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Bei der Urlaubsvorbereitung auch an die Gesundheit denken

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Von Westdeutsche Zeitung · · 4 min Lesezeit

Bei der Urlaubsvorbereitung auch an die Gesundheit denken

NRWWuppertalWuppertaler GesundheitskolumneBei der Urlaubsvorbereitung auch an die Gesundheit denkenKolumne|Wuppertal·Gesundheitsvorsorge ist keine lästige Pflicht, sondern ein wichtiger Teil der Reisevorbereitung. 29. 07. 2026 , 15:17 UhrDamit der Urlaub auch wirklich zur schönsten Zeit des Jahres wird, sollten vor Reisebeginn einige gesundheitliche Fragen geklärt werden. Foto: dpa-tmn/Julian StratenschulteDer Sommer ist da. Für viele von uns bedeutet das: endlich Urlaub. Ob ein verlängertes Wochenende an der Nordsee, Wandern in Südtirol, ein Städtetrip nach Barcelona oder die lang ersehnte Fernreise – Reisen gehört zu den schönsten Möglichkeiten, den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen. Zur Reisevorbereitung gehört vieles dazu. Der Reisepass wird kontrolliert, die Koffer gepackt und die Wetter-App regelmäßig geöffnet. Was dabei manchmal etwas in den Hintergrund gerät, ist die eigene Gesundheit. Als Chefarzt der Abteilung für Krankenhaushygiene am Helios Universitätsklinikum Wuppertal werde ich häufig gefragt, ob Reisen heute eigentlich gesundheitlich riskanter geworden sind. Innerhalb weniger Stunden gelangen wir auf andere Kontinente, in Regionen mit anderem Klima, anderen Lebensmitteln und manchmal auch anderen Krankheitserregern. Das ist zunächst einmal nichts Beunruhigendes – schließlich reisen jedes Jahr Millionen Menschen gesund wieder nach Hause. Und Millionen von Menschen leben dort, wo wir hinfahren auch gesund und munter. Dr. Felix Giebel, Chefarzt der Abteilung für Krankenhaushygiene am Helios Universitätsklinikum WuppertalFoto: HUKWEs zeigt aber, dass ein kurzer Blick auf gesundheitliche Fragen vor Reisebeginn durchaus sinnvoll sein kann. Das beginnt schon bei einem Thema, das viele überraschen dürfte: Dem Impfpass. Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt hineingeschaut? Vielen geht es ähnlich – irgendwo liegt er in einer Schublade und kommt erst zum Vorschein, wenn eine größere Reise ansteht. Dabei geht es nicht nur um exotische Krankheiten. Oft stellt sich heraus, dass eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus oder Keuchhusten ohnehin fällig wäre. Je nach Reiseziel können außerdem Impfungen, beispielsweise gegen Hepatitis A oder andere Infektionskrankheiten, sinnvoll sein. Welche Impfungen tatsächlich empfohlen werden, hängt immer vom Reiseziel und der Art der Reise ab. Eine reisemedizinische Beratung beim Hausarzt einige Wochen vor der Abreise schafft hier Klarheit. Mindestens genauso wichtig ist ein Thema, das im Krankenhaus jeden Tag eine große Rolle spielt: Hygiene. Das klingt zunächst sehr technisch, ist im Alltag aber erstaunlich einfach. Regelmäßiges Händewaschen gehört zu den wirksamsten Maßnahmen – egal ob zu Hause, im Hotel oder auf Reisen. Wo Wasser und Seife gerade nicht verfügbar sind, kann ein kleines Fläschchen Händedesinfektionsmittel im Rucksack durchaus hilfreich sein. Es nimmt kaum Platz weg und ist oft schneller griffbereit als das nächste Waschbecken. Ein Thema, das auch häufig vorkommt, ist der sogenannte Reisedurchfall. Er zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden im Urlaub – insbesondere dann, wenn unser Körper mit ungewohnten Keimen zum ersten Mal in Kontakt kommt. Ein weiteres Thema begleitet viele Sommerreisen: Mücken – und je nach Reiseziel auch Zecken. Für die meisten von uns sind sie vor allem lästig. In einigen Regionen der Welt können Mücken allerdings schwerwiegende Krankheiten wie Malaria übertragen. Deshalb gehört ein gutes Mückenschutzmittel in manchen Urlaubsländern genauso selbstverständlich ins Gepäck wie die Sonnencreme. Lange, leichte Kleidung hauptsächlich abends und – je nach Location – ein Moskitonetz leisten ebenfalls gute Dienste. Wer seinen Urlaub viel im Freien in der Natur verbringt und Zeckenbissen ausgesetzt ist, sollte sich zudem über das Verbreitungsgebiet und den Impfschutz gegen FSME informieren. Diese Virusinfektion wird durch Zecken übertragen und lässt sich durch eine Impfung wirksam verhindern. Wir sehen: Das Reiseziel muss gar nicht so fern liegen, um über das Impfen nachzudenken. Und noch ein kleiner Rat aus dem Krankenhausalltag: Sollten Sie nach einer Reise Fieber bekommen oder sich ungewöhnlich krank fühlen, erzählen Sie Ihrem Hausarzt unbedingt, dass und wohin Sie gereist sind. Diese Information ist häufig noch wichtiger, als viele vermuten. Sie hilft dabei, die Beschwerden richtig einzuordnen und gegebenenfalls schneller die passende Behandlung einzuleiten. Die allermeisten Urlaubsreisen verlaufen völlig problemlos – und hoffentlich genauso, wie Sie sie sich vorgestellt haben. Gesundheitsvorsorge sollte deshalb nicht als lästige Pflicht verstanden werden, sondern als Teil der Reisevorbereitung. Dr. Felix Giebel ist Chefarzt der Abteilung für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene am HUKW

Quelle: wz.de

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