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Psychische Gesundheit: Dieser KI-Assistent soll noch vor dir erkennen, ob du gestresst bist | t3n

Viele Menschen fühlen sich psychisch belastet, haben aber Schwierigkeiten, sich Hilfe zu suchen. Kanadische Forscher:innen haben deshalb ein System entwickelt, das in Notlagen proaktiv Unterstützung bieten soll. Zwei Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich regelmäßig gestresst, wie aus einem Report der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht. Forscher:innen der Universität Ottawa wollen dafür eine Lösung bieten: […]

Von Noëlle Bölling · · 4 min Lesezeit

Psychische Gesundheit: Dieser KI-Assistent soll noch vor dir erkennen, ob du gestresst bist | t3n

HomeNewsSoftware & EntwicklungVerpasse keine News mehr!Viele Menschen fühlen sich psychisch belastet, haben aber Schwierigkeiten, sich Hilfe zu suchen. Kanadische Forscher:innen haben deshalb ein System entwickelt, das in Notlagen proaktiv Unterstützung bieten soll. Von Noëlle BöllingAnzeigeImmer mehr Menschen suchen bei Chatbots nach Unterstützung. (Foto: PeopleImages. com - Yuri A / Shutterstock)Zwei Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich regelmäßig gestresst, wie aus einem Report derTechniker Krankenkasse(TK) hervorgeht. Forscher:innen der Universität Ottawa wollen dafür eine Lösung bieten: Sie haben einen KI-Assistenten entwickelt, der Signale von Wearables wie Smartwatches und Kopfhörern auswertet, um psychische Notlagen zu erkennen und den Nutzer:innen Unterstützung anzubieten, noch bevor diese danach fragen. Die Studie wurde im FachmagazinInstitute of Electrical and Electronics Engineersveröffentlicht. AnzeigeChronischer Alltagsstress ist weit verbreitetDie TK-Daten zeigen, dass das Stressempfinden in Deutschland kontinuierlich gestiegen ist. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 waren es noch 57 Prozent der Befragten, die angaben, sich häufig oder manchmal gestresst zu fühlen. Das macht sich auch gesundheitlich bemerkbar: Menschen mit chronischem Stress leiden deutlich häufiger unter Muskelverspannungen, Erschöpfung, Schlafstörungen und Gereiztheit. Laut Report ist der höchste Stressfaktor der hohe Anspruch an sich selbst, gefolgt von Schule, Studium oder Beruf und politischen sowie gesellschaftlichen Problemen. Vor allem Kriege und internationale Konflikte wirken sich auf das Wohlbefinden aus. 62 Prozent der gestressten Befragten fühlen sich davon stark oder sehr stark belastet. Immer mehr Menschen wenden sich in ihrer Not an Chatbots. Laut einerBetterhelp-Umfragehat sich die Nutzung für das mentale Wohlbefinden innerhalb eines Jahres verdoppelt. Diese haben allerdings eine zentrale Einschränkung: Nutzer:innen müssen selbst den ersten Schritt machen. Das kann in vielen Fällen ein Hindernis sein – zum Beispiel, wenn sich jemand ängstlich fühlt oder seine Gefühle nicht in Worte fassen kann. Kanadische Forscher:innen haben jetzt einen KI-Assistenten namens „Ubi My Therapist” entwickelt, der genau dieses Problem lösen soll. Er wertet emotionale Signale von Smartwatches, Smartphones und Kopfhörern in Echtzeit aus und bietet Unterstützung an, noch bevor die Nutzer:innen aktiv werden. „Die zentrale Frage, die wir uns gestellt haben, lautete: Wie können wir außerhalb klinischer Einrichtungen zeitnahe Unterstützung für das psychische Wohlbefinden bieten, die sicher und auf die Nutzer:innen zugeschnitten ist?”, erklärt Projektleiter Karim Alghoul in einerPressemitteilung. AnzeigeTop-Artikel${content}${custom_anzeige-badge}${custom_tr-badge}${section}${title}${custom_anzeige-badge}${custom_tr-badge}${section}${title}KI-Assistent will Versorgungslücke schließenAusgestattet mit multimodaler Emotionserkennung bietet „Ubi My Therapist“ sowohl reaktive als auch proaktive Unterstützung. Letztere überwacht emotionale Belastungen in Echtzeit und greift ein, bevor die Nutzer:innen selbst Kontakt aufnehmen. Das System wertet physiologische Signale wie die Herzfrequenzvariabilität sowie Veränderungen in Sprache und geschriebenem Text aus, um den emotionalen Zustand der Nutzer:innen zu beurteilen. Anschließend erstellt das System einen „digitalen Zwilling“, um die medizinische und psychologische Vorgeschichte der Person mit aktuellen emotionalen Daten abzugleichen. Dieser Kontext hilft dem Assistenten, individuell zu reagieren, anstatt allgemeine Chatbot-Antworten zu liefern. Der KI-Assistent wurde an 24 Probant:innen getestet und von zugelassenen Therapeut:innen überprüft. „Zu sehen, wie [unser KI-Assistent] Standardsysteme durchweg übertrifft, insbesondere in Bezug auf Empathie und Personalisierung, hat bestätigt, dass die Einbeziehung des emotionalen Echtzeitkontexts einen entscheidenden Unterschied macht“, erklärt Alghoul. Er und sein Team sehen in dem Tool einen Weg, Lücken in der psychischen Gesundheitsversorgung zu schließen. Auch in Deutschland warten Menschen mit psychischen Problemen oft monatelang auf einen Therapieplatz. Alghoul zufolge öffnet die Forschung „die Tür zu einer zugänglichen, personalisierten und kontextbezogenen Unterstützung des psychischen Wohlbefindens – jederzeit und überall. Sie kann Psychotherapeut:innen zudem dabei helfen, ihre Patient:innen besser zu verstehen und zu unterstützen. “Empfohlene redaktionelle InhalteHier findest du externe Inhalte vonTargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n. de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden, dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte vonTargetVideo GmbHauf unseren Seiten anzeigen dürfen. Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden. Hinweis zum Datenschutz

Quelle: technologyreview.de

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