Wie Afrika FIFA-Präsident Infantino eine Mehrheit bescheren könnte
FIFA-PräsidentGianni Infantinosteckt seit dem Scheitern seines Plans, den Fußball-Weltverband für private Investoren zu öffnen, in einer schweren Krise. Doch die Kräfteverhältnisse scheinen zugunsten des. . .

FIFA-PräsidentGianni Infantinosteckt seit dem Scheitern seines Plans, den Fußball-Weltverband für private Investoren zu öffnen, in einer schweren Krise. Doch die Kräfteverhältnisse scheinen zugunsten des Schweizers zu stehen. Am späten Donnerstagabend bekräftigte der afrikanische Kontinentalverband (CAF) nach einer Sitzung seines Exekutivkomitees einstimmig seineUnterstützungfür Infantino und teilte das Resultat auf X mit. Die Entschuldigung Infantinos wurde positiv aufgenommen, nachdem die FIFA-Führung am Mittwoch inRabateine Krisensitzung abgehalten und Fehler im Zusammenhang mit den Investorenplänen eingestanden hatte. Die CAF ist mit 54 Mitgliedsländern die zweitgrößte Kontinentalkraft innerhalb der FIFA. Asiens Konföderation (AFC) mit ihren 46 Mitgliedsverbänden stellte sich wiederum nicht klar gegen Infantino. Sie erklärte jedoch, das Projekt habe „grundlegende Schwächen in den Konsultations- und Entscheidungsprozessen der FIFA“ offengelegt und forderte eine rasche Überprüfung der Governance-Strukturen. Gleichzeitig erhielt Infantino Unterstützung von mehreren asiatischen Verbänden. Auch CONMEBOL und OFC aufseiten InfantinosDie südamerikanische Konföderation (CONMEBOL) mit ihren 10 Mitgliedsverbänden, darunterArgentinienundBrasilien, hatte sich zunächst zurückhaltend gezeigt. Gleichzeitig sprachen sich die Südamerikaner für die Wahrung der Institutionen aus und lehnten jede Initiative zur Absetzung Infantinos ab. Ozeaniens Konföderation (OFC) hatte ihre 11 Mitgliedsverbände nach der Vorstellung des Projekts lediglich aufgefordert, dieses zu prüfen und sich am Konsultationsprozess der FIFA zu beteiligen. Seit der Aufgabe des Projekts hat sie sich nicht mehr geäußert. UEFA und CONCACAF sind nicht einverstandenObwohl das umstrittene Projekt inzwischen offiziell aufgegeben wurde, bleibt dieUEFAmit ihren 55 Mitgliedsverbänden hart. Das Vertrauen in die Präsidentschaft von Infantino ist verloren. Mehrere europäische Verbände, darunterFinnland,Serbien,Schweden,WalesundDänemark, haben bereits öffentlich angekündigt, Infantino bei der Wahl 2027 nicht zu unterstützen. Die Haltung der großen Fußballnationen steht jedoch noch aus. Auch dieCONCACAFmit ihren 35 Mitgliedsverbänden aus Nordamerika, Mittelamerika und der Karibik schloss sich der Kritik der UEFA am Privatisierungsprojekt an. Die FIFA habe „außerhalb jedes Rahmens und ohne Transparenz, Konsultation oder ordnungsgemäßes Verfahren“ gehandelt. CONCACAF-Präsident Victor Montagliani, ein Kanadier, gilt laut mehreren internationalen Medien als möglicher Gegenkandidat Infantinos. Ein möglicher Riss deutete sich aber durch Mexiko an. Der Co-Gastgeber der jüngst beendeten WM „unterstützt Präsident Infantinos Führung bei seinen fortgesetzten Bemühungen, die Entwicklung des Fußballs durch die Stärkung der Institutionen voranzutreiben. “Agenturen, AHei | 07. 08. 2026, 13:28