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Spanische Regierung beschließt wissenschaftlichen Klimarat gegen Klimawandel

Zuerst veröffentlicht am 28/07/2026 - 19:47 MESZDer Ministerrat hat an diesem Dienstag die Einrichtung eineswissenschaftlichen Panels für Maßnahmen gegen den Klimawandelbeschlossen. Das neue Beratungsgremium. . .

Von Rafael Salido · · 3 min Lesezeit

Spanische Regierung beschließt wissenschaftlichen Klimarat gegen Klimawandel

Zuerst veröffentlicht am 28/07/2026 - 19:47 MESZDer Ministerrat hat an diesem Dienstag die Einrichtung eineswissenschaftlichen Panels für Maßnahmen gegen den Klimawandelbeschlossen. Das neue Beratungsgremium soll „unabhängige“ und „multidisziplinäre“ Analysen liefern, um die Ausarbeitung staatlicher Maßnahmen zur Bewältigung der Klimanotlage zu unterstützen. „Diese Arbeitsgruppe wird unabhängige, fundierte und multidisziplinäreAnalysen liefern, die auf die Bedürfnisse der Ressorts der Regierung eingehen, und sie wird das Expertenwissen stärker in öffentliche Entscheidungen einbinden“, teilte das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten in einemKommuniqué(Quelle auf Spanisch)mit. Die Initiative geht auf das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten sowie auf das Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung zurück. Das Expertengremium sollim Herbst offiziell eingesetzt werden. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Spanien gegen eine beispiellose Serie von Bränden kämpft, darunter der Waldbrand in Ávila, derbereits mehr als 77. 000 HektarWaldfläche zerstört hat und schon jetzt als der größte Brand in der Geschichte des Landes gilt. Nach der jüngsten Bilanz der Regierung mussten mehr als 63. 000 Menschen evakuiert werden. Weitere 35. 000 Menschen dürfen ihre Wohnungen weiterhin nicht verlassen. Nach dem jüngstenLagebericht(Quelle auf Spanisch)des Ministeriums für den ökologischen Wandel sind seit Jahresbeginn in Spanienbereits 172. 396 HektarWaldgebiet von Bränden betroffen. Das entspricht nahezu der Hälfte der Gesamtfläche, die im Jahr 2025 im Land brannte. Die Kosten der aktuellen Brandwelle in Spanienkönnten sich allein für die Löscharbeiten auf 3,275 Milliarden Euro belaufen. Einsatzprotokolle und mögliche SzenarienNach Angaben der Regierung wird die neue Arbeitsgruppe „Berichte mit wissenschaftlicher Evidenz und Vorschläge für Einsatzprotokolle“ vorlegen und„künftige Szenarien infolge des Klimawandels“ skizzieren. Nach der Billigung des Beschlusses beginnt im Sommer das Auswahlverfahren für das wissenschaftliche Personal, das die Arbeitsstruktur des Panels bilden soll. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Ausarbeitung von Einsatzprotokollen und die Beantwortung von Anfragen, umstaatliche Maßnahmen zu steuern, sowohl in Alltagssituationen als auch in „Krisen und Notlagen“. Außerdem soll das Gremium Zukunftsanalysen entwickeln, um mögliche Szenarien der Klimanotlage frühzeitig zu antizipieren. Die Steuerung des Panels erfolgt auf zwei Ebenen. Zum einen führt ein organisatorisch und technisch ausgerichteter Ausschuss die Geschäfte,koordiniert das Auswahlverfahren für die Expertinnen und Expertenund bündelt die Anfragen nach Gutachten. Zum anderen erarbeitet ein wissenschaftlicher Rat Studien und fachliche Stellungnahmen. Diesem Rat gehörenzehn Forschende von „anerkanntem Renommee“an. Sie kommen aus Disziplinen wie Klimawissenschaften, Ökologie, Geografie, Wasserressourcenmanagement, nachhaltige Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Meeresumwelt, Ingenieurwesen für die ökologische Transformation, Umweltrecht, Umweltsoziologie und Verhaltenswissenschaften. Mit der Einrichtung des Panels setzt die Regierung die erste Säule desStaatsabkommens zur Bewältigung der Klimanotlageum, das sie im September 2025 vorgestellt hat. Nach Angaben des Kabinetts wurde der Entwurf in einem Beteiligungsprozess überarbeitet, bei dem rund 4. 000 Beiträge von etwa 1. 300 Akteuren eingingen.

Quelle: de.euronews.com

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