Nahost: Trump kritisiert Israel – "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören"
Newsblog zum Krieg in Nahost"Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören"Aktualisiert am 17. 06. 2026 - 04:46 UhrLesedauer: 14 Min. Die Staaten der G7 begrüßen das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem. . .

Newsblog zum Krieg in Nahost"Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören"Aktualisiert am 17. 06. 2026 - 04:46 UhrLesedauer: 14 Min. Die Staaten der G7 begrüßen das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Trump kritisiert bei dem Gipfel Israels Vorgehen im Libanon. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 17. JuniG7: Iran-Deal bietet "historische Chance"Die G7-Staaten sehen in dem Rahmenabkommen zwischen denUSAund demIraneine "historische Chance", Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Der von US-PräsidentDonald Trumperzielte Deal, der am Freitag von beiden Kriegsparteien unterzeichnet werden soll, könne "Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen", heißt es in einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Évian. "Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen", heißt es in der Erklärung der G7 weiter. In Bezug auf dieStraße von Hormusbekräftigten die G7-Staaten, dass "das Recht auf ungehinderte und gebührenfreie Durchfahrt die Grundlage des internationalen Handels bildet". Es seien nun Verhandlungen mit dem Ziel eines "umfassenden und weitreichenden" Folgeabkommens nötig, um "die von Iran in der Region und darüber hinaus ausgehenden Bedrohungen" anzugehen und "sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erlangt", heißt es weiter. In Bezug auf den Konflikt zwischenIsraelund der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz imLibanonheißt es in der Erklärung, die G7 unterstützten durch einen "sofortigen und wirksamen Waffenstillstand" die Bemühungen der libanesischen Führung, die Entwaffnung der Hisbollah zu erreichen und die territoriale Integrität des Libanon "mit angemessenen internationalen Sicherheitsgarantien zu schützen". Trump kritisiert israelisches Vorgehen im LibanonUS-Präsident Donald Trump hat auf dem G7-Gipfel inFrankreichungewöhnlich offene Kritik am militärischen Vorgehen Israels gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon geübt. "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht", sagt Trump. In diesen Gebäuden seien viele Menschen, von denen nicht alle zur Hisbollah gehörten. Pentagon setzte Musks KI-Chatbot Grok beim Iran-Krieg einZur Verteidigung von Elon Musks KI-Unternehmen xAI angesichts einer Umwelt-Klage hat die US-Regierung darauf verwiesen, dass dessen KI-Chatbot Grok bei US-Angriffen auf den Iran genutzt wurde. Die Klage gegen Gasturbinen eines xAI-Rechenzentrums im Bundesstaat Tennessee bedrohe "die nationale, wirtschaftliche und Energie-Sicherheit" der USA, heißt es in einer rechtlichen Stellungnahme des US-Justizministeriums, die die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte. Sie bedrohe dei Versorgung der KI-Infrastruktur, die von derUS-Armeegenutzt werde. Als Beleg zitierte das Ministerium den Verantwortlichen für Künstliche Intelligenz (KI) im Pentagon, Cameron Stanley. Dieser versichert unter Eid, dass im Rahmen des sogenannten Maven-Projekts ein auf Grok beruhendes Programm namens Grok Gov Model bereits bei der KI-gestützten Zielfestlegung beteiligt gewesen sei. Dies habe es der US-Armee ermöglicht, im Iran-Krieg "binnen 96 Stunden mehr als 2000 Schuss Munition gegen 2000 unterschiedliche Ziele zu richten". Dies zeige "eine sehr große Steigerung der operationellen Effizienz, die durch das Grok Gov Model ermöglicht wurde", erklärte Cameron. Ob noch weitere KI-Programm bei den Angriffen genutzt wurden, teilte der Experte des US-Verteidigungsministeriums