Iran-Newsblog: Nahost-Konflikt eskaliert weiter++ Schüsse in der Straße von Hormus
Nach heftigen Angriffen in der Nacht zu Mittwoch (8. Juli) ist die Feuerpause zwischen dem Iran und den USA aufgehoben. Auf dem Nato-Gipfel in Ankara sagte US-Präsident Donald Trump: „Ich glaube, die. . .

Nach heftigen Angriffen in der Nacht zu Mittwoch (8. Juli) ist die Feuerpause zwischen dem Iran und den USA aufgehoben. Auf dem Nato-Gipfel in Ankara sagte US-Präsident Donald Trump: „Ich glaube, die Waffenruhe ist vorbei. “ In Richtung der iranischen Regierung erklärte er: „Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. “In unserem Newsblog halten wir dich über die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten auf dem Laufenden. 📌 Neue Eskalationen zwischen den USA und dem IranIn der Nacht zu Mittwoch griffen die USA nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran an. Laut den USA war das eine Reaktion auf Angriffe des Iran auf Tanker in der Straße von Hormus. Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in anderen Staaten der Region. Auf dem Nato-Gipfel erklärte US-Präsident Donald Trump, dass er glaube, dass die Waffenruhe vorbei sei. Neue Eskalationen im Iran im Newsblog+++Newsblog aktualisieren+++Nahost-Konflikt eskaliert weiter8. 00 Uhr:Der Konflikt im Nahen Osten verschärft sich weiter. Nach Angaben iranischer Staatsmedien hat die Marine der Revolutionsgarde die Straße von Hormus bis auf Weiteres gesperrt. Zuvor sollen iranische Streitkräfte einen Warnschuss auf ein Schiff abgegeben haben, das eine nicht genehmigte Route passiert haben soll. Laut dem Journalisten Barak Ravid wurde das Schiff dabei schwer beschädigt. Das US-Militär reagierte nach Informationen von „Axios“ mit Angriffen auf iranische Ziele im Bereich der strategisch wichtigen Meerenge. Iran signalisiert USA offenbar Verhandlungsbereitschaft13. 45 Uhr:Trotz der jüngsten US-Angriffe sucht der Iran offenbar weiter nach einem diplomatischen Ausweg. Nach Informationen aus pakistanischen Sicherheitskreisen bat Teheran den Vermittlerstaat Pakistan, Washington die eigene Bereitschaft zu Gesprächen zu übermitteln. Zwischen beiden Nachbarländern liefen demnach Gespräche auf mehreren Kanälen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi soll noch bis spät in die Nacht mit Pakistans Armeechef Asim Munir gesprochen haben. Dabei sei auch die Sorge zur Sprache gekommen, wie sich die Hardliner im Iran künftig verhalten werden. Auch aus Washington kamen zuletzt Signale für weitere Gespräche. Die technischen Verhandlungen liefen weiter, erklärte ein US-Regierungsbeamter. Zuvor hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran geflogen. Seeleute verklagen Reederei nach tödlichem Angriff10. 59 Uhr:Drei frühere Besatzungsmitglieder eines thailändischen Frachtschiffs ziehen nach einem tödlichen Angriff in der Straße von Hormus vor Gericht. Sie werfen der Reederei Precious Shipping vor, ihr Leben gefährdet und sie anschließend unfair entlassen zu haben. Die „Mayuree Naree“ war am 11. März von einem Geschoss getroffen worden, drei Menschen starben. Laut Anwalt leiden die Kläger seit dem Angriff an posttraumatischen Belastungsstörungen und können vorerst nicht mehr als Seeleute arbeiten. Sie fordern jeweils mehr als 26. 000 Euro Entschädigung. Precious Shipping äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht. Iran-Spannungen treiben Diesel wieder über 2 Euro9. 11 Uhr:Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran erreicht die deutschen Tankstellen. Erstmals seit Mitte Mai kostete Diesel am Donnerstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt wieder mehr als zwei Euro pro Liter, wie der ADAC mitteilte. Im Schnitt wurden 2,012 Euro für einen Liter fällig. Innerhalb eines Tages verteuerte sich Diesel damit um 4,2 Cent, seit Wochenbeginn sogar um 6,2 Cent. Damals hatte sich die Lage im Nahen Osten noch nicht erneut zugespitzt. Auch Fahrer von Benzinern müssen tiefer in die Tasche greifen. Super E10 kostete am Donnerstag durchschnittlich 2,060 Euro pro Liter und damit 2,6 Cent mehr als am Vortag. Seit Montag stieg der Preis um vier Cent. Damit liegen beide Kraftstoffe weiterhin unter den Preisen vor Beginn des Tankrabatts im Mai. Von den niedrigeren Werten vor dem Krieg und aus der zweiten Junihälfte haben sich die Spritpreise inzwischen allerdings deutlich entfernt. Ölpreise steigen nach neuer Eskalation8. 02 Uhr:An den Ölmärkten sorgen die Spannungen zwischen Washington und Teheran weiter für Bewegung. Die Preise legten am Freitagmorgen leicht zu und stabilisierten sich zwischen 76 und 77 US-Dollar. