Rubio: "Kein Land darf Maut für Wasserstraßen erheben" | Nahost-News
Newsblog zum Krieg in NahostRubio: "Kein Land darf Maut für Wasserstraßen erheben"Aktualisiert am 23. 06. 2026 - 20:31 UhrLesedauer: 10 Min. Die USA lehnen iranische Pläne ab. Der Schiffsverkehr durch Straße von. . .

Newsblog zum Krieg in NahostRubio: "Kein Land darf Maut für Wasserstraßen erheben"Aktualisiert am 23. 06. 2026 - 20:31 UhrLesedauer: 10 Min. Die USA lehnen iranische Pläne ab. Der Schiffsverkehr durch Straße von Hormus erreicht den höchsten Stand seit März. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 23. JuniRubio: "Kein Land darf Maut für Wasserstraßen erheben"Kein Land darf nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio Mautgebühren für die Durchfahrt derStraße von Hormuserheben. "Es handelt sich um eine internationale Wasserstraße", betonte Rubio bei seiner Ankunft in Abu Dhabi am Dienstag. "Kein Land darf auf einer internationalen Wasserstraße Mautgebühren oder Abgaben erheben. Das ist geltendes Völkerrecht", fügte er hinzu. "Ich glaube nicht, dass wir hier in dieser Hinsicht irgendjemanden überzeugen müssen. Ich denke, alle Länder in dieser Region würden uns zustimmen", sagte Rubio weiter. Der US-Außenminister hat am Dienstag eine Reise in vier Golfstaaten begonnen. Seinem Ministerium zufolge stattet er bis Donnerstag den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait sowie Bahrain einen Besuch ab. Rubio wolle mit den Staaten "die Absichtserklärung mit demIran, die Bemühungen um die Gewährleistung eines uneingeschränkten und sicheren Transits durch die Straße von Hormus sowie die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Region" erörtern, hieß es demnach. Delegationen ausWashingtonund Teheran hatten am Sonntag und Montag in einem Luxushotel auf dem Berg Bürgenstock in den Schweizer Alpen Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung zum Iran-Krieg geführt. Beide Seiten einigten sich auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region. Dieser soll nach Angaben der als Vermittler agierenden Staaten Katar undPakistanbinnen 60 Tagen zu einer endgültigen Vereinbarung führen. Zudem sei vereinbart worden, einen Konfliktlösungsstab für denLibanonsowie einen Kommunikationskanal für die Straße von Hormus einzurichten, teilten die Vermittler mit. "Echter Alien-Kram": US-Pilot sieht seltsame Drohnenformation über IranNach dem Abschuss seines F-15-Jets schildert ein US-Pilot ein beunruhigendes Bild. Irans Drohnen sollen sich wie ein einziger Organismus durch die Luft bewegt haben. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Immer mehr Schiffe passieren Straße von HormusDer Frachtverkehr durch die Straße von Hormus hat nach Angaben des auf die Analyse von Schifffahrtsdaten spezialisierten Unternehmens Kpler den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar erreicht. Am Montag passierten demnach mindestens 36 Frachtschiffe die Meerenge. Dies entspricht knapp einem Drittel der vor dem Krieg üblichen rund 120 täglichen Fahrten durch die Seestraße, über die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasexporte abgewickelt wird. DieUSAund der Iran hatten am vergangenen Mittwoch ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet, den die USA undIsraelEnde Februar mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen hatten, woraufhin der Iran das für die weltweite Energieversorgung wichtige Nadelöhr weitgehend abgeriegelt hatte. Anfang Juni waren dort weniger als zehn Schiffe pro Tag unterwegs. Nach Unterzeichnung des Abkommens nahm der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zuletzt aber wieder zu – in den vergangenen fünf Tagen passierten im Schnitt 27 Schiffe täglich die Meerenge. Oman und Iran prüfen Service-Gebühr für Straße von HormusDer Oman und der Iran wollen über eine Neuordnung der Verwaltung der strategisch wichtigen Straße von Hormus sprechen und künftig womöglich auch Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen erheben. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern beider Länder solle eine Einigung zu den "Dienstleistungen und den damit verbundenen Kosten" erarbeiten, teilten beide Staaten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. In dem Papier unterstreichen der Iran und der Oman "ihre Souveränität und ihre Hoheitsrechte" über die Meerenge. Eine Neuregelung solle "im Einklang mit internationalen Standards" stehen, versicherten beide Länder. Die Erklärung wurde kurz nach einem Besuch des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi in Maskat veröffentlicht, wo er auch mit dem Sultan von Oman, Haitham bin Tarik, zusammentraf. Die Hauptschifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus liegen überwiegend in omanischen Hoheitsgewässern, teilweise aber auch in denen des Iran. Die Behörden im Oman haben das Durchfahrtssystem bislang kostenlos verwaltet und zum Beispiel Schiffe durch Radar- und Funksysteme überwacht. Auch mögliche Such- und Rettungsmaßnahmen wurden bislang vom Oman kostenfrei organisiert. Lotsendienste waren für die Durchfahrt im Normalfall dagegen nicht nötig. Israel will Unabhängigkeit von US-WaffenlieferungenIsraels MinisterpräsidentBenjamin Netanjahustrebt den Aufbau einer eigenen und von den USA unabhängigen Rüstungsindustrie an. Netanjahu erklärte auf X, er schätze die Unterstützung der USA sehr, Israel müsse sich jedoch aus dieser Abhängigkeit befreien und eigene, unabhängige Rüstungssysteme entwickeln. Netanjahu erklärte zudem, Israel habe dem Iran und dessen Verbündeten einen Schlag versetzt. Der Konflikt sei jedoch noch nicht beendet. Es hänge von Israels Stärke ab, wo es in 30 Jahren stehen werde. Ziel sei es: "Unabhängigkeit von anderen erreichen, immer mehr Stärke aufbauen, immer mehr Technologie einführen, immer mehr Generationen von Kommandeuren ausbilden". Netanjahu: Israel hält an "Sicherheitszone" im Südlibanon festIsrael wird laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unverändert an seiner selbst deklarierten "Sicherheitszone" im Südlibanon festhalten. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die Netanjahu nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir auf X veröffentlichte. Loading. . . Loading. . . Loading. . . Die israelischen Streitkräfte werden demnach weiter im Nachbarland operieren, um Gefahren gegen eigene Soldaten und Bürger abzuwenden. Außerdem solle die Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz zerstört werden. Oberstes Prinzip bleibe die Sicherheit israelischer Bürger und Soldaten. Es würden dabei keine Kompromisse eingegangen. Hisbollah wirft Israel Verstoß gegen Waffenruhe vorDie libanesische Hisbollah-Terrororganisation wirft den israelischen Streitkräften einen Verstoß gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Soldaten hätten am Dienstag mit dem Iran verbündeten Islamisten attackiert. Dabei seien zwei Menschen getötet und weitere Menschen verletzt worden. Die Hisbollah verurteilt den Beschuss, äußert sich jedoch nicht zu möglichen Vergeltungsmaßnahmen.