Höchste Hitzewarnung für Graz:Politik fordert Maßnahmen
Angesichts der ausgerufenen Hitzewarnstufe Rot formiert sich in der steirischen und Grazer Stadtpolitik Druck. Mehrere Parteien fordern aufgrund der Extremtemperaturen Maßnahmen und Anpassungen im Alltag.

Für Graz wurde die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen. Am Wochenende drohen Temperaturen von bis zu 38 Grad. Experten warnen vor einer extremen Belastung für den Körper und raten, direkte Sonne möglichst zu meiden. Mehr dazu hier:Höchste Hitzewarnung für Graz: Jetzt wird es gefährlich heiß. Nun fordern mehrere Parteien nach Maßnahmen. Grüne fordern sozialen HitzeaktionsplanDie steirischen Grünen haben eine neue Landtagsinitiative eingebracht, die einen „sozialen Hitzeaktionsplan“ fordert. Im Fokus stehen Menschen, die sich nicht selbst schützen können – wie Obdachlose, Pflegebedürftige, Mindestpensionisten oder Alleinerziehende. Klubobfrau Sandra Krautwaschlpocht auf Soforthilfen: „Ein kühler Raum, ein Anruf, ein Besuch, ein Glas Wasser oder eine einfache technische Hilfe wie Ventilatoren oder außenliegende Beschattungen für einkommensschwache Haushalte können an sehr heißen Tagen einen großen Unterschied machen. “ Flankierend dazu machen die Grüne Jugend und die Generation Plus im Grazer Wahlkampf mobil und fordern mehr schattige, konsumfreie Räume sowie Trinkbrunnen im Stadtgebiet. ©Die Grünen Steiermark |Am Foto: Julian Groß mit Ulrike Fabian-Rieder. ©Die Grünen Steiermark |Am Foto: Klubobfrau Sandra Krautwaschl. KPÖ verlangt Hitze-Kataster für Grazer SchulenAuch in den Schulen sorgt die Hitzewelle für massive Belastungen, nachdem die Bildungsdirektion die Leitungen zu „organisatorischen Flexibilitäten“ aufgerufen hat. KPÖ-Gemeinderat Christopher Fröchhat daher im Gemeinderat die Erstellung eines „Hitze-Kasters“ für alle städtischen Schulen angeregt. Damit soll eine fundierte Datengrundlage geschaffen werden, um künftig Investitionen in Beschattung, Begrünung und Lüftung gezielt dort zu setzen, wo die Klassenräume am stärksten überhitzen. „Wir sollten genauso wissen, in welchen Klassenräumen Grazer Kinder bei 30 Grad und mehr lernen müssen“, so Fröch. ©fotostudio44. atAm Foto: KPÖ-Gemeinderat Christopher Fröch . NEOS: „Öffis dürfen nicht zur Hitzefalle werden“Kritik an den Grazer Verkehrsbetrieben kommt von den NEOS. Spitzenkandidat Philipp Pointnerberichtet über schlecht gekühlte Busse und Straßenbahnen sowie komplett unklimatisierte Alt-Garnituren. Die NEOS fordern ein schnelleres Tempo bei der Modernisierung und sofortige Zwischenlösungen für ältere Fahrzeuge. „Das ist bei solchen Temperaturen nicht nur mühsam, sondern schlicht inakzeptabel“, kritisiert Pointner und fordert unter anderem die rasche Nachrüstung älterer Bims mit speziellen Sonnenschutzfolien. ©NEOSAm Foto: Spitzenkandidat Philipp Pointner.