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Kaiserin Masako und ihr stilles Leid: Kaiser Naruhito verliert seltene Worte über Gesundheitszustand

Kaiserin Masako leidet an Depressionen, doch alle schweigen. Kaiser Naruhito spricht jetzt nur oberflächlich über ihren Zustand. Und so setzt sich das Leid der Kaiserfrauen fort. GALA gibt einen Überblick.

Von https://www. facebook. com/galade · · 8 min Lesezeit

Kaiserin Masako und ihr stilles Leid: Kaiser Naruhito verliert seltene Worte über Gesundheitszustand

25. 06. 2026, 15:23 UhrKaiserin Masako leidet seit über 20 Jahren an Depressionen, was in Japan verschwiegen wird. Kaiser Naruhito spricht jetzt erneut über ihren Gesundheitszustand – hinter vorgehaltener Hand. Und so setzt sich das Leid der Kaiserfrauen über Generationen hinweg fort. GALA gibt einen Überblick. Es ist eine Tradition: Jedes Jahr an ihrem Geburtstag beantwortetKaiserin Masakovon Japan mediale Fragen zum Weltgeschehen und zu ihrer Person – so auch an ihrem 62. Ehrentag im Dezember 2025. Alles penibel abgesegnet vom Kaiserlichen Hofamt. Seit vielen Jahren gesellt sich dazu eine Erklärung ihres Ärzteteams, das sich zu ihrem Gesundheitszustand äußert. Natürlich vage. Auch zum Ende ihres zweiwöchigen Staatsbesuches in Belgien und den Niederlanden ist es Kaiser Naruhito, 66, anscheinend ein Anliegen, den Gesundheitszustand seiner Ehefrau zu thematisieren – und schafft es mit vielen Worten, sehr wenig zu sagen. Kaiser Naruhito verliert seltene Worte über Gesundheitszustand seiner FrauAls Naruhito am Mittwoch, 24. Juni 2026, im belgischen Namur vor die Presse tritt, blickt er auf eine ereignisreiche Reise zurück – die für seine Ehefrau womöglich vor ein paar Jahren noch zu anstrengend gewesen wäre. Immer wieder musste Kaiserin Masako wegen ihrer "stressbedingten Anpassungsstörung" Termine canceln. Den vollgepackten Staatsbesuch habe seine Frau aber bestens gemeistert. König Philippe + Königin MathildeMit dem Kaiserpaar durch die weltberühmten Gärten von Schloss Laeken59 BilderKaiser Naruhito wird vom Sender NTV wie folgt zitiert: "Obwohl der Terminkalender sehr voll war, konnten wir uns zwischendurch im Königlichen Palast erholen, und so ist Masako bis heute bei guter Gesundheit geblieben. Dafür sind wir sehr dankbar und möchten uns herzlich für die Rücksichtnahme beider Königshäuser bedanken. "Kaiserin Masako leidet seit mehr als 20 Jahren: ein trauriges JubiläumIm Dezember 2003 begab sich die Ehefrau von Kaiser Naruhito in ärztliche Behandlung, um ihre "stressbedingte Anpassungsstörung" behandeln zu lassen. So umschreibt das Kaiserliche Hofamt – bestehend aus circa 1. 100 Bürokrat:innen, die jede Äußerung überwachen – Masakos Erkrankung. Das ist nun 23 Jahre her. Ein trauriges Jubiläum. Die einst erfolgreiche Diplomatin und heutige Kaiserin Masako – immer drei Schritte hinter ihrem Mann. © Dana PressDie Diagnose Depression wurde offiziell nie in den Mund genommen. Laut ihres Ärzteteams befinde sich Kaiserin Masako weiterhin "in einem Genesungsprozess und ihr körperlicher Zustand sei immer noch unbeständig", berichten führende Medien wie "Japan Times", "The Asahi Shimbun" sowie die Nachrichtenagentur "Kyodo News" erneut an ihrem 65. Geburtstag. Es wird betont: "Obwohl die Kaiserin sorgfältig auf ihren Gesundheitszustand achtet, schwankt [dieser] und sie kann nach großen Veranstaltungen oder einer langen Reihe von Terminen unter Müdigkeit leiden". Hilfen bei DepressionenErkennen Sie bei sich Anzeichen einer Depression? Beim überregionalenKrisentelefon unter 0800 1110111wird schnell und anonym geholfen! Weiterführende Informationen gibt es außerdem bei derStiftung Deutsche Depressionshilfe. In Japan wird meist nur hinter vorgehaltener Hand über psychische Erkrankungen gesprochen. Dabei leiden die Menschen sehr – in Stille. So auch viele Frauen aus der Kaiserfamilie. Japan: Das Land der Stigmen und SuizideIn