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Das Rekord-Niedrigwasser im Rhein ist ein Alarmsignal für die Politik

KI-Stimme. InfoDas extreme Niedrigwasser am Niederrhein hat auch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) in den Alarmmodus versetzt. Kein Wunder, manche Schiffe können derzeit nur noch ein Sechstel ihrer. . .

Von Tobias Kaluza · · 2 min Lesezeit

Das Rekord-Niedrigwasser im Rhein ist ein Alarmsignal für die Politik

KI-Stimme. InfoDas extreme Niedrigwasser am Niederrhein hat auch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) in den Alarmmodus versetzt. Kein Wunder, manche Schiffe können derzeit nur noch ein Sechstel ihrer Kapazität laden, wie er dieser Redaktion im Interview sagte. Irgendwann rechne sich der Transport mit dem Schiff nicht mehr, befürchtet Krischer und fordert daher vor der am Donnerstag stattfindenden Verkehrsministerkonferenz des neuen Bundesministers Steffen Bilger (CDU) Milliarden für die Binnenschifffahrt. Auch interessantKrischers Forderung ist richtig, kommt allerdings sehr spätDas ist zweifelsohne die richtige Reaktion auf Pegelstände, die derart drastische Einschränkungen für den Schiffstransport bringen. Dennoch ist es ein Schnellschuss, der nicht nötig gewesen wäre, wenn die Politik nicht jahrelang die Warnungen der Binnenschiffer und ihrer Kunden ignoriert hätte. Ob Wirtschaftsverbände oder die Reedereien selbst: Immer wieder wurde mehr Geld für die Rheinschifffahrt gefordert, um den Betrieb auch bei extremem Niedrigwasser wirtschaftlich zu gestalten. Der Klimawandel wird dafür sorgen,dass die aktuellen Wasserstände häufiger vorkommen und neue Rekorde schnell wieder gebrochen werden. Das ist keine große Neuigkeit. Das weiß man allerspätestens seit den Niedrigwasserperioden von 2018 und 2022. Wenn Krischer nun massive Investitionen in Fahrrinnen, eine Rheinvertiefung und eine Förderung von Niedrigwasserschiffen in den Raum stellt, kramt er in Wahrheit nur die so lange stiefmütterlich behandelten Wünsche der Binnenschifffahrt hervor. Hätte man diese früher umgesetzt, wäre man jetzt besser vorbereitet. Wie beim Straßen- und dem Schienenverkehr lautet das Fazit für die Verkehrspolitik in Bund und Land auch auf dem Wasser: zu wenig, zu spät.

Quelle: nrz.de

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