WeltReport

News zum Krieg in Nahost: Geheimdienst sieht Anzeichen für US-Bodenoffensive im Iran

Newsblog zum Krieg in NahostGeheimdienst sieht Anzeichen für US-Bodenoffensive im IranAktualisiert am 27. 07. 2026 - 14:58 UhrLesedauer: 31 Min. Pakistan sieht Anzeichen das Trump eine Bodenoffensive befehligen. . .

· 5 min Lesezeit

News zum Krieg in Nahost: Geheimdienst sieht Anzeichen für US-Bodenoffensive im Iran

Newsblog zum Krieg in NahostGeheimdienst sieht Anzeichen für US-Bodenoffensive im IranAktualisiert am 27. 07. 2026 - 14:58 UhrLesedauer: 31 Min. Pakistan sieht Anzeichen das Trump eine Bodenoffensive befehligen könnte. Der Iran hat offenbar mehrere Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 27. JuliPakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive im IranMehr als fünf Monate nach Beginn des Iran-Kriegs halten gut informierte Quellen ausPakistaneine limitierte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher. Die Bewertung pakistanischer Geheimdienste sei, dass US-PräsidentDonald TrumpWarnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen könnte, erfuhr dieDeutsche Presse-Agenturaus Sicherheitskreisen in Islamabad. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen. Pakistan ist im Iran-Krieg ein zentraler Vermittler zwischenWashingtonund Teheran. Der Konflikt war Anfang Juli im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtigeStraße von Hormuserneut eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Schiffe in der Meerenge beschossen hatten. Das US-Militär bombardierte daraufhin zahlreiche Ziele an der iranischen Südküste. In den vergangenen drei Nächten pausierten die Kriegsparteien ihre Angriffe wieder. Iranische Revolutionsgarden stoppen sechs Schiffe in der Straße von HormusDie iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt. Die Marine der Revolutionsgarden habe in der Nacht Warnschüsse wegen sechs Schiffen abgefeuert, die eine nicht genehmigte Route durch die Meerenge hätten nehmen wollen, meldete das iranische Staatsfernsehen am Montag. Daraufhin seien die Schiffe umgekehrt. Mit einem der Schiffe gab es demnach einen nicht näher erläuterten "Vorfall". DerIranhatte zuletzt mehrfach Schiffe daran gehindert, nahe der Küste des Oman durch die Meerenge zu fahren. Teheran versucht mit seinem Vorgehen Schiffe zur Nutzung iranischer Gewässer und zur Zahlung für eine sichere Durchfahrt zu zwingen. Iran: US-Angriffe treffen Wasserversorgung im SüdenNach den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Behörden zufolge massive Schäden an der Wasserversorgung im Landessüden entstanden. 18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan. Zehn Anlagen seien bei den Luftangriffen vollständig zerstört worden. Dem Bericht nach wurde gleich zu Beginn der jüngsten Eskalation Anfang Juli eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Gheschm durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei die Wasserversorgung für gut 120. 000 Menschen beeinträchtigt worden. Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten MeerNach Angriffen der jemenitischen Huthi-Terrormiliz auf saudische Ölanlagen ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab eingebrochen. Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste desJemen, der niedrigste Stand seit Monaten, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende gering. Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird seit vergangener Woche von den mit dem Iran verbündeten Huthi behindert. Sie wollen die saudischen Exporte blockieren und weiten damit den Konflikt zwischen denUSAund dem Iran aus, der bereits die Öllieferungen durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hat. Ein Militärsprecher der Huthi hatte erklärt, die Gruppe habe am Samstag Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco in den Städten Dschisan und Janbu angegriffen. Von den elf Schiffen, die am Sonntag Bab al-Mandab durchquerten, waren sieben Öltanker. Darunter waren zwei sehr große Rohöltanker (VLCC) auf dem Weg zum saudischen Hafen Janbu sowie ein Schiff mit Verbindungen nachRussland. Vier Schiffe verließen das Rote Meer, darunter ein VLCC unter der Flagge Hongkongs mit zwei Millionen Barrel saudischem und emiratischem Rohöl fürChina. Hoffnung auf Entspannung: Ölpreise fallen deutlichDie Ölpreise sind zu Beginn des asiatischen Handels am Montag um mehr als fünf Prozent gefallen. Händler schöpften nach zwei Nächten ohne neue US-Angriffe auf den Iran Hoffnung auf eine Entspannung und mögliche neue Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Referenzsorte Brent sank um 5,58 Prozent auf 91,38 Dollar. Die US-Sorte WestTexasIntermediate (WTI) verbilligte sich um 5,46 Prozent auf 84,43 Dollar. Hier lesen Sie mehr. Sonntag, 26. JuliIran droht Ukraine nach Angriff auf FrachtschiffNach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer mit einem Toten hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi derUkrainemit einer Reaktion gedroht. Der ukrainische PräsidentWolodymyr Selenskyjhabe "ein iranisches Handelsschiff angegriffen und dabei einen Seemann getötet", schrieb Araghtschi am Sonntag auf X. Er verurteilte einen "eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta". Am Samstag hatte Selenskyj erklärt, im Kaspischen Meer seien "sehr solide Ergebnisse" durch Angriffe erzielt worden. Die Attacken hätten sich insbesondere gegen Schiffe gerichtet, "die für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff". Loading. . . Loading. . . Loading. . . Der ukrainische Geheimdienst SBU sprach auf Telegram von Drohnenangriffen auf mit internationalen Sanktionen belegte Frachtschiffe, "die zum Transport militärischer Fracht zwischen dem Iran und Russland" genutzt worden seien. Das Kaspische Meer ist ein Binnengewässer, das an den Iran und Russland grenzt. Weitere Anrainerstaaten sindKasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan. USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen OstenDie USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung "Face the Nation" des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Nach einer Angriffsserie von 13 Nächten in Folge hatte das US-Militär in den vergangenen beiden Nächten keine Angriffe gegen den Iran gemeldet. Waltz sagte, das gebe der Diplomatie etwas Raum.

Quelle: t-online.de

Mehr zu Nahost