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Politik drängt auf Radweg: Bezirksvertretung fordert Radstreifen bei Sanierung der Waldeckstraße

Die Neuigkeit hatte bereits im Vorfeld für Irritationen gesorgt: Bei der rund eine Million Euro teuren Sanierung der Waldeckstraße gibt es seitens der Stadtverwaltung keine Pläne, einen Schutzstreifen für Radfahrer einzurichten.

Von Johanna Christoph · · 3 min Lesezeit

Politik drängt auf Radweg: Bezirksvertretung fordert Radstreifen bei Sanierung der Waldeckstraße

NRWWuppertalMobilität und VerkehrPolitik drängt auf Radweg: Bezirksvertretung fordert Radstreifen bei Sanierung der WaldeckstraßeWuppertal·Die Neuigkeit hatte bereits im Vorfeld für Irritationen gesorgt: Bei der rund eine Million Euro teuren Sanierung der Waldeckstraße gibt es seitens der Stadtverwaltung keine Pläne, einen Schutzstreifen für Radfahrer einzurichten. 17. 06. 2026 , 19:37 UhrDie Waldeckstraße wird für eine Million Euro saniert. Allerdings ist kein Radfahrstreifen geplant. Foto: Andreas FischerNun hat sich die Bezirksvertretung Heckinghausen in ihrer Sitzung mit dem Thema beschäftigt. „Wir hatten niemanden von der Fachabteilung zu Gast. Also hatten wir unsere Fragen schriftlich eingereicht – und die Antworten der Stadtverwaltung waren nicht befriedigend“, resümiert Bezirksbürgermeister Stefan Kühn (SPD). Demnach seien Details zu etwaigen Verkehrseinschränkungen, die auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen, noch unklar. Ebenso, ob es eine Umleitung geben werde und wenn ja, entlang welcher Route. Immerhin gebe es aber gute Nachrichten zur Sanierung der Brücke Waldeckstraße. „Die soll planmäßig im Herbst dieses Jahres fertiggestellt werden“, so Kühn. Die Fahrbahnsanierung der Waldeckstraße soll laut Verwaltung rund drei Monate dauern. Die Bezirksvertretung Heckinghausen unterstützt zwar die Sanierung der stark beschädigten Fahrbahndecke, fordert aber auch in einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP, dass die Stadtverwaltung einen Radweg oder einen Schutzstreifen auf einer Straßenseite einrichtet. Die Fraktionen begrüßen grundsätzlich die geplante Instandsetzung der Waldeckstraße zur Beseitigung von etwaigen Schäden. „Auch die Verwendung von aufhellendem Material, um die Hitze-Abstrahlung zu reduzieren, wird positiv bewertet“, heißt es im Änderungsantrag. „Nicht nachvollziehen können die Fraktionen jedoch den kompletten Verzicht auf Radwegeinfrastruktur bei der vorhandenen Straßenbreite. Eine zusätzliche Begrünung, die ebenfalls dem Hitzeschutz dienen würde, wäre ebenfalls wünschenswert“, heißt es weiter. Schüler der neuen Gesamtschule sollen sicher mit Rad ankommenZusätzlich soll die Pflanzung von Bäumen entlang der Waldeckstraße geprüft werden. Die Entscheidung zur Sanierung der Waldeckstraße fällt der Verkehrsausschuss am 30. Juni. Die Verwaltung gibt an, dass die Straßenbreite die Einrichtung eines Radfahrstreifens nicht hergeben würden. Das stößt bei der Bezirksvertretung auf Unverständnis. „Es heißt, die Straße sei nicht breit genug“, so Kühn. „Früher ist dort auch noch eine Straßenbahn gefahren. Die Straße ist in Teilen fünfspurig ausgelegt. “Zudem verweist er auf den Bau der neuen 7. Gesamtschule an der Bockmühle. „Wie soll die geplante Gesamtschule fußläufig und mit Rad angebunden sein? Irgendwie müssen die Schülerinnen und Schüler ja zur Schule komme“, betont Kühn. Die Stadtteilpolitiker bitten die Verwaltung daher um eine überarbeitete Planung der Straßensanierung. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte vor Beginn der Sitzung am Dienstagabend einen kleinen Informationsstand auf dem Gelände des Stadtteilzentrums Heckinghausen eingerichtet, in dem die BV stets tagt. Bei der Waldeckstraße handele es sich um eine wichtige Verbindung für Heckinghausen, Oberbarmen, Langerfeld und die ganze Strecke entlang der B7, erklärte die Fraktion in einer Mitteilung. „Jetzt aber der Schock: Trotz der Wahlkampfversprechen von Miriam Scherff hat die Verwaltung unter ihrer Leitung den weiteren Umbau ohne Radwege geplant. “Die Grünen verweisen darauf, dass mit dem Bau der siebten Gesamtschule die Einrichtung eines Radfahrstreifens wichtig sei, damit Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sicher mit dem Rad zum Unterricht zu kommen. In der Beschlussvorlage zum Ersatz-Neubau der Waldeckbrücke aus 2024 wird ein Radfahrstreifen nicht explizit benannt. Dort heißt es, dass die Brücke mit identischer Überbau-Breite wiederhergestellt würde. Der südliche Gehweg werde auf eine Breite von 2,5 Meter geringfügig reduziert, „um für eine spätere mögliche Neu-Aufteilung der Fahrspuren mehr Flexibilität zu erhalten. “

Quelle: wz.de

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