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Sieben offene Fragen zu Trumps Gesundheit: Kardiologe fordert Antworten und mehr Transparenz

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Sieben offene Fragen zu Trumps Gesundheit: Kardiologe fordert Antworten und mehr Transparenz

StartseitePolitikBlutergüsse, Beinödeme, Einschlaf-Episoden: Kardiologe fordert Antworten zu Trumps GesundheitszustandStand:13. 08. 2026, 12:43 UhrKommentareUns auf Google folgenSeit Monaten mehren sich die Fragen zum Gesundheitszustand des 80-jährigen US-Präsidenten. Immer mehr Mediziner fordern öffentlich Antworten. Washington D. C. – Sichtbare Blutergüsse an beiden Händen, geschwollene Beine und Momente, in denen der US-Präsident offenbar gegen den Schlaf ankämpft: Der Kardiologe Dr. Jonathan Reiner, Professor für Medizin und Chirurgie an der George Washington University, hat in einem Gastbeitrag für dieNew York Timesvom 12. August 2026 Fragen zur Gesundheit von PräsidentDonald Trumpaufgeworfen. Donald Trump – zuletzt häuften sich die Berichte über seinen Gesundheitszustand. (Archivbild) © Mandel Ngan/AFPReiner hat unter anderem mehrTransparenz aus dem Weißen Haus gefordert. „Trotz gegenteiliger Beteuerungen des Weißen Hauses hat der Präsident in Teilen des vergangenen Jahres nicht gut ausgesehen“, schrieb Reiner in seinem Beitrag mit dem Titel „I Was Dick Cheney‘s Cardiologist. I Have Questions About Trump‘s Health. “Trumps Gesundheitszustand: Arzt fordert Antworten auf sieben offene FragenTrump sei zwar der meistfotografierte Präsident der amerikanischen Geschichte – und genau deshalb seien verschiedene körperliche Beschwerden für jeden sichtbar: „Er hatte große Blutergüsse an beiden Händen, Schwellungen an den Beinen und Episoden, in denen er offenbar darum kämpfte, wach zu bleiben. “ Reiner betont ausdrücklich, dass er nicht Trumps Arzt ist und nur die öffentlich zugänglichen Akten eingesehen hat. Auf Grundlage dieser Beobachtungen stellt Reiner sieben konkrete Fragen, die seiner Ansicht nach öffentlich beantwortet werden müssen. Die erste befasst sich mit der auffällig hohen Zahl der hinzugezogenen Ärzte: Laut dem jüngsten Gesundheitsberichtwurde Trump von 22 medizinischen Spezialisten untersucht– selbst für eine umfassende Untersuchung eines Staatsoberhaupts eine außergewöhnliche Zahl. Welche Fachrichtungen waren vertreten und warum? Das Weiße Haus hat diese Frage bislang nicht beantwortet – auch nicht auf einen entsprechenden Brief von Abgeordnetem Jamie Raskin vom Juni 2026. Die zweite Frage gilt denBlutergüssen an Trumps Händen, die seit Beginn seiner zweiten Amtszeit immer wieder zu sehen sind – teils unter einer Schicht Make-up. Das Weiße Haus erklärt sie mit häufigem Händeschütteln und der Einnahme von Aspirin. Die Erklärung greife schon deshalb nicht, weil auch die linke Hand betroffen ist, obwohl Trump üblicherweise nur mit der rechten schüttelt. Dazu kommt eine weitere offene Frage: Warum nimmt der Präsident eine Aspirin-Dosis, die viermal höher ist als medizinisch empfohlen – entgegen dem ausdrücklichen Rat seiner Ärzte?Trumps medizinischer Zustand: Geschwollene Beine, auffällige Müdigkeit, ungeklärte UntersuchungenDrittens fragt Reiner nach der wahren Ursache der Beinödeme. Im Sommer 2025 führten Schwellungen zu einer ungeplanten Untersuchung, bei der Dr. Barbabella eine „chronische Veneninsuffizienz“ diagnostizierte. Das Problem: Wenige Monate zuvor, beim regulären Check-up, hatte derselbe Arzt keinerlei Schwellungen dokumentiert. „Wenn das stimmt, wäre seine Schwellung per Definition akut, nicht chronisch“, schreibt Reiner – was auf ernstere Ursachen wie Herz- oder Nierenerkrankungen hindeuten könnte. Die vierte Frage betrifft die wiederholt beobachteten Einschlaf-Episoden bei öffentlichen Terminen. Reiner hatte bereits im Mai 2026 imCNN-Interview erklärt: „Der Präsident leidet an schwerer Tagesschläfrigkeit. Er ist mehrfach im Oval Office eingeschlafen, während Menschen mit ihm sprachen. “ Im Gesundheitsbericht vom Mai wurde dieses Problem mit keinem Wort erwähnt. Fünftens will Reiner wissen, was den Anlass für die ungeplante Bildgebungsuntersuchung im Oktober 2025 im Walter Reed Medical Center gab. Trumps Arzt nannte lediglich allgemeineVorsorgeals Begründung und erklärte, es seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Welches konkrete Symptom oder Ereignis steckte dahinter?Medikamente und Gedächtnistests: Was über Trumps Gesundheit nicht bekannt istDie sechste Frage richtet sich auf möglicherweise