Massenflucht aus Afrika offenbart Scheitern der EU-Migrationspolitik | Kleine Zeitung
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Kommentar© AFP/Abdel Majid BziouatDort, wo Solidarität ein Gebot der Stunde gewesen wäre, wird der europäische Unionsgedanke endgültig zu Grabe getragen:. . .

Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Kommentar© AFP/Abdel Majid BziouatDort, wo Solidarität ein Gebot der Stunde gewesen wäre, wird der europäische Unionsgedanke endgültig zu Grabe getragen: Spaniens nordafrikanische Enklave Ceuta markiert einen weiteren Schritt im Versagen der EU-Migrationspolitik. Zum Gaudium der Populisten, der Rechten und der Fremdenhasser: Die Massenflucht von bis zu 60. 000 Migranten aus Afrika in die spanische Exklave Ceuta verstärkt dramatisch den inhumanen Egoismus der EU-Mitgliedsländer. vor 38 Minuten2. August 2026 um 05:14Europas Migrationspolitik scheint jetzt endgültig gescheitert zu sein. 2015 wurden die Schleusen in einer traumwandlerischen und kollektiven Versessenheit nach vermeintlicher Humanität geöffnet, über alle geografischen Grenzen hinweg auch die Grenzen der Vernunft und Rechtsstaatlichkeit geflutet. Bis heute ist die Unterscheidung diffus, ob ein Kriegsflüchtling oder ein IS-Terrorist in das Land kommt. Bis heute kann eine Mehrheit selbst mit jenen nichts anfangen, die integriert werden müssten und sollten. Also mit jenen, die Schutz benötigen oder den Arbeitsmarkt stabilisieren können. Europa scheitert am Fremdeln mit dem Fremden. Damit beschädigt man sich selbst, und damit wird Migranten nichts Gutes getan. Dieses Versagen offenbart sich nicht nur in einzelnen Terroranschlägen, sondern jeden Tag im Kindergarten und im Klassenzimmer, im Job und in der Freizeit. Migrationspolitik als Abwehrkampf gegen RechtspopulistenIn einer isolationistischen Kurzsichtigkeit reduzieren die einzelnen EU-Staaten ihre Flüchtlings- und Migrationspolitik vornehmlich auf einen Abwehrkampf gegen rechtspopulistische Parteien. Die Mitte und die Linken rücken nach rechts und gleiten selbst immer deutlicher in das Populistische ab. Man will ja auch gefälligst gewählt werden. Dass sich die letzten humanitären politischen Kräfte damit selbst abschaffen, scheint diese kaum zu kümmern. Die Massenflucht von bis zu 60. 000 Migranten aus Afrika in die spanische Exklave Ceuta in dieser Woche verstärkt dramatisch den inhumanen Egoismus der europäischen Mitgliedsländer. Dort, wo Solidarität ein Gebot der Stunde gewesen wäre, wird der europäische Unionsgedanke endgültig zu Grabe getragen. Wie die Hyänen werfen sich Regierungschefs und Minister auf Spanien. Statt Hilfe und Verbundenheit setzt es unsolidarische Drohgebärden Richtung Madrid, das Geplärre um einen Rauswurf aus dem Schengen-Raum soll die zum Himmel schreiende Inexistenz einer wirkungsvollen europaweiten Migrationspolitik übertönen. Perfide und verlogene NichtallianzDie Nichtallianz hätte perfider und verlogener nicht ausfallen können. Italiens Giorgia Meloni setzte das Schengen-Abkommen mit Spanien vorübergehend aus, als fast alle afrikanischen Migranten schon wieder in ihre Heimat zurückgekehrt waren. Fakt ist: Italien lässt mehr Illegale in das Land als Spanien. Das aber ist der populistischen EU-Elite egal. Fakt ist: Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez rüstete die Grenzen in Ceuta massiv auf und zahlt afrikanische Blutautokraten dafür, Migranten aufzuhalten. Auch das ist der populistischen EU-Elite egal. Spanien steht nicht nur für scharfe Kontrolle nach außen, sondern auch für Humanität im Inneren. Zwei Pole, die einen Widerspruch in sich tragen, sich aber nicht widersprechen müssen. Würde ein letzter Funke Union in der Union stecken, müsste Spanien unterstützt und sollten Fehler gemeinsam korrigiert werden. Das ist nicht passiert. Zum Gaudium der Populisten, der Rechten und der Fremdenhasser.