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DIW-Studie: Sachsen-Anhalt könnte von AfD-Politik wirtschaftlich besonders stark betroffen sein - HalleSpektrum. de - Onlinemagazin aus Halle (Saale)

23. Juli 2026Regionen mit einem hohen Anteil an AfD-Wählerinnen und -Wählern könnten wirtschaftlich besonders stark unter einer Umsetzung der wirtschaftspolitischen Forderungen der Partei leiden. Zu diesem. . .

Von redaktion · · 2 min Lesezeit

DIW-Studie: Sachsen-Anhalt könnte von AfD-Politik wirtschaftlich besonders stark betroffen sein - HalleSpektrum. de - Onlinemagazin aus Halle (Saale)

23. Juli 2026Regionen mit einem hohen Anteil an AfD-Wählerinnen und -Wählern könnten wirtschaftlich besonders stark unter einer Umsetzung der wirtschaftspolitischen Forderungen der Partei leiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Szenarioanalyse desDeutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), über die zunächst der „Tagesspiegel“ und der „Spiegel“ berichteten. Nach den Berechnungen des DIW-PräsidentenMarcel Fratzscherwürden die Folgen einer Politik nach dem AfD-Wahlprogramm insbesondere strukturschwächere Regionen treffen. Für Sachsen-Anhalt errechnet die Studie im Szenario eines vollständigen Kurswechsels unter anderem Einkommensverluste von durchschnittlich rund1. 600 Euro pro Einwohner und Jahrsowie den möglichen Verlust von etwa10. 000 Arbeitsplätzen. Die Berechnungen stellen ausdrücklich keine Vorhersage dar, sondern ein wirtschaftliches Szenario auf Grundlage verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen. Betrachtet wurden unter anderem Forderungen der AfD nach einem Austritt aus der Europäischen Union und dem Euro, Einschränkungen der Zuwanderung sowie Veränderungen bei staatlichen Investitionen und Leistungen. Bundesweit würde ein solcher Kurs laut DIW-Berechnung über einen Zeitraum von fünf Jahren zu einem deutlich geringeren Wirtschaftswachstum, höherer Inflation und steigender Arbeitslosigkeit führen. Als besonders gefährdet gelten Regionen mit einer kleinteiligen Wirtschaftsstruktur und einem hohen Anteil an Beschäftigten mit niedriger Qualifikation. Für Sachsen-Anhalt sieht die Studie besonders starke Auswirkungen in Landkreisen mit hohen AfD-Wähleranteilen. Genannt werden unter anderem derBurgenlandkreis,Mansfeld-Südharzund derSalzlandkreis. Dort könnten die Einkommensverluste demnach bis zu acht Prozent betragen. Fratzscher warnt vor einer möglichen wirtschaftlichen Abwärtsspirale: Regionen mit hoher Unzufriedenheit könnten zwar besonders empfänglich für populistische Angebote sein, eine entsprechende Politik könne die bestehenden Probleme jedoch weiter verschärfen. Auch Vertreter der Wirtschaft haben sich zuletzt kritisch zu den wirtschaftspolitischen Vorstellungen der AfD geäußert. ArbeitgeberpräsidentRainer Dulgererklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, die Partei biete aus seiner Sicht keine tragfähigen Lösungen für die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands. Lösungswege sehe er vielmehr bei den Parteien der politischen Mitte. Quelle:Tagesspiegel(22. 07. 2026); Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin); Angaben nach Berichten vonSpiegelund Deutscher Presse-Agentur (dpa).

Quelle: hallespektrum.de

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