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Langwedel setzt Bauturbo um – Politik entscheidet erst ab fünf Wohnungen

StartseiteLokalesLandkreis VerdenLangwedel (Weser)Stand:17. 06. 2026, 17:02 UhrKommentareUns auf Google folgenIn Daverden wächst am Wacholderweg ein neues Baugebiet. Der Bauturbo ist aber vor allem für die. . .

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Langwedel setzt Bauturbo um – Politik entscheidet erst ab fünf Wohnungen

StartseiteLokalesLandkreis VerdenLangwedel (Weser)Stand:17. 06. 2026, 17:02 UhrKommentareUns auf Google folgenIn Daverden wächst am Wacholderweg ein neues Baugebiet. Der Bauturbo ist aber vor allem für die Schaffung von Wohnraum im Innenbereich. © WenckDie Gemeinde Langwedel kann Baugenehmigungen dank Bauturbo künftig direkt erteilen. Bei mehr als vier Wohneinheiten muss aber der Verwaltungsausschuss zustimmen. Auch sonst gibt es viele Einschränkungen. Langwedel – Einen „Bauturbo“ hat die aktuelle Bundesregierung ausgerufen, möglichst unbürokratisch soll die Schaffung von Wohnraum möglich werden. Der dafür entscheidende Paragraf des Baugesetzbuches ist bis Ende 2030 wirksam, wie Langwedels Bauamtsleiter Bernhard Goldmann vor dem Bauausschuss des FleckensLangwedelerläuterte. Der Ausschuss hatte über die Leitlinien zu beraten, nach denen man in Langwedel den sogenannten „Bauturbo“ umsetzen will. Man habe sich für die Langwedeler Leitlinien schon an anderen Städten und Gemeinden orientiert, so Goldmann. In Achim hat der Fachausschuss bereits beraten, wie in Langwedel wird auch im Nordkreis Ende Juni über die Umsetzung im Rat entschieden. Für Langwedel habe man aber teilweise bewusst andere Leitlinien vorgeschlagen. Man habe versucht, das Vorhandene „nach unseren Bedürfnissen zu gestalten“. „Wir sind nicht so städtisch wie Achim“, sagte Goldmann. In Langwedel sollen Baugenehmigungen direkt von der Gemeinde erteilt werden können, wenn es um „nicht so gravierende Dinge“ und Vorhaben geht. Als „Geschäft der laufenden Verwaltung“ soll das geschehen. Also ohne, dass die politischen Gremien ihre Zustimmung geben müssen. Was aber beileibe nicht bedeutet, dass die Gemeindeverwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze bis Ende 2030 nach Lust und Laune Baugenehmigungen vergeben kann und darf. Es geht allein um Wohnbebauung, eine entsprechende Erschließung muss vorhanden sein. Bevorzugt wird dabei der sogenannte Innenbereich. Hier könnte etwas gehen, was bestehende Bebauungspläne bislang verhindert haben. „Im Außenbereich, da wird es schwierig“, sagte Bernhard Goldmann. „Und bei Splittersiedlungen haben wir gar keine Chance“, so Goldmann. Genau eine solche hatten die Ausschussmitglieder im Sinn. „Wir haben uns doch mal so für Langwedelermoor eingesetzt“, hob Dieter Haase (SPD) an. „Nein. Das wird nichts“, so der Bauamtsleiter. Langwedelermoor sei die klassische Splittersiedlung, deren Verdichtung der Gesetzgeber weiter verhindern will. Man bräuchte einen qualifizierten Bebauungsplan. Und den gibt es dort nicht, sondern eine Außenbereichsregelung. „Aber es wird bestimmt Diskussionen geben“, so Goldmann. Die Gemeindeverwaltung hatte vorgeschlagen, dass, sollten mehr als sechs Wohneinheiten beantragt werden, die Politik über den Verwaltungsausschuss in die Entscheidung einbezogen werden soll. Die CDU wäre lieber schon gern bei mehr als zwei Wohneinheiten mit im Entscheidungsboot, wie Christoph Lindhorst erläuterte. „Da vernichten wir doch den Turbo, wenn wir das tun“, meinte Udo Felke (SPD). Was Bernhard Goldmann quasi bestätigte: „Ich sag mal so: Das ist dann keine Beschleunigung mehr. “In Langwedel soll nun nach einhelliger Meinung im Bauausschuss die Politik bei mehr als vier Wohneinheiten hinzugezogen werden. In Achim soll dies übrigens bei mehr als 25 Wohneinheiten gelten. Über den Stand und die Entwicklung beim Bauturbo möchte die Politik vierteljährlich von der Verwaltung informiert werden: „Einfache Mail an alle reicht. “Was nun aber Andreas Noltemeyer (WGL) und Dieter Haase (SPD) auf gar keinen Fall wollen: „Dass da einer mit dem Bauturbo nachträglich seinen Schwarzbau legitimieren lässt. “ Was Bauamtsleiter Goldmann zu der Rückfrage veranlasste: „Auch dann, wenn es für die Schaffung von Wohnraum Sinn macht?“ Auch dann. „Weil das erstmal ein Rechtsverstoß ist“, so Noltemeyer. „Wenn sowas geschieht, müssen wir drüber reden“, meinte Goldmann. Abonnieren Sie meinen neuen Chefredakteurs-Newsletter und gehen Sie mit mir auf Visite im MK-Land!Liebe Leserinnen, liebe Leser,mein Büro ist in Syke,aber ich bin ständig unterwegs. Daraus ist die Idee für diesen neuen Newsletter entstanden: „MK-Chefvisite – unterwegs mit Björn Knips“. 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Quelle: kreiszeitung.de

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