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Nahost: Frachter im Roten Meer vor Jemen beschossen – Huthi-Drohungen sorgen für Alarm

NahostBewaffnete greifen Frachter im Roten Meer an – Huthi-Drohungen sorgen für AlarmUnbekannte Bewaffnete haben vor der Küste des Jemen das Feuer auf einen Frachter eröffnet. Sicherheitskräfte an Bord. . .

Von Alexander Schmalz · · 3 min Lesezeit

Nahost: Frachter im Roten Meer vor Jemen beschossen – Huthi-Drohungen sorgen für Alarm

NahostBewaffnete greifen Frachter im Roten Meer an – Huthi-Drohungen sorgen für AlarmUnbekannte Bewaffnete haben vor der Küste des Jemen das Feuer auf einen Frachter eröffnet. Sicherheitskräfte an Bord schossen zurück, die Besatzung blieb unverletzt. 06. 07. 2026, 08:24 Uhr3 MinGroße Reedereien haben zuletzt die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal gemieden. © Sayed Hassan/dpaEin Frachtschiff ist am Sonntag imRoten Meervor derKüste des Jemenangegriffen worden. Unbekannte Bewaffnete näherten sich dem Massengutfrachter in einem kleinen Boot und eröffneten das Feuer, wie die britische Seefahrtsbehörde United Kingdom Maritime Trade Operations, kurz UKMTO, mitteilte. Die Sicherheitskräfte an Bord schossen demnach zurück. Der Vorfall ereignete sich rund 30 Seemeilen, etwa 55 Kilometer, südwestlich der Hafenstadt Hodeida. Die Stadt wird von den mit dem Iran verbündeten Huthi kontrolliert. Nach Angaben der UKMTO zog sich das Angreiferboot anschließend zu einem größeren Schiff zurück, das sich etwa zwei Seemeilen entfernt befand und sein automatisches Identifikationssystem ausgeschaltet hatte. Das angegriffene Schiff und seine Besatzung seien in Sicherheit, hieß es. Die Behörden untersuchen den Vorfall. Weder der Name noch die Flagge oder der Betreiber des Frachters wurden zunächst genannt. Auch bekannte sich zunächst keine Gruppe zu der Attacke. Huthi hatten neue Angriffe angekündigtDer Angriff sorgt besonders deshalb für Unruhe, weil dieHuthi zuletzt erneut mit Attackenauf Schiffe im Roten Meer gedroht hatten. Anfang Juni erklärten sie,israelische Schifffahrt in der Region blockieren zu wollen. Die Miliz hatte bereits seit Ende 2023 zahlreiche Handelsschiffe mit Drohnen und Raketen angegriffen und dies mit demKrieg im Gazastreifenbegründet. Ob die Huthi hinter dem jüngsten Angriff stehen, ist jedoch offen. Ein Sprecher der Gruppe reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AP. Die Art des Angriffs mit einem kleinen bewaffneten Boot lässt auch andere Täter möglich erscheinen. Im Golf von Aden waren zuletzt erneut mutmaßliche Piraten aktiv. Erst am 1. Juli hatten vier Bewaffnete ein Handelsschiff rund 76 Seemeilen südlich der jemenitischen Hafenstadt Balhaf geentert. Sie beschädigten nach Angaben der UKMTO die Brücke und mehrere angrenzende Bereiche, bevor sie das Schiff wieder verließen. Die Besatzung blieb unverletzt. Gefahr für Route durch SuezkanalDas Rote Meer gehört zu den wichtigsten Seewegen für den Handel zwischen Asien und Europa. Die Route führt über die Meerenge Bab al-Mandab und den Suezkanal. Wegen früherer Huthi-Angriffe hatten zahlreiche Reedereien ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas umgeleitet. Dadurch verlängern sich Fahrzeiten und Transportkosten erheblich. Die UKMTO rief Schiffe in der Region auf, besonders vorsichtig zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden. Solange die Angreifer nicht identifiziert sind, bleibt offen, ob es sich um eine neue Eskalation der Huthi im Roten Meer oder um einen weiteren Piraterieversuch handelt. GazastreifenHamas exekutiert Gaza-Bewohner wegen „Zusammenarbeit“ mit dem israelischen GeheimdienstLesen Sie mehr zum Thema

Quelle: berliner-zeitung.de

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