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Ostbeauftragte aus Thüringen: Politik-Verdruss stark befeuert durch Corona-Entscheidungen

Wenige Wochen vor den wichtigenLandtagswahlenin Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeigt sich dieOstbeauftragteElisabeth Kaiserbesorgt über denVerdrussvieler Menschen über die Politik. „Ich. . .

Von @TLZnews · · 2 min Lesezeit

Ostbeauftragte aus Thüringen: Politik-Verdruss stark befeuert durch Corona-Entscheidungen

Wenige Wochen vor den wichtigenLandtagswahlenin Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeigt sich dieOstbeauftragteElisabeth Kaiserbesorgt über denVerdrussvieler Menschen über die Politik. „Ich glaube, dass dieses Misstrauen, auch diese Enttäuschung ganz stark mit Corona einherging und den damaligen Entscheidungen“, sagte die SPD-Politikerin. „Da ist, glaube ich, ein tiefer Vertrauensbruch entstanden. “Danach seien der Ukraine-Krieg, die Energiekrise, die wirtschaftliche Transformation, der Innovationsdruck aus China und die Gefahren für Arbeitsplätze gefolgt. „Das sind alles Situationen, die die Menschen enorm verunsichern“, sagte Kaiser. Hinzu kämen nun Sparzwänge. Harsche Reaktionen im HaustürwahlkampfLaut einer neuen YouGov-Umfrage sehen im Westen 66 Prozent und im Osten sogar 71 Prozent nicht, dass Politiker anstreben, die Interessen der Bevölkerung zu vertreten. Acht von zehn Befragten bezweifeln, dass sich Politiker um Kontakt zur Bevölkerung bemühen. 50 Prozent im Westen und 56 Prozent im Osten sehenKorruptionundFehlverhaltenvon Politikern als Schwachpunkt der Demokratie. YouGov hatte jeweils knapp 1600 Menschen in West- und Ostdeutschland befragt. Auch interessantKaiser sagte, auch die Debatte überZuzahlungenfür Gesundheit und Pflege oder über die Rente verunsichere Menschen. Positive Dinge würden nicht mehr wahrgenommen, „weil die Diskussion so krass ist, so aufgeladen teilweise und voller Empörung“. Sie fügte hinzu: „Es ist natürlich Gift für dieDemokratie, wenn Entscheidungen nicht mehr rückgekoppelt werden mit der Bevölkerung. “Nach den Reformbeschlüssen vor der Sommerpause gehe sie jetzt bewusst in denBürgerdialog, sagte die Bundestagsabgeordnete ausGera. „Das wird nicht einfach, aber ich glaube, das müssen wir immer wieder versuchen, diese Präsenz vor Ort zu zeigen. “Auch Tür-zu-Tür-Wahlkampf sei schwer inOstdeutschland, die Reaktionen teilweise sehr harsch oder sogar bedrohlich. Trotzdem sei das Aufsuchen wichtig, „weil die Leute teilweise schon so enttäuscht sind, dass sie einfach auch nicht mehr kommen zu den Veranstaltungen“, sagte Kaiser. dpa

Quelle: tlz.de

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