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August wurden zuletzt 76,62 Dollar gezahlt. Das entspricht einem Anstieg von 0,42 Prozent. Für Unsicherheit sorgt vor allem die Lage rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Ölhandel. Trotz der militärischen Eskalation laufen weiterhin Bemühungen, die Feindseligkeiten auf diplomatischem Weg zu beenden. Israel soll Trump vor iranischem Mordkomplott gewarnt haben4. 21 Uhr:Brisante Warnung aus Israel: Die Regierung soll die USA über einen iranischen Plan zur Ermordung von Donald Trump informiert haben. Das berichten CNN und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Nach Informationen von CNN hatten die USA in der Vergangenheit bereits häufiger Warnungen vor möglichen iranischen Anschlagsplänen erhalten. Die neuen Hinweise aus Israel sollen allerdings konkreter gewesen sein. Demnach habe die Führung in Teheran den Plan erst kürzlich ausgearbeitet. Zudem sollen die israelischen Informationen einen konkreten Anschlagsplan umfasst haben. Wie weit die Vorbereitungen fortgeschritten waren und auf welche Weise Trump angegriffen werden sollte, blieb zunächst offen. Trump telefoniert mit Netanjahu3. 30 Uhr:Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben sich telefonisch über den weiteren Verlauf des Iran-Krieges ausgetauscht. Nach Angaben von Netanjahus Büro informierte der US-Präsident seinen Verbündeten über das Vorgehen der Vereinigten Staaten in der Golfregion. An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden. Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Weitere Details zum Inhalt des Gesprächs wurden zunächst nicht genannt. Das Telefonat fand inmitten der erneuten militärischen Eskalation statt. Gleichzeitig versucht die US-Regierung weiterhin, mit dem Iran über eine diplomatische Lösung zu verhandeln. USA und Iran verhandeln trotz Angriffen weiterFreitag, 10. Juli, 3. 25 Uhr:Washington und Teheran haben ihre Gespräche trotz der militärischen Eskalation nicht abgebrochen. Nach Angaben der US-Regierung laufen die technischen Verhandlungen über eine mögliche diplomatische Lösung weiter. „Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter“, sagte ein US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig erhebt Washington schwere Vorwürfe gegen die iranische Führung. Deren Verhalten stelle einen Verstoß gegen das Mitte Juni geschlossene Rahmenabkommen in „inakzeptablem Ausmaß“ dar. Dass die Gespräche trotzdem fortgesetzt werden, zeigt, wie widersprüchlich die Lage derzeit ist. Während sich beide Seiten militärisch gegenüberstehen, bleibt der diplomatische Kanal weiter geöffnet. Beerdigung von getötetem Chamenei20. 58 Uhr:Heute wurde der ehemalige oberste Geistliche Ajatollah Ali Chamenei vier Monate nach seinem Tod in der iranischen Stadt Maschhad beigesetzt. Zur Beerdigung kamen zahlreiche Menschen. Mehr als drei Jahrzehnte gehörte der 86-Jährige zur Regierungsspitze. Straße von Hormus: Schiffsverkehr erneut stark zurückgegangen16. 16 Uhr:Nach der jüngsten Zuspitzung im Krieg mit dem Iran ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder stark zurückgegangen. Medienberichten zufolge passierten in den frühen Morgenstunden lediglich zwei Tanker die Meerenge: der von US-Sanktionen betroffene iranische Supertanker „Berg 1“ sowie der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Chemikalientanker „Well Sail“. US-Geschoss trifft fast Atomkraftwerk13. 16 Uhr:Nach Angaben von Ehsan Dschahanian, dem stellvertretenden Gouverneur der iranischen Provinz Buschehr, ist ein US-Geschoss in der Nähe des iranischen Atomkraftwerks eingeschlagen. Zudem sollen weitere Orte in der Provinz von US-Angriffen getroffen worden sein. Iranisches Außenministerium verurteilt US-Angriffe12. 54 Uhr:Das Außenministerium im Iran hat die neuerlichen Angriffe der USA aufs Schärfste verurteilt. In einer Mitteilung werden der Trump-Regierung Kriegsverbrechen vorgeworfen. Dabei bezieht sich Teheran vor allem auf die mutmaßliche Bombardierung zweier Eisenbahnbrücken im Nordosten des Landes. Die US-Regierung um Trump bezeichnete das Ministerium als „bösartig und psychisch gestört“. Die Angriffe der letzten 48 Stunden seien „ein klarer Beleg für Vertragsbruch, Niedertracht, Kriegstreiberei“. Erneute Explosionen in Bahrain12. 49 Uhr:In Bahrains Hauptstadt Manama läuten heute schon zum dritten Mal die Alarmglocken. Explosionen seien zu hören gewesen, berichtet ein AFP-Reporter vor Ort. Der Luftalarm wurde ausgelöst. Iran bestätigt Angriffe auf Ziele in Golfstaaten9. 