Trumps Gesundheit: Weißes Haus beschimpft Kardiologen nach kritischen Fragen zum Präsidenten
kurierverlag-de Politik Blutergüsse, Schläfrigkeit, 22 Ärzte: Weißes Haus attackiert Kardiologen nach Fragen zu Trumps Gesundheit Stand:18. 08. 2026, 12:04 Uhr Kommentare Ein US-Kardiologe stellt. . .

kurierverlag-dePolitikBlutergüsse, Schläfrigkeit, 22 Ärzte: Weißes Haus attackiert Kardiologen nach Fragen zu Trumps GesundheitStand:18. 08. 2026, 12:04 UhrKommentareEin US-Kardiologe stellt öffentlich sieben kritische Fragen zu Donald Trumps Gesundheitszustand. Dafür wird er vom Weißen Haus scharf angegriffen. Washington D. C. – Jonathan Reiner, ehemaliger Herzarzt von Ex-Vizepräsident Dick Cheney, forderte in einem Gastbeitrag für dieNew York Timesmehr Transparenz über den Gesundheitszustanddes Präsidenten. Er stützte sich dabei auf öffentlich zugängliche Videos und Fotos. Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht lange auf sich warten – und fiel alles andere als sachlich aus. Donald Trump: Erneut gibt es Spekulationen um seinen Gesundheitszustand. (Archivbild) © ZUMA Press Wire/ImagoReiner wurde als „Arschloch“ und „Idiot“ bezeichnet, der sich „aus politischen Gründen mit Ferndiagnosen“ beschäftige und eine „Schande für seinen Berufsstand“ sei. Der Kardiologe wies die Angriffe öffentlich zurück. Trumps Gesundheitszustand: US-Kardiologe fordert Antworten vom Weißen HausReiner veröffentlichte am 12. August einen Gastbeitrag in derNew York Times, in dem er mehr Transparenz über Trumps Gesundheitszustand einfordert. In dem Beitrag stütze sich Reiner nach eigenen Angaben auf öffentlich zugängliches Material. Er thematisiert unter anderemsichtbare Blutergüsse auf Trumps Händen, wiederkehrende Beinschwellungen sowie eine auffällige Schläfrigkeit des Präsidenten bei öffentlichen Auftritten. Auch die ungewöhnlich hohe Zahl von 22 Ärzten, die Trump zuletzt untersuchten, sowie die Häufigkeit einfacher kognitiver Tests wirft Reiner als offene Fragen auf. Laut dem NYT-Beitrag hätten die Amerikaner ein Recht auf Antworten – sie seien „viel zu lange im Dunkeln gelassen“ worden. „Trotz gegenteiliger Beteuerungen des Weißen Hauses hat der Präsident in Teilen des vergangenen Jahres nicht gut ausgesehen“, schrieb Reiner in seinem Beitrag mit dem Titel „I Was Dick Cheney‘s Cardiologist. I Have Questions About Trump‘s Health. “Wachsende Zweifel an Trump: Mediziner fordern Klarheit über seine AmtsfähigkeitDie Reaktion des Weißen Hauses fiel scharf aus. Statt auf die inhaltlichen Fragen einzugehen, griff ein Sprecher den Kardiologen persönlich an und warf ihm vor, sich aus politischen Gründen in die Debatte einzumischen. Reiner wies die Kritik zurück. In derCNN-Sendung „Erin Burnett OutFront“ betonte er, dass er keine Diagnosen stelle, sondern lediglich Fragen aufwerfe – und das Weiße Haus herzlich einlade, die Antworten selbst zu liefern. Die Öffentlichkeit in einer Demokratie habe ein Recht darauf zu wissen, ob ihr Präsidentgesundund amtsfähig sei. Reiners Äußerungen stehen nicht allein. Bereits im Frühjahr 2026 sorgte ein weiterer Vorstoß von Medizinern für Aufsehen: Die demokratischen Senatoren Sheldon Whitehouse und Jack Reed aus Rhode Island legten am 30. April ein Schreiben von 36 Neurologen, Psychiatern und weiteren Fachärzten im offiziellen Kongressprotokoll vor. Veröffentlicht wurde das Schreiben am 5. Mai. Darin äußerten die Unterzeichner – darunter Ärzte von Harvard, Columbia, Tufts und der George Washington University – erhebliche Zweifel an Trumps geistiger Eignung für das Präsidentenamt und drängten auf seine schnellstmögliche Amtsenthebung. (Quellen: New York Times, CNN, Blick. ch)(jal)