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Marienhospital ist insolvent: Klamme Landeshauptstadt will helfen – Boris Palmer kritisiert Politik

StartseiteWirtschaftStand:19. 06. 2026, 13:11 UhrKommentareUns auf Google folgenDas Marienhospital in Stuttgart ist insolvent. Die Landeshauptstadt verspricht Hilfe, kämpft aber selbst mit finanziellen. . .

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Marienhospital ist insolvent: Klamme Landeshauptstadt will helfen – Boris Palmer kritisiert Politik

StartseiteWirtschaftStand:19. 06. 2026, 13:11 UhrKommentareUns auf Google folgenDas Marienhospital in Stuttgart ist insolvent. Die Landeshauptstadt verspricht Hilfe, kämpft aber selbst mit finanziellen Problemen. Boris Palmer kritisiert derweil die Reaktion der Politik. Stuttgart – Es war ein Paukenschlag in der deutschen Krankenhauslandschaft: Dashochspezialisierte und bedeutende Marienhospital in Stuttgart ist von der Insolvenzanmeldung der Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH betroffen. Das 1890 gegründete Krankenhaus gehört zu den größten medizinischen Einrichtungen der Landeshauptstadt vonBaden-Württembergund ist demnach für die Versorgung elementar. Der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) zufolge, musste im Südwest-Bundesland niemals zuvor ein Krankenhaus dieser Größenordnung Insolvenz anmelden. Die Nachricht der Insolvenz des Marienhospitals ist auch ins Stuttgarter Rathaus vorgedrungen. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) versprach Hilfe, obwohl die Stadt selbst mit massiven finanziellen Problemen kämpft. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die StadtStuttgart die Zulage für rund 16. 000 Beschäftigte halbiert, und erst vor wenigen Tagen teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit, dass weitere Einsparungen durch Verwaltung und Gemeinderat folgen müssen. Insolvenz des Marienhospitals: Stadt Stuttgart will „im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten“ helfenDer finanzielle Rahmen für eine Unterstützung der Stadt für das wichtige Marienhospital dürfte also überschaubar sein. „Die Landeshauptstadt wird im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten dem Marienhospital unterstützend zur Seite stehen“, erklärte Nopper gegenüber derStuttgarter Zeitung(StZ). Trotz der angespannten Lage bleibt auch der Rathauschef in Bezug auf eine erfolgreiche Sanierung der Einrichtung optimistisch. „Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf die fast 140-jährige Geschichte des Marienhospitals zurück, aber wir blicken auch hoffnungsvoll auf eine zukunftsfähige Entwicklung nach Abschluss des Insolvenzverfahrens. “NameMarienhospital StuttgartGründung1890OrtStuttgart, Baden-WürttembergTrägerVinzenz von Paul Kliniken gGmbHBetten761Mitarbeiterrund 2. 000Das Marienhospital ist nicht nur ein hochspezialisiertes Krankenhaus, in dem beispielsweise auchein Opfer des verheerenden Silvester-Feuers von Crans Montana behandelt wurde, sondern auch ein Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen. Tübingens OberbürgermeisterBoris Palmer(parteilos) äußerte sich in Bezug auf die Insolvenzanmeldung ebenfalls. „Das Marienhospital ist insolvent“, schrieb er auf Facebook. „Die Politik reagiert mit der Warnung, dass weitere Krankenhäuser folgen könnten. Und was ist die Antwort? Noch mehr sparen bei den Kliniken. “Das Marienhospital Stuttgart ist insolvent. Die Stadt will helfen, Boris Palmer kritisiert die Reaktion der Politik. © Felix Kästle/Bernd Weißbrod/Katharina Kausche/dpaKliniksterben: Boris Palmer sieht Kosten der Lohnfortzahlung als „Elefant im Raum“Palmer spielt auf das Beitragssatzstabilisierungsgesetz an, das in wenigen Tagen vom Bundestag abgesegnet werden soll. Dadurch soll unter anderem das Budget der Krankenhäuser gedeckelt werden. Die tatsächlichen Kosten der Einrichtungen steigen aber oft deutlich stärker als die Lohnentwicklung, was zu einer Finanzierungslücke führt. „Die geplanten Einsparungen liegen bei wenigen Milliarden Euro“, betont Palmer. „Die Kosten der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall liegen inzwischen bei über 80 Milliarden Euro jährlich. Dort sitzt der Elefant im Raum. “Allerdings hat nicht nur die Politik vor einem Kliniksterben gewarnt. Die BWKG sieht die Insolvenz des Marienhospitals als „ein letztes Warnsignal an den Bundestag, die Regelungen des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes so nicht zu verabschieden“, wie der Vorstandsvorsitzende Heiner Scheffold betonte. Anfang Mai wurde bekannt, dassmit der Fachklinik in Löwenstein die nächste Klinik vor dem Aus steht. Die Stadt will das aber nicht akzeptieren. (Verwendete Quellen: stuttgarter-zeitung. de, Facebook-Post von Boris Palmer vom 18. Juni, Mitteilung der BWKG vom 17. Juni, Mitteilung der Stadt Stuttgart vom 17. Juni, eigene Recherche)

Quelle: merkur.de

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