Krieg in Nahost: Iran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus
Newsblog zum Krieg in Nahost Iran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus Aktualisiert am 16. 08. 2026 - 15:49 Uhr Lesedauer: 15 Min. Der Iran nimmt einzelne US-Soldaten ins Visier. Ein wichtiger Hafen. . .

Newsblog zum Krieg in NahostIran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten ausAktualisiert am 16. 08. 2026 - 15:49 UhrLesedauer: 15 Min. Der Iran nimmt einzelne US-Soldaten ins Visier. Ein wichtiger Hafen stellt nach Rebellenangriffen seinen Betrieb ein. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 16. AugustIsrael meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im SüdlibanonDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs. Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine "Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone". Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden. Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Insgesamt waren am Samstag bei zwei israelischen Luftangriffen im Südlibanon nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens elf Menschen getötet und 19 verletzt worden. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte auf X, es handele sich bei den Angriffen um eine "äußerst ernste Angelegenheit", die Bemühungen zur Stabilisierung untergrabe. Iran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten ausDie iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25. 000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus. Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden. Hintergrund sind die anhaltenden militärischen Spannungen zwischen denUSAund demIran. Gegen ein Rahmenabkommen vom 17. Juni, das ein dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten vorsah, haben beide Seiten in den vergangenen Wochen mehrfach verstoßen. Iran fordert von Katar Zulassung von Untersuchung zu festgehaltenen PilotenDer Iran fordert Katar auf, einem iranischen Team vor Ort die Untersuchung des Schicksals festgehaltener Piloten zu gestatten. Ein Experte derLuftwaffeund ein Untersuchungsteam warteten seit Monaten auf die Einreise nach Katar, sagte Mohammed Bakersadeh, ein Kommandeur im Generalstab der iranischen Streitkräfte, der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge am Sonntag. Bakersadeh warf den Behörden in Katar vor, die Untersuchung zu verzögern und die Rückkehr der Piloten in den Iran zu verhindern. Er forderte zudem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auf, den Fall dringend zu verfolgen. Katar bestreitet, iranische Piloten festzuhalten. Die Regierung in Doha hatte am Samstag mitgeteilt, ihre Such- und Rettungsteams hätten die sterblichen Überreste eines Piloten gefunden. Im März hätten iranische Flugzeuge den katarischen Luftraum verletzt und nicht auf Kontaktversuche reagiert. Katar habe den Iran kontaktiert, um die Übergabe der sterblichen Überreste zu koordinieren. Zudem sei Teheran eingeladen worden, die Einzelheiten der Such- und Rettungsaktionen zu überprüfen. Eine Antwort sei jedoch nicht eingegangen. Direktor: Betrieb im Hafen von Mokka eingestelltDer Handels- und Schiffsverkehr im Hafen der jemenitischen Stadt Mokka ist eingestellt worden. Die sei nötig geworden, nachdem der Hafen in den vergangenen Tagen bei Angriffen der Huthi-Rebellen von mehr als 25 Raketen getroffen worden sei, teilt der Hafendirektor mit. Bei den Angriffen seien sieben Menschen ums Leben gekommen und Schäden in Höhe von schätzungsweise 16 MillionenUS-Dollarentstanden, sagt er. Die Stadt Mokka liegt an der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, dem "Tal der Tränen", das den Zugang zum Roten Meer markiert. Nach Mokka ist die Zubereitungsweise für Kaffee benannt. Iranischer Offizieller: Trump muss Niederlagen akzeptierenDer Iran hat Trumps Ansprüche an dieStraße von Hormusmit deutlchen Worten zurückgewiesen. Der stellvertretende Außenminister Kazem Gharibabadi schrieb auf X, dass Trump die Realität akzeptieren müsse. "Akzeptiere ein für alle Mal die Realität: Bis jetzt hast du strategische und schwere Niederlagen erlitten. Solange Sie die Realität der Niederlage nicht akzeptieren und Ihre unrealistischen Wahnvorstellungen nicht aufgeben, wird der Iran die Blockade weiterhin durchsetzen", schrieb er. Samstag, 15. AugustKatar: Haben keine Piloten aus dem Iran in GefangenschaftKatar hat die Darstellung des Irans zurückgewiesen, Piloten aus dem Land gefangenzuhalten. Der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari, drückte in einer Mitteilung auf der Plattform X zugleich Verwunderung über die "irreführenden Aussagen" zu einem Zeitpunkt aus, in der diplomatische Bemühungen liefen, um die Spannungen in der Region zu deeskalieren. Katar vermittelt nebenPakistanim Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Iranische Medien hatten am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte verbreitet. Iran verlangt Freilassung von drei KampfpilotenDer Iran hat die Freilassung von drei im Oman festgehaltenen Kampfpiloten gefordert. Die drei Piloten seien nach dem Absturz ihres Kampfflugzeugs im März von katarischen Soldaten gefangengenommen worden, erklärte der General Mohammed Baghersadeh am Samstag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Die iranische Luftwaffe hatte im März einen US-Militärstützpunkt im Oman angegriffen. Die Leiche eines bei dem Einsatz getöteten Piloten war nach Angaben Teherans Ende Juli an den Iran übergeben worden. Die drei anderen Kampfpiloten galten bislang offiziell als vermisst. In einem Brief an das Rote Kreuz verlangte Baghersadeh die Freilassung der Piloten und beklagte, dass es ihnen bislang nicht erlaubt worden sei, Kontakt zu ihren Familien oder den iranischen Behörden aufzunehmen.