nicht mit. Die Klage richtet sich gegen die Gasturbinen von Colossus 2, einem Super-Rechner von xAI in der Umgebung von Memphis, der Grok trainiert. Die für die Rechte von Schwarzen eintretende Organisation NAACP wirft xAI vor, die Dutzenden Gas-Turbinen ohne Genehmigung zu betreiben und damit gegen das Gesetz zur Luftreinhaltung zu verstoßen. Die Turbinen verschmutzten insbesondere in vorwiegend von Schwarzen bewohnten Vierteln die Luft, argumentiert die Bürgerrechtsorganisation. xAI hält dem entgegen, die Turbinen seien temporäre mobile Anlagen und unterlägen damit nicht den Regulierungsauflagen. Dienstag, 16. JuniIran droht Israel mit "harter Reaktion"Die iranische Armee hat nach Israels Angriffen im Süden des Libanon mit mindestens vier Toten mit einer "harte Reaktion" gedroht. Wenn die israelische Armee "ihre Aggression im Süden des Libanon nicht einstellt, muss sie mit einer harten Reaktion der mächtigen Streitkräfte der Islamischen Republik Iran rechnen", hieß es in einer am Dienstag im Fernsehen ausgestrahlten Erklärung des Zentralkommandos der Armee. Die iranische Armee warf Israel vor, bereits "84 Mal" gegen die Waffenruhe im Libanon verstoßen zu haben. Die israelische Armee setzte ihre Angriffe im Süden des Libanon am Dienstag ungeachtet einer zwischen den USA und dem Iran erzielten Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs weiter fort. Staatsmedien zufolge wurden dabei vier Menschen getötet. Insider: US-Iran-Abkommen sieht 300-Milliarden-Dollar-Fonds vorIm Rahmen des geplanten Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist Insidern zufolge ein privater Investitionsfonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes vorgesehen. Mehr als die Hälfte dieser Summe sei bereits zugesagt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Der Fonds solle beiden Seiten einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, ein endgültiges Abkommen zu schließen. Die USA und der Iran bereiten sich darauf vor, die Vereinbarung am Freitag zu unterzeichnen. Am Sonntag hatten sich beide Staaten auf einen Rahmen zur Beendigung ihres seit Februar andauernden Konflikts geeinigt. Bei dem geplanten "Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung" handelt es sich dem Insider zufolge um ein privates Investitionsinstrument ohne staatliche Gelder oder Zuschüsse. Zusagen lägen von Unternehmen aus den USA, den Golfstaaten, Asien, Südamerika und Afrika vor, hieß es. Die Investitionen sollen in die Bereiche Energie, Logistik, Industrieund Transport fließen. Demnach werde der Fonds erst nach dem Abschluss eines endgültigen Abkommens aktiv. Loading. . . Loading. . . Loading. . . Ein am Freitag zu unterzeichnendes Memorandum soll den Prozess für die kommenden 60 Tage strukturieren. Die Führung in Teheran hatte iranischen Regierungskreisen zufolge ursprünglich 400 Milliarden Dollar an Kriegsentschädigungen von den USA gefordert, wasWashingtonjedoch ablehnte. USA erlauben Iran offenbar sofortigen ÖlverkaufDie USA erlauben dem Iran einem Medienbericht zufolge den sofortigen Verkauf von Öl und Kraftstoffen im Rahmen ihrer Grundsatzeinigung zur Beendigung des Krieges. Die Aussetzung der Sanktionen trete in Kraft, sobald das Abkommen in dieser Woche unterzeichnet werde, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Das Abkommen soll am Freitag in Luzern unterzeichnet werden. Teheran: US-Seeblockade iranischer Häfen "aufgehoben"Die USA haben ihre seit zwei Monaten andauernde Blockade iranischer Häfen nach Angaben aus Teheran beendet. Die Blockade sei noch vor der geplanten offiziellen Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges aufgehoben worden, erklärte der iranische Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi am Dienstag. Auf diesen Schritt habe Teheran "von Anfang an Wert gelegt".