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👁️⃤ Warum Trumps Nahost-Schachzug die Weltordnung verändert - Pravda TV

Der Konflikt mit dem Iran könnte sich für Donald Trump als geopolitischer Bumerang erweisen. Der Nahe Osten entwickelt sich zu einer Region, deren Macht-Achsen sich schneller verschieben als erwartet. Iran erscheint trotz militärischer Schläge politisch gefestigt, während China, Pakistan und Saudi-Arabien an einer neuen Sicherheitsordnung arbeiten. Zugleich bleiben die Straße von Hormus, Israels strategische Lage, […]

Von aikos2309 · · 6 min Lesezeit

👁️⃤ Warum Trumps Nahost-Schachzug die Weltordnung verändert - Pravda TV

Der Konflikt mit dem Iran könnte sich für Donald Trump als geopolitischer Bumerang erweisen. Der Nahe Osten entwickelt sich zu einer Region, deren Macht-Achsen sich schneller verschieben als erwartet. Iran erscheint trotz militärischer Schläge politisch gefestigt, während China, Pakistan und Saudi-Arabien an einer neuen Sicherheitsordnung arbeiten. Zugleich bleiben die Straße von Hormus, Israels strategische Lage, der Ukrainekrieg und Spannungen innerhalb der BRICS entscheidende Faktoren in einer zunehmend multipolaren Weltordnung mit unmittelbaren Folgen für Energie, Handel und die Finanzmärkte weltweit. Iran-Strategie Trumps vor dem Scheitern – eine neue Machtachse entstehenDie von Präsident Donald J. Trump forcierte westliche Strategie gegenüber dem Iran ist von einer grundlegenden Fehleinschätzung geprägt: Militärischer Druck, gezielte Tötungen und die Hoffnung auf innere Unruhen haben anders als erwartet bislang nicht zur politischen Auflösung des Systems geführt, sondern einen gegenteiligen Effekt ausgelöst:Besonders die großen Trauer- und Beisetzungszüge nach der Ermordung des zu Beginn des Iran-Krieges 2026 getöteten geistlichen und politischen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei führte zu einer nationalen Mobilisierung. Das widerspricht der im Westen verbreiteten Annahme, die Islamische Republik stehe unmittelbar vor einem inneren Zusammenbruch. Äußere Angriffe haben selbst regimekritische Bevölkerungsteile hinter dem Staat versammelt. Entscheidend ist dabei weniger eine plötzlich gewachsene Zustimmung zur politischen Führung oder verbesserte Lebensbedingungen, als vielmehr das Gefühl, dass Souveränität, territoriale Integrität und nationale Würde von außen bedroht werden. (Der vom Tiefen Staat favorisierte Rubio arbeitet hinter den Kulissen daran, den Krieg zwischen den USA und dem Iran wieder in Gang zu bringen)Aus dieser Perspektive hätte die Trump-Regierung den iranischen Machtapparat nicht isoliert, sondern ihm neue Legitimität verschafft. Für Washington und Israel wäre dies ein strategisches Problem. Ein militärisch geschwächter, innenpolitisch jedoch geeinter Iran könnte langfristig schwerer unter Druck zu setzen sein als ein wirtschaftlich angeschlagenes, aber politisch fragmentiertes Land. Der Versuch, Iran durch maximale Eskalation zu destabilisieren, hat das Land bislang widerstandsfähiger gemacht und zugleich die Glaubwürdigkeit westlicher Lage-Analysen beschädigt. China, Pakistan und Saudi-Arabien bauen eine neue Sicherheitsordnung aufAktuell kristallisiert sich bereits eine neue mögliche Sicherheitsarchitektur für Westasien heraus: Pakistan, Saudi-Arabien und China fungieren dabei als Schlüsselmächte einer Ordnung, in der regionale Staaten Konflikte zunehmend ohne direkte amerikanische Führung moderieren. Gerade Pakistan gewinnt aktuell an Bedeutung:Das Land verfügt über enge Beziehungen zu China, strategische Kontakte zum Iran und sicherheitspolitischen Einfluss auf der Arabischen Halbinsel. Dadurch könnte Islamabad verstärkt als Vermittler zwischen rivalisierenden Machtblöcken auftreten. Auch Saudi-Arabiens Rolle verändert sich. Riad bleibt zwar eng mit den USA verbunden, verfolgt aber zugleich eine eigenständigere Außenpolitik, vertieft seine Beziehungen zu China und sucht nach Wegen, die direkte Konfrontation mit Iran zu vermeiden. Peking wiederum kann wirtschaftliche Interessen, Energieabhängigkeit und diplomatische Initiativen miteinander verbinden. Eine solche Dreiecksstruktur würde nicht automatisch ein festes Bündnis bilden, könnte aber die bisherige Dominanz der USA schrittweise begrenzen. Diese Entwicklung ist Teil eines größeren eurasischen Umbaus: Nicht mehr Washington allein würde über Sicherheitsgarantien, Sanktionen und regionale Konfliktlösungen bestimmen. Stattdessen entstünde ein flexibles Netzwerk aus Handelsbeziehungen, Energiepartnerschaften und diplomatischer Vermittlung. Für die Golfstaaten wäre das attraktiv, weil sie ihre Abhängigkeiten diversifizieren könnten. Für die USA bedeutet es hingegen, dass militärische Präsenz nicht länger automatisch politischen Einfluss garantiert. Straße von Hormus: