Jugendliche fordern von Judith Gerlach Verankerung mentaler Gesundheit im Schulalltag
kurierverlag-deMemmingenStand:15. 07. 2026, 14:54 UhrKommentareGingen in den Austausch über „mentale Gesundheit“: Judith Gerlach (Bildmitte vorne mit den Schülerinnen und Schülern der Anton-Fugger-Realschule. . .

kurierverlag-deMemmingenStand:15. 07. 2026, 14:54 UhrKommentareGingen in den Austausch über „mentale Gesundheit“: Judith Gerlach (Bildmitte vorne mit den Schülerinnen und Schülern der Anton-Fugger-Realschule sowie Babenhausens Bürgermeisterin Alexandra Hörtrich, JuBi-Leiter Michael Sell sowie Bezirksjugendring-Geschäftsführerin Claudia Junker-Kübert und Bezirksjugendring-Vorsitzender Frederic Schießl. © Tom OttoDie mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stand im Mittelpunkt des Besuchs von Bayerns Ministerin für Gesundheit und Prävention in Babenhausen. Babenhausen – Judith Gerlach, die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Prävention, diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Anton-Fugger-Realschule über die Ergebnisse der Jugendkonferenz aus dem vergangenen Oktober. Jugendliche fordern von Judith Gerlach Verankerung mentaler Gesundheit im SchulalltagBei der Konferenz zum Thema Freiheitsrechte, die zum 500-jährigen Jubiläum der „Zwölf Artikel“ stattfand, versammelten sich damals über fünfzig Jugendliche aus Illertissen, Memmingen, Krumbach und Babenhausen in der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen (JuBi). Jugendliche fordern von Judith Gerlach Verankerung mentaler Gesundheit im Schulalltag: Realitätsnahe Themen schulisch aufgreifenGesundheitsministerin Gerlach wurde bewusst zur Adressatin der Jugendforderungen; denn das Thema „mentale Gesundheit“ sollte stärker als bisher im Schulunterricht aller weiterführenden Schularten verankert sein. Sie ist laut der Jugendkonferenz keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung für Bildung, Demokratie und Freiheit, besonders für die persönliche Freiheit und Entscheidungsfreiheit. Die Schülerinnen und Schüler schlugen der Ministerin vor, dass insbesondere folgende Themen im Schulunterricht verbindlich besprochen werden sollten: Mobbing, Angststörungen, Umgang mit Schönheitsidealen, Essstörungen und Depressionen. In der JuBi forderten sie nun erneut, dass auch Ausgrenzung im Unterricht als eine der Ursachen deutlicher entgegengetreten werden müsste. Jugendliche fordern von Judith Gerlach Verankerung mentaler Gesundheit im Schulalltag: Sicherer Umgang mit den sozialen MedienMinisterin Gerlach ging interessiert auf die Jugendlichen ein und fragte sie auch nach der Rolle von Social Media. Dort waren die Diskutanten schnell einig, dass es mehr schulische Aufklärung zum Umgang mit Social Media brauche. Der sogenannte Medienführerschein, eine eintägige Kurseinheit, allein genüge dabei nicht. Ein Schüler brachte es auf den Punkt: Niemand würde sein Kind einfach ins Wasser werfen mit der Aufforderung „nun schwimm!“. Auch Schwimmen müsse man über einen längeren Zeitraum lernen, um sicher zu sein. Claudia Junker-Kübert und Frederic Schießl vom Bezirksjugendring wiesen auf außerschulische Hilfsangebote hin. Judith Gerlach regte die Schülerinnen und Schüler an, das Thema „mentale Gesundheit“ als Projekt für die 2. Bayerischen Präventionstage am 12. Oktober 2026 einzubringen und in sowie auch außerhalb der Schule konkret umzusetzen. Verankerung mentaler Gesundheit im Schulalltag: Jugendlichen politisches Gehör verschaffenLaut der UN-Kinderrechtskonvention sind Kinder und Jugendliche bei allen Entscheidungen zu beteiligen, die ihre Angelegenheiten betreffen. Von den Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft wünschen sich junge Menschen daher mehr Wahrnehmung. Auch wenn viele von ihnen noch keine Wählerinnen und Wähler sind, wollen sie dennoch ihre Themen diskutieren und zu guten Lösungen beitragen. Mit demKurier-Newslettertäglich zum Feierabend und mit der neuen„Kurier“-Appimmer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert sein. Besuchen Sie den Memminger KURIER auch aufFacebookundInstagram!