zurückgehaltene Medikamente. Frühere Berichte hatten die Einnahme von Finasterid (gegen Haarausfall) offengelegt, im jüngsten Bericht fehlt dieser Hinweis. Das Weiße Haus erklärte auf Nachfrage derWashington Postnur, der Bericht enthalte alle klinisch relevant eingestuften Medikamente. Welche weiteren Präparate werden der Öffentlichkeit vorenthalten?Siebtens fragt Reiner, warum der Präsident den kognitiven Screening-Test MoCA (Montreal Cognitive Assessment) mehrfach absolviert hat. Dieser Test – mit einfachen Aufgaben wie dem Zeichnen einer Uhr – ist ein Basis-Screening, das üblicherweise bei konkreten Bedenken eingesetzt wird. Wurden darüber hinaus ausgefeiltere neurokognitive Untersuchungen durchgeführt?„Die USA haben keinen König“: Arzt fordert unabhängige Kontrolle von Trumps AmtsfähigkeitReiner geht über medizinische Kritik hinaus: Er unterstützt ausdrücklich den Gesetzentwurf von Abgeordnetem Jamie Raskin, der eine unabhängige medizinische Kommission auf Grundlage des 25. Zusatzartikels der US-Verfassung etablieren soll. Diese Kommission würde die körperliche und geistige Fitness amtierender Präsidenten formal bewerten und dem Vizepräsidenten entsprechende Empfehlungen aussprechen können. Raskin hatte sich bereits im Juni 2026 in einem Schreiben an Dr. Barbabella gewandt und die Inkonsistenzen in Trumps Gesundheitsberichten sowie die Weigerung des Weißen Hauses, die Ergebnisse kognitiver Tests offenzulegen, scharf kritisiert. „Die Vereinigten Staaten haben keinen König“, schreibt Reiner. „In einer repräsentativen Demokratie müssen die Menschen Vertrauen in dieGesundheitihres Führers haben – und in seine Fähigkeit, die Nation zu leiten. Wir wurden zu lange im Dunkeln gelassen. “Eine Gefahr für die USA? 36 Fachärzte zweifeln öffentlich an Trumps AmtsfähigkeitReiners Kommentar ist nicht die erste öffentliche Warnung, die aus den Reihen der Ärzteschaft kommt. Am 30. April 2026 brachten die demokratischen Senatoren Sheldon Whitehouse und Jack Reed aus Rhode Island ein Schreiben von 36 Neurologen, Psychiatern und anderen Fachärzten in das offizielle Protokoll des US-Kongresses ein. Das Schreiben selbst wurde am 5. Mai 2026 veröffentlicht. Die Unterzeichner – darunter Mediziner von Harvard, Columbia, Tufts und der George Washington University – erklärten darin, Trump sei geistig nicht in der Lage, das Amt des Präsidenten auszuüben, und forderten seine Amtsenthebung mit größter Dringlichkeit. Als Belege nannten die Ärzte einendeutlichen Rückgang der kognitiven Leistungsfähigkeit, erkennbar an desorganisierter Sprache und inhaltlichen Verwechslungen, sowie wiederholt beobachtete Einschlaf-Episoden während öffentlicher Termine. Hinzu kämen schwer beeinträchtigtes Urteilsvermögen und wahnhafte Überzeugungen. Wegen Trumps alleiniger Verfügungsgewalt über den Einsatz von Atomwaffen sehen die Unterzeichner in seiner Amtsführung eine ernste Gefahr für die Sicherheit der USA und der Welt. DasBritish Medical Journal(BMJ) berichtete am 11. Mai 2026 über das Schreiben. Die Unterzeichner betonten ausdrücklich, es handele sich um ein medizinisches, kein politisches Statement – abgegeben von Ärzten unterschiedlicher politischer Überzeugungen, Religionen und Hintergründe. Trotz gesundheitlicher Auffälligkeiten: Trumps Arzt sieht ihn als voll dienstfähigTrotz der ganzen Fragen bleibt die offizielle Position des Weißen Hauses unerschütterlich: Trumps Leibarzt Dr. Sean Barbabella bescheinigte dem 80-jährigen Präsidenten in seinem Gesundheitsmemo vom Mai 2026 einen insgesamt guten Gesundheitszustand und erklärte ihn für voll dienstfähig. Zugleich empfahl er Trump, sich mehr zu bewegen. Seit der vorherigen Untersuchung hatte der Präsident rund sechs Kilogramm zugenommen. Die auffälligen Blutergüsse an Trumps Händen erklärte das Weiße Haus mit einer Kombination aus häufigem Händeschütteln und der regelmäßigen Einnahme von Aspirin. Sprecherin Karoline Leavitt verwies zudem auf die blutverdünnende Wirkung des Medikaments. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung des Gesundheitszustands gibt es für US-Präsidenten nicht. Die Veröffentlichung medizinischer Untersuchungen hat sich seit der Nixon-Regierung zwar als politische Tradition etabliert, bleibt aber freiwillig. Welche Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, entscheidet letztlich das Weiße Haus. (Quellen: New York Times, British Medical Journal, The Daily Beast, STAT News, The Hill)(jal)

Quelle: kreiszeitung.de

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