Eskalation durch Trump in Nahost: Die Zeichen stehen auf Sturm
Trump eskaliertTeherans Hebel wird mit jedem Tag kürzer20. 07. 2026 - 19:53 UhrLesedauer: 5 Min. Der jüngste Schlagabtausch zwischen Iran und den USA schaukelt sich gefährlich hoch. Eine unkontrollierte. . .

Trump eskaliertTeherans Hebel wird mit jedem Tag kürzer20. 07. 2026 - 19:53 UhrLesedauer: 5 Min. Der jüngste Schlagabtausch zwischen Iran und den USA schaukelt sich gefährlich hoch. Eine unkontrollierte Eskalation birgt jedoch enorme Risiken – für beide Seiten. Kurz sah es so aus, als würden dieUSAund derIranihren Streit um dieStraße von Hormusauf diplomatischem Wege beilegen. Doch nun rückt diese Möglichkeit in immer weitere Ferne. Die neunte Nacht in Folge hat dieUS-ArmeeZiele im Iran bombardiert, das Regime in Teheran wiederum griff am Montagmorgen erneut zwei Öltanker in omanischen Gewässern an. Und nicht nur rhetorisch stellen sich beide Seiten auf eine weitere Eskalation der Feindseligkeiten ein. Dabei schien ein Ende des seit Februar tobenden Krieges bereits in greifbarer Nähe. Am 18. Juni unterzeichneten die Konfliktparteien eine Absichtserklärung, die eine 60-tägige Waffenruhe und Verhandlungen über den künftigen Status der Straße von Hormus vorsahen. Der Iran hatte die wichtige Meerenge nach den US-israelischen Angriffen praktisch gesperrt, stellte seine Angriffe auf Frachtschiffe aber auch nach der Waffenruhe nicht ein. Seit Anfang Juli fliegt die US-Armee nun wieder nächtliche Luftangriffe gegen das Regime in Teheran. Iranischer Angriff tötet mehrere US-SoldatenDoch was zunächst wie eine Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln wirkte, schaukelt sich nun wieder gefährlich hoch. Der jüngste Kipppunkt aus US-Sicht war ein iranischer Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti inJordanienam Freitag. Dabei wurden mindestens drei US-Soldaten getötet, die genaue Zahl der Verletzten ist unklar. So begründete US-PräsidentDonald Trumpdie jüngste Angriffe explizit mit Verweis auf die US-Opfer in Jordanien. "Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann", sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. "Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen. "Der US-Außenminister kündigte unterdessen weitere Angriffe an. "Solange der Iran darauf besteht, eine internationale Wasserstraße zu kontrollieren, werden wir darauf reagieren müssen", so Marco Rubio. USA schicken weitere Kampf- und TankflugzeugeAuf eine Ausweitung der US-Angriffe deutet auch die Entsendung weiteren Kriegsgeräts in die Golfregion hin. Laut "Wall Street Journal" und "New York Times" verlegen die USA nun Kampfflugzeuge vom Typ F-16 vom Stützpunkt Spangdahlem in der Eifel in den Nahen Osten. Zudem würden F-35-Kampfflugzeuge vom Stützpunkt Lakenheath inGroßbritanniengeschickt, heißt es. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Unklar ist, zu welchem Maß an Eskalation die US-Regierung bereit ist.