälschungenEine technologische Hürde bei biometrischen Verfahren stellt die sogenannte Lebenderkennung dar. Herkömmliche Gesichtsscanner lassen sich teilweise durch Fotos oder Videoaufzeichnungen täuschen. BlowLive umgeht dieses Problem durch die Integration des Doppler-Effekts. Das System misst die Frequenzverschiebung der Schallwellen, um die tatsächliche physikalische Luftbewegung eines echten Atemzugs zu verifizieren. Laut den Entwicklern erreicht diese Methode eine Genauigkeit von 99,42 Prozent bei der Unterscheidung zwischen einem realen Atemzug und einer künstlichen Audio- oder Videoaufzeichnung. Dies soll den Einsatz vonDeepfakesoder eingespielten Mustern verhindern. Rücksetzbare kryptografische Schlüssel durch Fuzzy ExtractorIm Gegensatz zu unveränderlichen biometrischen Merkmalen wie Fingerabdrücken oder Iris-Strukturen bietet das Atemmuster den Vorteil der Revozierbarkeit. Da kein menschlicher Atemzug dem anderen exakt gleicht, setzt dieSoftwareein mathematisches Verfahren ein, das als Fuzzy Extractor bezeichnet wird. Diese kryptografische Technik extrahiert aus den inhärent variierenden und geräuschvollen Audiodaten einen stabilen, geheimen Schlüssel. Sollte dieser digitale Schlüssel jemals kompromittiert werden, lässt sich das System zurücksetzen, indem aus einem neuen Atemmuster ein komplett neuer kryptografischer Schlüssel generiert wird. Die Funktionsfähigkeit der Technologie wurde bislang in einer Testreihe mit 50 Teilnehmenden nachgewiesen. (red)

Quelle: it-daily.net

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