Krieg in Nahost: Trump will Meerenge zu US-Gebiet erklären – Teheran reagiert
Newsblog zum Krieg in NahostTrump will Meerenge zu US-Gebiet erklären – Teheran reagiertAktualisiert am 15. 08. 2026 - 14:29 UhrLesedauer: 10 Min. Trump will sich die Straße von Hormus aneignen. Der Iran hat. . .

Newsblog zum Krieg in NahostTrump will Meerenge zu US-Gebiet erklären – Teheran reagiertAktualisiert am 15. 08. 2026 - 14:29 UhrLesedauer: 10 Min. Trump will sich die Straße von Hormus aneignen. Der Iran hat noch nicht über weitere Verhandlungen entschieden. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 15. AugustTrump will Meerenge zu US-Gebiet erklären – Teheran reagiertUS-PräsidentDonald Trumpstößt mit seiner Äußerung, dieStraße von Hormuszum US-Territorium erklären zu wollen, auf Widerspruch in Teheran. "Die Straße von Hormus war iranisch, ist iranisch und wird iranisch bleiben", erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi auf X. Die für die Weltwirtschaft äußerst wichtige Meerenge werde "nur auf Befehl desIrangeöffnet und geschlossen". Trump hatte am Freitag an einer Polizeiakademie im BundesstaatNew Yorkgesagt: "Nachdem wir den Iran besiegt haben, werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären. Es ist wahr", unterstrich Trump seine Aussagen vor jubelnden Anhängern und Polizisten. Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte allerdings nach Angaben des "Wall Street Journal" später, dass Trump einen Scherz gemacht habe. Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Streitpunkte zwischenWashingtonund Teheran bei den Bemühungen um ein Ende des Krieges. Der Iran kontrolliert nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn die für den Welthandel äußerst wichtige Meerenge. Trump wiederum hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass dieUSAdie Wasserstraße unter ihre Kontrolle gebracht haben. Bei der Veranstaltung in der Polizeiakademie verwies Trump auch auf die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen. "Wir haben die Blockade. Kein Schiff kommt durch, es sei denn, wir lassen es zu", sagte der Präsident. Tote nach Huthi-Angriff in JemenBei einem Raketenangriff der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mucha am Roten Meer sind mindestens vier Zivilisten getötet worden. Dies teilt die international anerkannte Regierung desJemenmit. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtet zudem unter Berufung auf Militärkreise, die Huthis hätten Mucha mit sechs Raketen getroffen, wobei vier Zivilisten getötet und mehrere Fischerboote in Brand gesetzt worden seien. Die Huthi-Rebellen erklären ihrerseits, sie hätten mit ballistischen Raketen Waffen und Kriegsschiffe angegriffen, die zu den vonSaudi-Arabienunterstützten Truppen gehörten. Iran: Keine Entscheidung über neue VerhandlungenUngeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die vor rund zwei Monaten getroffene Absichtserklärung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse. Araghtschi erklärte, die VermittlerPakistanund Katar stünden weiter mit dem Iran in Kontakt. Die zuvor bestehenden Kanäle seien allerdings nicht mehr da, ein neuer Kanal müsste eingerichtet werden. Freitag, 14. AugustIran weist Trumps Drohungen zurückDer Iran lässt sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle des Iran gesperrt oder freigegeben, teilt Gharibabadi auf der Kurznachrichtenplattform X mit. Er reagiert damit auf US-Präsident Donald Trump, der angekündigt hat, die Meerenge zu US-Territorium zu erklären. Es war zunächst unklar, wie ernst Trump diese Ankündigung meinte. Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium machenUS-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären. "Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New Jersey. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht. Die Ölpreise waren infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschossen, weil der Iran mit Drohungen den Schiffsverkehr in der Meerenge beeinträchtigt. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas und zudem zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran. Vier Tote bei Raketenangriff der Huthis auf HafenstadtBei einem Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer wurden nach Angaben der international anerkannten Regierung vier Zivilisten getötet. Die islamistische Terrormiliz habe sechs ballistische Raketen abgefeuert, hieß es. Die Huthis erklärten dagegen, sie hätten militärische Ziele der von Saudi-Arabien unterstützten Truppen beschossen. Zudem meldete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba eine Drohnenattacke der Gruppe auf eine Anlage des Ölkonzerns Saudi Aramco im saudischen Nadschran. Eine Bestätigung aus Riad lag zunächst nicht vor. Kushner reist wohl nach IsraelDer US-Gesandte und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump,Jared Kushner, plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise nachIsrael. Dort wolle er über die Lage imGazastreifenberaten, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. Zudem werde Kushner in Kairo mit Vermittlern ausÄgypten, Katar und derTürkeizusammentreffen, heißt es in dem Bericht weiter. Loading. . . Loading. . . Loading. . . Vance: Ziel ist niedriger ÖlpreisUS-Vizepräsident JD Vance hat einen niedrigenÖlpreisals wichtigstes Ziel seines Landes im Iran-Krieg bezeichnet. Das zweitwichtigste Ziel sei es, dass der Iran nie in den Besitz von Atomwaffen gelange, sagte Vance am Donnerstag dem Fernsehsender Fox News. Bisher hatte Präsident Donald Trump immer erklärt, der Grund für den Beginn des Krieges sei die Verhinderung von Atomwaffen in den Händen Teherans. "Ich weiß, dass der Ölpreis heute gefallen ist und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liegt", sagte Vance. "Das ist das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten. " Weiter sagte der Vizepräsident: "Und das zweite Ziel ist es natürlich, sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt. " Vance zeigte sich überzeugt, "dass wir dabei sind, beide Ziele zu erreichen".