dem Land des Lächelns gibt es keine andauernde Traurigkeit – zumindest nicht öffentlich. In Japan ist es üblich, dass Menschen ihre Emotionen zurückhalten, immer freundlich und bedacht reagieren. Bereits 2010 gab das "Deutsche Ärzteblatt" bekannt, dass Japan eine der weltweit höchsten Suizidraten aufweisen würde. Daran hat sich nichts geändert. "Psychische Erkrankungen werden immer noch als Schwäche oder Versagen des Einzelnen angesehen", erklärte Vickie Skorji, Leiterin von TELL Lifeline, 2017 im Interview mit "Tokyo Weekender". Ein Stigma, weshalb die Menschen häufig schweigen, was in vielen Fällen zum Tod führt. Information zu HilfsangebotenSie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mitbundesweiten Hilfsstellenfindet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention". Masako gibt widerwillig ihre Karriere auf und schlittert in die IsolationEine der bekanntesten stillen Leidensgenossinnen Japans ist Kaiserin Masako, eine Frau, die ihre Karriere aufgab und unter dem Druck der Monarchie beinahe erstickte. Am 9. Juni 1993 heiratete Harvardabsolventin Masako Japans Anwärter auf den Chrysanthementhron. Bis dahin legte sie eine beeindruckende Karriere hin, schloss ihr Wirtschaftsstudium mit Auszeichnung ab, absolvierte ein Masterstudium in Oxford und arbeitete als Diplomatin für das japanische Außenministerium. Inmitten dieser Jahre ließ Kronprinz Naruhito 1986 mehrere Treffen mit Masako Owada vereinbaren. Ein knappes Jahr später sollen ihre Eltern jedoch einen Antrag abgelehnt haben – zugunsten von Masakos Karriere. 1992 habe es einen weiteren Verlobungsversuch gegeben, dem Masako nur zögerlich zustimmte, weil der Kronprinz ihr eine diplomatische Karriere in Aussicht gestellt haben soll – die sich jedoch nie erfüllte. Vorbei war es mit ihrer Tätigkeit, Kreditkarten und Führerschein waren ebenso wenig erlaubt wie ein spontaner Spaziergang. Seitdem tippelt Masako immer drei Schritte hinter ihrem Ehemann her. Kaiserin Masako bringt am 1. Dezember 2001 nach einer Fehlgeburt Tochter Aiko auf die Welt. © Dana PressFehlgeburt, Rückzug und "stressbedingte Anpassungsstörung"Viel wichtiger war nach der Hochzeit 1993, dass Masako einen männlichen Thronfolger gebährt. Das sieht das Hausgesetz der agnatischen Primogenitur vor. Betrachtet man die Geschichte von Japans Kaiserinnen, kommen Frauen in der ältesten ununterbrochenen Erbmonarchie der Welt nur in Ausnahmefällen und als Übergangslösung vor. An dem öffentlichen Druck, einen Jungen auf die Welt zu bringen, ist Naruhitos Ehefrau fast zerbrochen. Sechs Jahre nach der Hochzeit erlitt Masako 1999 eine Fehlgeburt. 2001 brachte sie ein Mädchen auf die Welt:Prinzessin Aiko, 24. Eine Kaiserin wird sie vermutlich nie, sondern ihr Cousin Prinz Hisahito. 2002 verließ Masako das Kronprinzenpalais in Tokio und zog sich in eine Privatvilla im Ferienort Karuizawa zurück. 2004 machte das Kaiserliche Hofamt ihre "stressbedingte Anpassungsstörung" publik. Ihre erste Auslandsreise trat sie erst elf Jahre später an. Viele Jahre in Einsamkeit folgten. Das einstige Kaiserpaar Akihito und Michiko bei einem Fototermin im Februar 2015 im Süden Tokios. © Takeshi Ogura / Picture AllianceKaiserin Michiko erleidet Fehlgeburt und verliert sieben Monate die StimmeZwischen Masako und ihrer Schwiegermutter, der emeritierten Kaiserin Michiko, 91, finden sich erschreckende Parallelen. Auch sie ist wie Masako eine Bürgerliche und erlitt 1963 eine Fehlgeburt. Sie soll in den 1960er-Jahren aufgrund des Drucks der Öffentlichkeit und ihrer Schwiegermutter unter Depressionen gelitten und für sieben Monate ihre Stimme verloren haben. Offiziell bestätigt wurde das nie. Angeblich soll die ehemalige Kaiserin Kōjun, †97, Michiko nie akzeptiert haben. Prinzessin Aiko verschwindet aus der Schule – ihr Foto schockiertDas Leiden von Kaiserin Masakos Tochter Aiko wurde ebenfalls nie beim Namen genannt. Dafür verschwand