Politik in Tönisvorst: Die CDU Tönisvorst hat wieder einen Vorstand
Der CDU-Stadtverband Tönisvorst hat wieder einen vollständigen Vorstand. Angelika Feller wurde zur Vorsitzenden gewählt. Ein erstes Thema steht direkt an: Das Problem der E-Scooter in der Fußgängerzone soll angegangen werden.

NRWKreis ViersenWillich und TönisvorstPolitik in TönisvorstDie CDU Tönisvorst hat wieder einen VorstandTönisvorst·Der CDU-Stadtverband Tönisvorst hat wieder einen vollständigen Vorstand. Angelika Feller wurde zur Vorsitzenden gewählt. Ein erstes Thema steht direkt an: Das Problem der E-Scooter in der Fußgängerzone soll angegangen werden. 20. 07. 2026 , 06:00 UhrDer CDU-Kreisvorsitzende Marcus Optendrenk (links) sowie die Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Guido Görtz (rechts) gratulierten dem neuen Vorstand: Gaby Wienges-Haupt (von links), Angelika Feller, Hannah Seegers und Bülent Kalman. Foto: Norbert PrümenWie wichtig allen ein zukunftsfähiger CDU-Stadtverband Tönisvorst ist, zeigte sich deutlich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung. Im Niederrheinischen Wirtshaus 1857 waren alle Tische im großen Saal besetzt. Das starke Interesse machte klar, dass wohl alle an der Situation des führungslosen und lediglich kommissarisch geleiteten Stadtverbandes arbeiten wollten (siehe „Info“). Und das ist gelungen. In der Sitzung brachte die Partei einen neuen Vorstand auf den Weg. Angelika Feller, die vorab schon kommissarisch im Einsatz war, ist die neue Vorsitzende. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Hannah Seegers und Gaby Wienges-Haupt gewählt. Letztere war ebenfalls im Vorfeld kommissarisch im Vorstand tätig. Als Geschäftsführer tritt Bülent Kalman in Erscheinung. Schatzmeister ist Georg Körwer, der zuvor den Vorstand interimsmäßig mitgeführt hatte. Als neue Beisitzer gehen Yannik Cormaux, Paul Gebser, Patrick Heerdmann, Erich Kakanowski, Günter Körschgen, Nicole Lehmann, Jutta Maly und Paul Tellers in den Einsatz. Christoph Reiff hat den Posten des Mitgliederbeauftragten übernommen, wobei er bei der Annahme seines Postens allen Mitgliedern mit einem Lächeln empfahl, ständig einen Mitgliederantrag bei sich zu führen und immer die Augen nach neuen Mitgliedern offen zu halten. Die Wahlen verliefen zügig. Schon vorab hatte der Stadtverband nach intensiven Besprechungen in den vergangenen Monaten gemeinsam einen Vorschlag für die Zusammensetzung des neuen Vorstandes erarbeitet. Dieser fand von allen Seiten die entsprechende Zustimmung. Feller freute sich über das ihr entgegengebrachte Vertrauen und dankte nochmals ihren Mitstreitern im kommissarischen Vorstand. Vorstandsarbeit ist für die 72-jährige St. Töniserin, die seit 1991 der CDU angehört, kein Fremdwort. Sie war unter anderem Frauenunionsvorsitzende und gehört dem geschäftsführenden Vorstand der Kreis-CDU an. „Als CDU haben wir den Anspruch, nahe bei den Bürgern zu sein. Das wird der Stadtverband nun wieder umsetzen können“, hob CDU-Kreisvorsitzender und NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk hervor. Glücklich zeigte sich auch die Landtagsabgeordnete Britta Oellers darüber, dass es jetzt wieder einen kompletten Vorstand gibt. In der Versammlung brachte Anke Dubberke direkt ein Problem zur Sprache: „Ich bin in den vergangenen Wochen mit vielen Beschwerden und Anfragen über die E-Scooter als auch E-Fahrräder in der St. Töniser Fußgängerzone konfrontiert worden. Sie rasen durch die Fußgängerzone und sorgen für eine Gefährdung“, sagte Dubberke. Sie berichtete davon, dass das städtische Ordnungsamt keine Handhabung hätte. Eine Aktion der Polizei führte hingegen zu vielen „Elternzetteln“, da sich deren Nachwuchs gerade auf den E-Scootern nicht den Verkehrsregeln entsprechend benommen habe. Albert Schwarz fügte zu diesem Thema hinzu, dass es gerade vor den Schulen zu täglichen Szenen käme, darunter besonders mit E-Scootern, die möglicherweise zu einem tödlichen Unfall führen könnten, so seine Befürchtung. „Es wird das erste Thema sein, mit dem wir uns beschäftigen“, versprach Feller. Peter Joppen brachte im Anschluss die Zustände der Wirtschaftswege der Apfelstadt ins Spiel. „Wir haben dort Schlaglöcher, die eine Verkehrsgefährdung darstellen. Der städtische Bauhof muss diese Löcher verkehrstechnisch in Ordnung bringen“, forderte Joppen. Feller hob in diesem Zusammenhang hervor, dass es Materialien gebe, mit denen Löcher verfüllt werden könnten und die damit auch über Jahre hielten. Ein weiteres Thema sind die Poller, die an vielen Stellen eine Durchfahrt für Lastenfahrräder unmöglich machen. Auch hier will der Stadtverband schauen, was geändert werden kann. Generell hat sich der neue Vorstand vorgenommen, die Bürger mitzunehmen. Wahlkreisbesuche sind geplant, um zu schauen, wo es vor Ort brennt. „Viele Dinge kann man verbessern, ohne dass große finanzielle Maßnahmen notwendig sind“, ist sich die neue Vorsitzende sicher.