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Russland: Scheinriese in Afrika?

In immer mehr Ländern Afrikas baut Russlands Präsident Wladimir Putin seinen Einfluss aus – mit einer Mischung aus Militärhilfen, Diplomatie und Propaganda. Der Kremlchef zeigt sich dabei gerne als Freund und Förderer Afrikas.

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Russland: Scheinriese in Afrika?

AusgabeJuli 2026In immer mehr Ländern Afrikas baut Russlands Präsident Wladimir Putin seinen Einfluss aus – mit einer Mischung aus Militärhilfen, Diplomatie und Propaganda. Der Kremlchef zeigt sich dabei gerne als Freund und Förderer Afrikas. Aber ist er das wirklich – und wie weit reicht sein Einfluss?Männer aus Russland gehören an manchen Orten Afrikas gewissermaßen zum Stadtbild. Zumindest sollen Bilder aus verschiedenen Ländern diesen Eindruck vermitteln. Als etwa im März 2024 in Russland Präsidentschaftswahlen stattfanden, war das auch in Bangui zu sehen, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Vor der russischen Botschaft, einem schmucklosen Hochhaus mit Blick über das Regierungsviertel und den angrenzenden Ubangi-Fluss, bildeten zwei Dutzend weiße Männer eine Warteschlange, um in der Botschaft ihre Stimme abzugeben. Sie trugen Freizeitkleidung und Masken über dem Gesicht. Das Foto ging um die Welt. »Eines der wahrscheinlich interessantesten Bilder der russischen ›Wahl‹ kommt aus der Zentralafrikanischen Republik, wo Wagner-Söldner vor der russischen Botschaft in Bangui Schlange stehen«, schrieb der niederländische Fotojournalist Thomas van Linge dazu auf der Plattform X. Die Aufnahme war wie ein Alarmsignal, stand sie doch für eine Entwicklung, die in Europa bis dahin relativ wenig Beachtung fand: In immer mehr Ländern Afrikas baut Russlands Präsident Wladimir Putin seinen Einfluss aus. Aktuelle AusgabeJuni 2026In der Juni-Ausgabe deutetAndreas Püttmannden Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendelplädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirftFranziska Brantnereinen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleckerklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentzwürdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellnerlotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, währendWolfgang Kaleckfragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt. Zur AusgabeProbeaboWeitere Artikel zum ThemaHoffnung im Schatten des TerrorsvonOlaf BernauWestliche Sicherheitsexpert:innen betonen schon länger, der Sahel sei zum globalen Epizentrum dschihadistischer Gewalt geworden. Doch die Entwicklungen dort sind keineswegs so eindimensional, wie dies in der westlichen Öffentlichkeit häufig dargestellt wird. Krieg im Kongo: Trump und der gordische KnotenvonSimone SchlindweinHeute gelingt uns das, woran so viele andere gescheitert sind«, prahlte Donald Trump im Dezember 2025, als Kongos Präsident Felix Tshisekedi und dessen ruandischer Amtskollege Paul Kagame zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages im Weißen Haus eintrafen. Südsudan: Krieg im PatronagestaatvonSimone SchlindweinSeit nunmehr drei Jahren tobt im Sudan ein brutaler Krieg zwischen dem sudanesischen Militär SAF und der paramilitärischen Miliz RSF mit ihren rivalisierenden Anführern General Abdelfatah al Burhan und General Mohammed Hamdan Daglo; mehre Millionen Menschen wurden seither innerhalb des eigenen Landes und in Nachbarländer vertrieben, Hunderttausende getötet. Sudan: Prototyp eines neuen KriegesvonRoman DeckertAm 1. Januar 1956 wurde der Sudan als zweites Land auf dem afrikanischen Kontinent nach dem Zweiten Weltkrieg unabhängig. Anders jedoch als Libyen, das 1951 von den Vereinten Nationen in die Selbstständigkeit entlassen worden war, errang der Sudan seine Souveränität von einer Kolonialmacht.

Quelle: blaetter-online.de

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