Krieg in Nahost aktuell: Saudi-Arabien bereitet sich wohl auf Bodenoffensive vor
Newsblog zum Krieg in NahostSaudi-Arabien bereitet sich wohl auf Bodenoffensive vorVonC. Siemer,T. Schibilla,F. Michalski,C. Cöln,J. Hartung,M. Küper,A. Janzen,T. Wanhoff,J. Seiferth,S. Cleven,M. . . .

Newsblog zum Krieg in NahostSaudi-Arabien bereitet sich wohl auf Bodenoffensive vorVonC. Siemer,T. Schibilla,F. Michalski,C. Cöln,J. Hartung,M. Küper,A. Janzen,T. Wanhoff,J. Seiferth,S. Cleven,M. KloftAktualisiert am 31. 07. 2026 - 06:36 UhrLesedauer: 43 Min. Saudi-Arabien soll eine Bodenoffensive erwägen. Die Huthi-Terrorgruppe dementiert einen Angriff auf einen US-Tanker. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 31. JuliIrak: Haben nichts von US-Angriff gewusstDie irakische Regierung hat nach eigener Darstellung den jüngsten Angriff derUSAund Saudi-Arabiens auf Ziele im Land nicht gebilligt. Anders als vonWashingtondargestellt habeBagdad"keinerlei Kenntnis" von den Attacken gehabt, sagte Regierungssprecher Haider al-Abudi am Donnerstag im staatlichen Fernsehen. Die Regierung habe Angriffe "auf bestimmte Stellen oder Gruppen im Irak" nicht genehmigt. Die US-Regierung hatte angegeben, die Angriffe seien mit der irakischen Regierung abgestimmt worden. Das US-Regionalkommando Centcom hatte erklärt, in der Nacht zu Mittwoch hätten Kampfflieger der USA und Saudi-Arabiens im Zuge des Iran-Kriegs "mit demIranverbündete Terroristen" imIrakangegriffen. Donnerstag, 30. JuliUS-General soll Zwei-Wochen-Kampagne gegen Iran erwägenDer Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, soll vorgeschlagen haben, den Iran in einer zweiwöchigen Angriffswelle in die Knie zu zwingen. Dabei sollen vor allem die iranischen Raketenstellungen und -lager zerstört werden, berichtet das "Wall Street Journal". Hintergrund ist offenbar, dass die andauernden iranischen Angriffe die amerikanische Abwehrmunition aufbrauchen. Bericht: Saudi-Arabien bereitet sich auf Bodenoffensive vorSaudi-Arabienbereitet sich nach Angaben jemenitischer Quellen auf eine groß angelegte Militäroffensive gegen die Huthis auf dem Seeweg und möglicherweise auch auf dem Landweg im Zentrum des Jemen vor, um die Blockade seiner Ölexporte über das südliche Rote Meer zu durchbrechen. Es wurde beobachtet, wie sich saudische Truppen aus dem Osten des Jemen zurückzogen, was als Vorbereitung auf eine Landoffensive gewertet werden könnte. Saudi-Arabien schmiedet Bündnis zum Schutz der SchifffahrtSaudi-Arabien hat nach Angriffen auf seine Schiffe ein Militärbündnis angekündigt zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer und um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Teil der Allianz sind nach saudischen Angaben 14 Länder, darunter die Golfstaaten Kuwait, Katar und Bahrain sowiePakistan, dieTürkei,ÄgyptenundJordanien. Das Bündnis solle die Freiheit der Schifffahrt sowie internationale Routen für Handel und die weltweite Energieversorgung schützen, teilte das saudische Verteidigungsministerium am Donnerstagabend nach einem Treffen zur Allianz in Riad mit. Die Ankündigung folgt auf Angriffe der Huthi-Miliz imJemenvergangene Woche gegen saudische Schiffe. Die Miliz hatte Handelsschiffe im Roten Meer aber schon ab 2023 massiv attackiert. Daraufhin wurde zum Schutz der Schifffahrt bereits die EU-geführte Mission Aspides ins Leben gerufen und der US-geführte Einsatz Prosperity Guardian. "Sicherheit zur See ist eine gemeinsame Verantwortung", teilte das Ministerium mit. Dies solle durch gemeinsame Militäreinsätze, Planungen und Übungen sowie den Austausch von Geheimdienstinformationen erreicht werden. Die Allianz sei in ihrer Natur aber "rein defensiv" und habe nicht das Ziel, einen Staat, ein anderes Bündnis oder eine internationale Organisation anzugreifen. Wegen der faktischen Blockade derStraße von Hormusexportiert Saudi-Arabien einen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline ans Rote Meer. Durch neue Angriffe der Huthi wird aber auch dieser Exportweg unsicherer. Huthis weisen Verantwortung für Angriff von sichDie jemenitische Zain Jaafar/ steckt nach eigenen Angaben nicht hinter einem Drohnenangriff im Hafen der ägyptischen Stadt Stadt Damietta, bei dem zwei Tanker getroffen wurden. "Gerüchte, wonach der Jemen ein Schiff im Hafen von Damietta in Ägypten ins Visier genommen hat, entbehren jeder Grundlage", erklärte ein Vertreter des außenpolitischen Büros der Huthis am Donnerstag laut der Nachrichtenagentur Saba. Die Huthi-Miliz nehme "ausschließlich das saudiarabische Regime ins Visier". Nach dem Ausbruch von Feuer auf zwei Flüssiggastankern im Hafen von Damietta hatte die Regierung inKairoam Donnerstag einen Drohnenangriff als Ursache genannt. Laut dem auf Schifffahrtsdaten spezialisierten Dienstleister Kpler handelt es sich bei den beschädigten Schiffen um das Gasspeicherschiff einer US-Firma und um einen griechischen LNG-Tanker. Der Angriff war der erste in Ägypten seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar. In sozialen Medien kursierten diese Bilder von den brennenden Schiffen:Empfohlener externer InhaltXWir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online. de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigenDie vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und griff seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker und Ölanlagen an. Am Montag meldete die Miliz Drohnenangriffe auf "sensible Knotenpunkte" für den Öltransport nach Janbu. Saudi-Arabien griff Ziele in von den Huthis kontrolliertem Gebiet im Jemen an. Teure Flugabwehr: US-Kommandeure lassen iranische Raketen durchDie USA verschießen mehr Abfangraketen, als sie nachproduzieren können. FürDonald Trumpwird das zum Problem, denn der Iran ergreift die Initiative. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Iran-Krieg lässt Wirtschaft Saudi-Arabiens einbrechenDer Iran-Krieg lässt die Wirtschaft von Saudi-Arabien einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des weltgrößten Ölexporteurs fiel im zweiten Quartal um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Statistikbehörde Gastat am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Grund für den Rückgang war demnach ein Einbruch des Ölgeschäfts um 24,7 Prozent. Die anderen Wirtschaftsbereiche wuchsen dagegen um 0,9 Prozent. Die Staatsausgaben legten um 0,6 Prozent zu. Loading. . . Loading. . . Loading. . . Der Konflikt in der Region dauert bereits seit fünf Monaten an. Die als Meerenge für den Ölexport wichtige Straße von Hormus ist praktisch gesperrt. Hinzu kommt, dass die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen die Schifffahrt im Roten Meer unter Beschuss nehmen. Das stört den Ölexport erheblich. Eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht: Erst am Mittwoch griffen die USA den Iran wieder an. Einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen zufolge dürften die meisten Golf-Staaten in diesem Jahr wirtschaftlich stärker schrumpfen als noch vor drei Monaten erwartet. Erst 2027 wird mit einer Erholung gerechnet.