Irans mächtigster Hebel gegen WashingtonDie Straße von Hormus bleibt der entscheidende Hebel Irans. Durch die Meerenge verläuft ein bedeutender Teil des globalen Öl- und Flüssiggasexports. Schon begrenzte Störungen können deshalb Versicherungsprämien, Frachtraten und Energiepreise deutlich erhöhen. Somit existiert trotz militärischer Unterlegenheit des Irans ein permanentes strategisches Patt:Die USA können ihre Marinepräsenz demonstrieren, Iran besitzt jedoch geografische Nähe, Raketen, Drohnen und die Fähigkeit, den Schiffsverkehr immer wieder zu gefährden. Damit wird Trumps militärischer Druck zu einem wirtschaftlichen Risiko für Verbündete und Weltmärkte. Jede Eskalation kann nicht nur den Iran treffen, sondern auch asiatische Importländer, europäische Industrieunternehmen und vor allem die Anrainerstaaten (Golfmonarchien). Das ist ein wesentlichen Grund, warum Washington seine Maximalziele nur schwer durchsetzen kann. Der Gegner verfügt über asymmetrische Mittel, die weit über das eigentliche Schlachtfeld hinausreichen. Zugleich muss Israel strategische Rückschläge hinnehmen. Gemeint ist weniger eine einzelne militärische Niederlage, als die wachsende Abhängigkeit von amerikanischer Unterstützung, während mehrere Konfliktfronten gleichzeitig Ressourcen binden. Sollte der Iran seine Abschreckungsfähigkeit bewahren und regionale Partner handlungsfähig bleiben, wäre Israels bisherige Strategie dauerhafter militärischer Überlegenheit infrage gestellt. Die Straße von Hormus wird so zum Symbol einer neuen Realität: Technologische Dominanz garantiert keine vollständige Kontrolle mehr über Raum, Handel und Eskalationsdynamik. Ukraine, NATO und BRICS: Der Machtkampf wird globalBlicken wir über den Nahen Osten hinaus und kombinieren die dortigen Veränderungen mit dem Krieg in der Ukraine, den Spannungen innerhalb der NATO und der weiteren Entwicklung der BRICS. Europa und die USA versuchen, die Ukraine erneut stärker mit Drohnen und anderen Waffensystemen auszurüsten. Gleichzeitig erhöht Russland mit massiven Gegenangriffen den militärischen und industriellen Druck. Die Folge ist ein Abnutzungskonflikt, der westliche Munitionsbestände, Haushalte und politische Geschlossenheit weiter belastet und Russland an den Rand des wirtschaftlichen Kollapses . Der Staatenbund BRICS ist dabei nicht als harmonischen Block zu betrachten, sondern als heterogene Gruppe mit unterschiedlichen Interessen. Gerade diese inneren Spannungen, vor allem seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA sowie Israel sind vor kommenden Gipfeltreffen wichtig:Einige Mitglieder wollen eine schnellere Abkehr vom Dollar und von westlich dominierten Institutionen, andere fürchten wirtschaftliche Gegenmaßnahmen oder möchten ihre Beziehungen zu den USA nicht gefährden. Multipolarität bedeutet daher nicht automatisch Einigkeit. Dennoch ist ein Trend klar erkennbar: Immer mehr Staaten versuchen, Handelswege, Zahlungsströme, Rohstoffversorgung und Sicherheitsbeziehungen breiter aufzustellen. Der Iran, Russland und China treiben diesen Prozess besonders offensiv voran, während Saudi-Arabien, Indien, Brasilien oder die Türkei zwischen mehreren Zentren manövrieren. Trumps Nahostpolitik wäre dann nicht nur regional gescheitert. Sie könnte unbeabsichtigt genau jene multipolare Ordnung beschleunigen, die Washington eigentlich eindämmen wollte. Fazit und Ausblick: Trumps Druckpolitik könnte das Gegenteil bewirkenDie Entwicklungen im Nahen Osten zeichnen das Bild eines geopolitischen Wendepunkts. Der Versuch, Iran militärisch zu schwächen und politisch zu isolieren, könnte dessen innere Geschlossenheit erhöht und die Suche nach alternativen Partnerschaften beschleunigt haben. Gleichzeitig gewinnen Pakistan, Saudi-Arabien und vor allem China als Vermittler und strategische Akteure an Bedeutung. Entscheidend bleibt die Straße von Hormus. Eine erneute Eskalation könnte Ölpreise, Transportkosten, Inflation und internationale Aktienmärkte unmittelbar erfassen. Für Anleger wären deshalb neben dem Ölmarkt auch die Zinsentwicklung (Kreditkosten), die Schuldentragfähigkeit überschuldeter Staaten, Gold, Rüstungswerte, Energiewerte, Schifffahrtsaktien und die Entwicklung des US-Dollars besonders relevant. Die multipolare Weltordnung ist allerdings noch kein geschlossenes Gegenmodell zum Westen. Differenzen innerhalb der BRICS und zwischen regionalen Akteuren bleiben bestehen. Dennoch wird deutlich: Militärische Überlegenheit allein reicht nicht mehr aus, um politische Ergebnisse zu erzwingen. Trumps Iran-Schachzug könnte damit weniger das Ende eines Gegners als den Beginn einer dauerhaft veränderten Weltordnung markieren. Quellen: PublicDomain/finanzmarktwelt. de am 12. 07. 2026

Quelle: pravdatvcom.wordpress.com

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