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Hitzesommer 2026: Tschüss, Fachpersonal! Stadt lässt Experten für Anpassung an Klimawandel ziehen

RegionTrier & Trierer LandHitzesommer 2026Tschüss, Fachpersonal! Stadt lässt Experten für Anpassung an Klimawandel ziehenTrier·Mitten im wohl heißesten Jahr seit Menschengedenken, trennt Trier sich von. . .

Von Christiane Wolff · · 3 min Lesezeit

Hitzesommer 2026: Tschüss, Fachpersonal! Stadt lässt Experten für Anpassung an Klimawandel ziehen

RegionTrier & Trierer LandHitzesommer 2026Tschüss, Fachpersonal! Stadt lässt Experten für Anpassung an Klimawandel ziehenTrier·Mitten im wohl heißesten Jahr seit Menschengedenken, trennt Trier sich von drei Experten, die dabei helfen sollten, die Stadt an den Klimawandel anzupassen. 11. 08. 2026 , 10:43 UhrBeim Altstadtfest 2026 sorgen hastig installierte Wassersprüher für Abkühlung. Dauerhafte Maßnahmen, um extreme Hitzewellen zu überstehen, sollen in den nächsten Jahren folgen. Von drei zuständigen Mitarbeitern hat die Stadt sich allerdings jüngst getrennt. Foto: Andreas SommerÜberhitzte Krankenhäuser, Seniorenheime, Schulen und Kitas. Bäume, deren Äste wegen der Trockenheit abbrechen und eine glühend heiße City: Die vergangenen Wochen haben deutlich gemacht, dass der Klimawandel in Trier längst angekommen ist. Und auch, dass es noch ein weiter Weg ist, bis die Stadt sich der Erhitzung angepasst hat. Trotzdem lässt die Stadtverwaltung gleich mehrere Experten ziehen, die sich in den vergangenen zwei Jahren in das Thema eingearbeitet haben. Trier entlässt Klimaanpassungsmanager trotz geplanter Hitze-MaßnahmenUm Städte bei der „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ zu unterstützen, hatte das Bundesumweltministerium 2023 Fördergelder ausgeschrieben. Die Stadt Trier erhielt aus dem Topf Geld und schuf mit dieser Finanzspritze 3,5 Projektstellen für Klimaanpassungsmanager. Drei Experten wurden 2024 mit auf zwei Jahre befristeten Verträgen neu eingestellt – und nun wieder entlassen. Laut Stadtverwaltung kümmerten sich die Experten in den zwei Jahren unter anderem um die „Koordination zahlreicher Projekte rund um die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts und bei der Hitzeaktionsplanung“. Zum Beispiel hatten die Mitarbeiter eine Bürgerbeteiligung begleitet, wie der Viehmarktplatz so umgestaltet werden kann, dass dort möglichst Schatten und kühle Aufenthaltsplätze entstehen. Der städtische Hitzeaktionsplan ist noch in der Erarbeitung und soll im Herbst 2026 vorgestellt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen – unter anderem die Gründung verschiedener Arbeitskreise, die Einrichtung von öffentlichen Kühlräumen, in denen Menschen während starker Hitzewellen Zuflucht suchen können und auch die Installation von Wassersprühanlagen in der City – ist für die nächsten Jahre geplant. Der städtische Klimaschutzmanager, dessen Aufgabe die Koordinierung und Konzeption dieser großen und ämterübergreifenden Maßnahmen ist, muss bei der Umsetzung nun ohne seine drei Mitarbeiter auskommen. Stadt Trier baut Klimaanpassungsstellen trotz Hitzeaktionsplan abDas Auslaufenlassen der befristeten Verträge begründet die Stadt mit den Rahmenbedingungen des Förderprogramms, das auf zwei Jahre befristet gewesen sei. Immerhin sei es „trotz der dramatischen Finanzlage der Stadt“ aber gelungen, zumindest eine halbe Stelle noch zumindest bis Ende 2026 zu verlängern. Außerdem seien in den vergangenen Jahren eine „Reihe von Stellen mit dem Fokus Klimaschutz und Klimawandelanpassung in verschiedenen Fachämtern geschaffen worden“. Welche Mitarbeiter damit konkret gemeint und was deren Aufgaben sind, lässt die Stadt bei ihrer Antwort an den Volksfreund offen. Fest steht: Trotz der hohen Schulden der Stadt wurden in den vergangenen Jahren etliche neue, zusätzliche Stellen geschaffen. 2025 waren es laut Stadtverwaltung 26,5 sogenannte Vollzeitäquivalente – also Stellen mit voller Stundenzahl, die auf mehrere neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verteilt wurden. Insbesondere bei der Berufsfeuerwehr und im Sozialen wurden die zusätzlichen Stellen installiert. Auch 2026 wuchs der städtische Stellenplan – und zwar um 43,97 Vollzeitäquivalente, erneut bei der Berufsfeuerwehr, aber auch im Zivilschutz und im Bauwesen. Insgesamt zählt der städtische Stellenplan rund 2200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Quelle: volksfreund.de

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