Mini-AKWs für 25 Millionen erobern Afrika - globalmagazin
Mini-AKWs für 25 Millionen erobern Afrikatelepolis. de: Kleine modulare Reaktoren (SMR) machen Atomenergie für Entwicklungsländer erschwinglich. Staaten wie Ghana und Ruanda planen den Einstieg. Derzeit. . .

Mini-AKWs für 25 Millionen erobern Afrikatelepolis. de: Kleine modulare Reaktoren (SMR) machen Atomenergie für Entwicklungsländer erschwinglich. Staaten wie Ghana und Ruanda planen den Einstieg. Derzeit betreibt Südafrika daseinzigein Betrieb befindliche Atomkraftwerk inKoebergbei Kapstadt mit zwei Reaktorblöcken, die 1. 854 MW leisten. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA)zähltjedoch mittlerweile 16 weitere afrikanische Länder auf, die Atomkraftwerke bauen oder bauen wollen: Ägypten, Algerien, Äthiopien, Burkina Faso, Ghana, Kenia, Marokko, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sudan, Tansania, Tunesien, Uganda und Sambia. Und diese Liste ist nicht einmal vollständig. Denn inzwischen verfolgen auchMaliundNamibiasolche Pläne. Allerdings sind die meisten dieser Vorhaben bloße Absichtserklärungen und haben derzeit das Stadium konkreter Planungen noch nicht erreicht. Lesen Sie auch:Die Rosatom-DominanzDerzeit baut der russische Staatskonzern Rosatom das größte Nuklearprojekt auf dem Kontinent, das GroßkraftwerkEl Dabaain Ägypten. Einmal fertiggestellt sollen dort vier russische WER-1200 Reaktoren der dritten Generation je 1. 200 MW liefern. Der russische Konzern hat überdies Rahmenabkommen oder Absichtserklärungen mit über einem Dutzend afrikanischer Staaten unterzeichnet (u. a. Nigeria, Kenia,Äthiopien, und Sambia). AuchNigersBergbauminister Ousmane Abarchi gab die Pläne bekannt, zwei 2. 000-Megawatt-Kernreaktoren in Partnerschaft mit Rosatom zu errichten. Die Militärjunta in Niamey unterhält gute Verbindungen zum Kreml. Dies ist vor allem die Folge von mehreren diplomatischen Coups, die Moskau auf seinemersten Atomgipfelgelungen sind. Den Gipfel hatte der staatliche Energiekonzern Rosatom Ende September 2025 ausgerichtet. Langfristige BindungenBedeutend ist Atomkraft nicht nur als Exportschlager, denn Bau und Betrieb der Reaktoren verlangen überdies nach langfristigen und stabilen politischen Beziehungen: Der Bau eines Atomkraftwerks dauert zehn Jahre, seine Lebensdauer beträgt etwa 60 Jahre. Die Stilllegung der radioaktiven Reaktoren benötigt weitere 10 bis 20 Jahre. Derartige (Geschäfts-)Beziehungen reichen also selbst über die langlaufenden Verträge für Pipeline-Liefergeschäfte hinaus. Es ist also nicht übertrieben, wenn man annimmt, dass ein Land, das ein Atomkraftwerk importiert sich auf eine Partnerschaft einlässt, die bis zu hundert Jahre dauern kann. Denn es geht nicht nur um den Bau der Anlagen. Es geht um das gesamte nukleare „Ökosystem“ und seinehochspezifischen Voraussetzungen vor allem für Ersatzteillieferungen. China holt aufAuch Peking baut seine nuklearen Kooperationen mit afrikanischen Ländernstetig aus. So besteht schon seit 2015 ein Rahmenabkommen mit Kenia. Demnach will China bis 2034 einen 1. 000 MW Atomkraftwerk für das ostafrikanische Land fertigstellen…weiterlesen