WeltReport

KI in Schulen: 66% der Lehrer sehen Chancen, Politik lässt sie hängen

Die Mehrheit der Lehrer sieht in Künstlicher Intelligenz große Chancen für den Unterricht – doch die Politik lässt sie im Stich. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Bitkom-Studie, die am 5. August. . .

Von @etguenni · · 3 min Lesezeit

KI in Schulen: 66% der Lehrer sehen Chancen, Politik lässt sie hängen

Die Mehrheit der Lehrer sieht in Künstlicher Intelligenz große Chancen für den Unterricht – doch die Politik lässt sie im Stich. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Bitkom-Studie, die am 5. August veröffentlicht wurde. Während 66 Prozent der Lehrkräfte KI als bedeutende Chance für die Bildung bewerten, geben 80 Prozent an, von der Politik unzureichend unterstützt zu werden. Die Kluft zwischen Anspruch und Realität wird immer größer – und das in einem Land, das im EU-Vergleich bei der Digitalisierung weiter zurückfällt. KI-Nutzung nimmt zu – Sorgen auchDie Verbreitung von KI-Tools an Schulen wächst stetig. Aktuell nutzen58 Prozent der LehrkräfteKI für schulische Zwecke – 2024 waren es noch 51 Prozent. Die grundsätzliche Haltung zur Digitalisierung bleibt positiv: 95 Prozent der Pädagogen sehen darin eine Chance für das Schulsystem. Doch die Skepsis ist spürbar. Rund 42 Prozent der Lehrer fürchten, dass der KI-Einsatz die Intelligenz oder das kritische Denken der Schüler beeinträchtigen könnte. Besonders alarmierend:83 Prozent der Befragtenbewerten die exzessive Smartphone-Nutzung als drängendes Problem im Klassenzimmer. Mangelhafte Ausstattung und fehlende LizenzenDie technische Infrastruktur bleibt ein Schwachpunkt. Nur 48 Prozent der Lehrkräfte bewerten die Ausstattung ihrer Schule als gut. Noch gravierender: Lediglich 46 Prozent haben über ihre Schule Zugang zu einer KI-Lizenz erhalten. Die Folge:26 Prozent der Lehrerweichen auf private Accounts für berufliche KI-Aufgaben aus. Der Digitalverband Bitkom fordert deshalb einen eigenen KI-Etat von15 Euro pro Schüler, um gerechte Zugangsmöglichkeiten zu schaffen. Zudem verlangen 78 Prozent der Lehrkräfte verpflichtende Fortbildungen zur Stärkung ihrer digitalen Kompetenzen. AnzeigeWer sich professionell mit der Nutzung von KI-Systemen befasst, muss heute auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und Kennzeichnungspflichten kennen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über alle Anforderungen und Fristen des EU AI Act. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärtDeutschland fällt international zurückDas mangelnde institutionelle Engagement schlägt sich in der Wettbewerbsfähigkeit nieder. 83 Prozent der Lehrersind überzeugt, dass Deutschland bei der digitalen Bildung international den Anschluss verliert. Der Bitkom-DESI-Index 2026 untermauert diesen Eindruck: Mit Platz 17 von 27 EU-Staaten rutschte die Bundesrepublik in der Gesamtdigitalisierung ab – im Vorjahr belegte sie noch Rang 14. Hinzu kommt eine hohe berufliche Belastung: 82 Prozent der Pädagogen fühlen sich durch Arbeitspensum und die Zusatzanforderungen der Technologie-Integration überfordert. Kein Wunder also, dass viele Lehrkräfte an ihre Belastungsgrenzen stoßen. AnzeigeDie neue EU-KI-Verordnung stellt klare Regeln für den Einsatz von Algorithmen auf, die viele Verantwortliche in der Praxis noch nicht kennen. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche Systeme als Hochrisiko gelten und was jetzt konkret zu tun ist. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko – und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?Neue Kompetenzen für das digitale ZeitalterBei einem Punkt sind sich die Lehrkräfte nahezu einig: Der Unterricht muss sich modernen Anforderungen anpassen. 89 Prozent der Lehrerfordern, dass Schülern spezifische KI-Kompetenzen vermittelt werden. Während der Fokus vielerorts auf technischen Fertigkeiten liegt, rücken einige Bundesländer auch die gesellschaftlichen Aspekte digitaler Medien in den Vordergrund. Sachsen-Anhalts Bildungsministerium warnte zuletzt vor dem Einfluss rechter Informationsblasen in sozialen Netzwerken. Schleswig-Holstein plant ab dem Schuljahr 2026/27 einen Ausbau der Demokratiebildung, um Desinformation im Netz entgegenzuwirken.

Quelle: borncity.com

Mehr zu Politik