24 Uhr:Die iranische Vergeltung auf die US-Angriffe heute Nacht folgt offenbar auf dem Zug. Staatsmedien bestätigen heute Morgen Angriffe auf Ziele in Kuwait, Katar und Bahrain. Im Visier seien „amerikanische Stützpunkte der Region“. Unter anderem offenbar ein Patriot-Raketenabwehrsystem in Kuwait. In Bahrain soll es Treibstofftanks erwischt haben. 14 Tote bei US-Angriffen im Iran8. 55 Uhr:Bei den jüngsten Angriffen der USA seien laut Angaben der iranischen Regierung 14 Menschen ums Leben gekommen. 78 weitere seien bei den beiden Attacken verletzt worden. Das teilte der Pressedienst der Mullah-Regierung mit. USA attackieren Eisenbahnbrücke6. 40 Uhr:Die USA haben in der Nacht offenbar auch eine Eisenbahnbrücke im Nordosten des Irans bombardiert. Insgesamt sprechen die Vereinigten Staaten von 90 militärischen Zielen, die bei der zweiten Welle von Angriffen ins Visier genommen sein sollen. Bei der getroffenen Brücke soll es sich um Infrastruktur in der Provinz Golestan handeln. Das berichtete der iranische Staatssender „Irib“ auf X. Es sei der erste Angriff in der Region seit Beginn der Waffenruhe im April. Erneute Angriffe des Iran auf US-StützpunkteDonnerstag, 9. Juli, 6. 07 Uhr:Wieder heulen die Sirenen in Bahrain und Kuwait. Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben erneut US-Stützpunkte in den beiden Ländern attackiert. Dabei seien „wichtige Infrastruktur und Einrichtungen“ der US-Armee mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen worden. Das teilten iranische Staatsmedien heute Morgen mit. Die Revolutionsgarden warnten zugleich, dass sie bei weiteren US-Attacken ihre Angriffe ausweiten würden – auch auf andere US-Stützpunkte in der Region. Kommt es zum großen Gegenschlag?22. 58 Uhr:Kommt die Antwort aus Teheran? Die iranische Nachrichtenagentur Nour meldet, dass die Streitkräfte des Landes einen großen Angriff auf US-Militärbasen in der Golfregion vorbereiten. Neue Angriffswelle der US-Armee22. 12 Uhr:Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran gestartet. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen. An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden. Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Weltschifffahrtsorganisation warnt vor Hormus-Durchfahrt14. 35 Uhr:Wegen der erneuten Eskalation im Iran warnt die Weltschifffahrtsorganisation IMO jetzt vor der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. „Solange der Schutz und die Sicherheit von Besatzungen nicht garantiert werden können, rufe ich Flaggenstaaten, Betreiber und alle zuständigen Behörden dazu auf, Seeleute keiner unnötigen Gefahr durch das Passieren der Meerenge auszusetzen“, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. Trump teilt gegen Mullahs aus – „Sie sind Abschaum“12. 08 Uhr:US-Präsident Trump geht in die Vollen und teilt ordentlich gegen das iranische Regime aus. So bezeichnete die Führung als „Lügner“ und „krank“. Weiter fügte er hinzu: „Das sind fiese Typen, deshalb haben sie es auf jeden abgesehen, wahrscheinlich auch auf mich. Ich stehe schon seit Jahren ganz oben auf ihrer Liste. Und sie sind ein Haufen Abschaum, um ehrlich zu sein. Sie sind Abschaum. “Staatsmedien: Iranische Revolutionsgarden getötet11. 04 Uhr:Bei den jüngsten Angriffen auf den Iran ist offenbar auch ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden getötet worden. Der Vorfall soll sich bei einem Drohnenangriff in Maschahr in der Nähe der irakischen Grenze ereignet haben. Ein Mitglied der Marine sei durch einen Granatsplitter tödlich verwundet worden, heißt es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Irna. Trump will Unterhändler weiter reden lassen10. 47 Uhr:Aus Sicht von Donald Trump ist die Waffenruhe beendet. Seine Unterhändler will er aber weiter mit dem Iran reden lassen, sagte er beim Nato-Gipfel in Ankara. „Wenn diese es wünschen. “Explosionen in Buschehr10. 37 Uhr:Weitere Explosionen im Iran. Die Nachrichtenagentur Mehr meldete eine Reihe von Detonationen in der Hafenstadt Buschehr, die im Südwesten des Landes liegt. Hier befindet sich das einzige zivile Atomkraftwerk im Iran. Vermittler drängen auf Deeskalation10. 33 Uhr:Die USA hatten in der Nacht zu Mittwoch nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele im Iran attackiert. Es folgten Angriffe der iranischen Revolutionsgarden auf US-Ziele in Bahrain und Kuwait. Daraufhin forderte der Vermittler Katar beide Seiten zur Deeskalation auf. Auf X schrieb das Außenministerium, dass man „den Weg des Dialogs und der Diplomatie weiter verfolgen“ solle. Mehr News:Doha verurteilte zudem die iranischen Angriffe auf Kuwait und Bahrain und betonte die Notwendigkeit, „die Region vor den Folgen dieser unbegründeten Angriffe zu bewahren“. (mit dpa)