Hamburg: Klimawandel zwingt Hagenbeck zum Umdenken – Zoo investiert Millionen
© IMAGO / WirestockHagenbeck: Fünf Fakten über Hamburgs berühmten TierparkWir zeigen fünf Fakten über ein echtes Hamburger Original: den Tierpark Hagenbeck. Die Sommer werden heißer, Hitzewellen häufiger – und. . .

© IMAGO / WirestockHagenbeck: Fünf Fakten über Hamburgs berühmten TierparkWir zeigen fünf Fakten über ein echtes Hamburger Original: den Tierpark Hagenbeck. Die Sommer werden heißer, Hitzewellen häufiger – und das stellt nicht nur Städte und ihre Bewohner vor neue Herausforderungen. Auch der Tierpark Hagenbeck muss sich auf die Folgen des Klimawandels einstellen. Im Gespräch mit MOIN. DE erklärt Geschäftsführer Dr. Guido Westhoff, dass der Zoo bereits Millionen investiert hat und weitere Projekte plant, um Tieranlagen künftig noch nachhaltiger zu kühlen. Hamburg: Hagenbeck reagiert auf immer heißere SommerDass sich das Klima verändert, spürt auch der Tierpark. „Wir diskutieren darüber, welchen Aufwand wir vollführen müssen, um diese Arten noch zu halten. “ Dabei gehe es nicht darum, Tierarten vorschnell aufzugeben. „Dann überlegen wir natürlich schon: Braucht es diese Investitionen noch? Wollen wir das machen oder wollen wir das aufgeben?“ Die Antwort falle derzeit jedoch eindeutig aus: Hagenbeck investiert. Eine der größten Maßnahmen wurde bereits umgesetzt. Nach Angaben Westhoffs wurde die komplette Klimaanlage des Tropenaquariums erneuert. „Wir haben in den vergangenen Jahren die ganze Klimaanlage des Tropenaquariums für 1,2 Millionen Euro renoviert“, so Westhoff. Grund dafür seien die deutlich gestiegenen Temperaturen: „Aufgrund der deutlich erhöhten Temperaturen auch im Tropenaquarium haben wir dem einfach etwas entgegengestellt. “📌 FaktenImmer heißere Sommer stellen Tieranlagen vor neue Herausforderungen. Rund 1,2 Millionen Euro flossen bereits in die Modernisierung der Klimaanlage des Tropenaquariums. Neues Pilotprojekt soll Sommerwärme und Winterkälte im Erdreich speichern. Ziel ist eine nachhaltige Kälte- und Wärmeversorgung für Tropenaquarium und Eismeeranlagen. Laut Zoo sollen Tierwohl und Energieverbrauch künftig gemeinsam gedacht werden. Pilotprojekt soll Energie sparenDoch damit soll es nicht bleiben. Gemeinsam mit Spezialfirmen arbeitet Hagenbeck derzeit an einer völlig neuen Form der Kühlung, wie der Zoodirektor erklärt: „Wir machen jetzt ein Pilotprojekt im Tierpark mit Spezialfirmen. “ Die Idee: Sommerwärme und Winterkälte sollen im Erdreich gespeichert werden. Auch interessant:Bis zu 38 Grad in Hamburg! So schützt Hagenbeck seine Eisbären vor der HitzeDadurch könnte künftig sowohl das Tropenaquarium als auch die Eismeeranlage deutlich nachhaltiger mit Wärme und Kälte versorgt werden. „Wie man die Wärme im Sommer quasi im Erdreich speichern kann und die Kälte im Winter und daraus nachhaltiger Kälte- und Wärmeversorgung für Eismeer- und Tropenaquarium generieren kann“ – so die Idee dahinter. Nachhaltigkeit spielt eine immer größere RolleNeben dem Tierwohl gehe es dabei auch um den Energieverbrauch. Westhoff macht deutlich, dass moderne Tierhaltung künftig nur funktionieren könne, wenn sie nachhaltiger werde. „Wir müssen das auch einfach energetisch sinnvoll lösen“, sagt er. Mehr News:Westhoff weiter: „Wir können hier nicht endlos Energie verballern, das wollen wir auch gar nicht. “ Die neuen Projekte seien deshalb sowohl eine Reaktion auf den Klimawandel als auch auf steigende Anforderungen an einen ressourcenschonenden Betrieb.