sie wie schon ihre Mutter für mehrere Monate aus der Öffentlichkeit. Alles begann, als Aiko im Alter von acht Jahren wegen Mobbings aus der Schule genommen werden musste. Damals habe sie unter Magenschmerzen und Angstzuständen gelitten. Im Februar 2017 wird dieses Bild von Prinzessin Aiko und ihren Eltern aus demTogu Palast in Japan veröffentlicht. Zuvor hieß es, dass sie die Schule angeblich aufgrund von Magenbeschwerden und Schwindelgefühl Monate lang nicht besuchen konnte. © Dana PressIm Oktober 2016 berichteten Medien wie "Japan Times", dass die nun 14-jährige Tochter des damaligen Kronprinzen Naruhito erneut eine Auszeit von der Schule nehmen musste. Angeblich würde sie nach den Abschlussprüfungen unter Erschöpfung leiden, eine Ursache sei im Krankenhaus jedoch nicht gefunden worden. Einen Hinweis auf Aikos mögliche Erkrankung gab ein Familienfoto, das ein knappes halbes Jahr später, Ende Februar 2017, veröffentlicht wurde. Darauf wirkt Masakos Tochter auffallend dünn. Auch hier wurde die Erkrankung Magersucht nie offiziell in den Mund genommen. Informationen zu HilfsangebotenErkennen Sie bei sich Anzeichen einer Essstörung? DasBeratungstelefonder Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hilft Ihnen anonym weiter, zu erreichen ist es unter:0221/892 031. Weitere professionelle und spezialisierte Beratungsangebote finden Sie außerdem auf denInfoseiten der BZgA. Kronprinzessin Kiko ist mysteriös erkrankt und verschwand für MonateEines der jüngsten Beispiele ist Kronprinzessin Kiko, 59. Im Januar 2024 wurde bekannt, dass sie seit Dezember 2023 an einer unbekannten Erkrankung leide. Sie habe Magen-Darm-Beschwerden, könne "keine normale Mahlzeit" einnehmen. Die Mediziner:innen stünden vor einem Rätsel, berichteten Medien wie "Mainichi Shimbun" unter Berufung auf das Kaiserliche Hofamt. Bis heute gibt es keine genauen Antworten auf die Frage, was genau die Mutter des zukünftigen japanischen Thronfolgers Prinz Hisahito, 19, hatte. Seit 2023 nahm sie nur eine Handvoll offizieller Termine wahr, musste etliche absagen, verschwand beinahe von der Bildfläche. Seit Herbst 2024 zeigt sie sich wieder regelmäßiger,Über ihr Leiden hatte Kiko anlässlich ihres 58. Geburtstages im September 2024 gesprochen – natürlich vage und ebenfalls abgesegnet vom Kaiserlichen Hofamt. Die Kronprinzessin sagte, es gehe ihr allmählich besser und sie habe begonnen, ihre körperliche Kraft wiederzuerlangen, nachdem sie ihren Lebensstil und ihre Arbeitsroutinen überdacht habe. Kronprinzessin Kiko (Mitte) besucht mit ihrer Tochter Kako (li. ) am 10. September 2024 eine Ausstellung – einer ihrer wenigen öffentlichen Termine seit 2023. © Dana PressEx-Prinzessin Mako entwickelt PTBS – und kehrt Kaiserfamilie den RückenEine, die sich von Japans Kaiserfamilie unter enormen seelischen Schmerzen abnabeln konnte, istPrinzessin Mako, 34. Die Nichte von Kaiser Naruhito hat 2021 unter großen Protesten des japanischen Volkes ihren bürgerlichen FreundKei Komuro, 34, geheiratet. Wie es die strengen und alten Regeln der Kaiserfamilie vorsehen, musste Mako ihren Titel aufgeben, ihre Familie zurücklassen und lebt nun im New Yorker Exil. Auch bei ihr verursachten der öffentliche Druck, das streng regulierte Umfeld und das gesellschaftliche Klima psychische Probleme. Das Kaiserliche Hofamt reagierte in Makos Fall ungewöhnlich direkt und sprach von einer "posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)". Eine Seltenheit. Denn viel zu oft verschleiern ein aufgesetztes Lächeln und kontrollierte Statements mit vagen Worten das wahre Leid der Frauen. Verwendete Quellen: Dana Press, english. kyodonews. net, japantimes. co. jp, asahi. com, spiegel. de, aerzteblatt. de, tokyoweekender. comGala#ThemenPrinzessin KikoKaiserin MasakoKaiser NaruhitoDepressionPrinzessin AikoPrinzessin MakoKei Komuro

Quelle: gala.de

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