Statt US-Waffen: Israel plant eigene Rüstungsindustrie | Nahost-News
Newsblog zum Krieg in NahostIsrael will sich von USA unabhängig machenAktualisiert am 23. 06. 2026 - 13:52 UhrLesedauer: 7 Min. Der US-Vizepräsident äußert sich zu den Gesprächen mit dem Iran. Doch Teheran will. . .

Newsblog zum Krieg in NahostIsrael will sich von USA unabhängig machenAktualisiert am 23. 06. 2026 - 13:52 UhrLesedauer: 7 Min. Der US-Vizepräsident äußert sich zu den Gesprächen mit dem Iran. Doch Teheran will von dem von ihm angekündigten "Meilenstein" nichts wissen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 23. JuniIsrael will Unabhängigkeit von US-WaffenlieferungenIsraels MinisterpräsidentBenjamin Netanjahustrebt den Aufbau einer eigenen und von denUSAunabhängigen Rüstungsindustrie an. Netanjahu erklärte auf X, er schätze die Unterstützung der USA sehr,Israelmüsse sich jedoch aus dieser Abhängigkeit befreien und eigene, unabhängige Rüstungssysteme entwickeln. Netanjahu erklärte zudem, Israel habe demIranund dessen Verbündeten einen Schlag versetzt. Der Konflikt sei jedoch noch nicht beendet. Es hänge von Israels Stärke ab, wo es in 30 Jahren stehen werde. Ziel sei es: "Unabhängigkeit von anderen erreichen, immer mehr Stärke aufbauen, immer mehr Technologie einführen, immer mehr Generationen von Kommandeuren ausbilden". Netanjahu: Israel hält an "Sicherheitszone" im Südlibanon festIsrael wird laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unverändert an seiner selbst deklarierten "Sicherheitszone" im Südlibanon festhalten. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die Netanjahu nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir auf X veröffentlichte. Die israelischen Streitkräfte werden demnach weiter im Nachbarland operieren, um Gefahren gegen eigene Soldaten und Bürger abzuwenden. Außerdem solle die Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz zerstört werden. Oberstes Prinzip bleibe die Sicherheit israelischer Bürger und Soldaten. Es würden dabei keine Kompromisse eingegangen. Hisbollah wirft Israel Verstoß gegen Waffenruhe vorDie libanesische Hisbollah-Terrororganisation wirft den israelischen Streitkräften einen Verstoß gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Soldaten hätten am Dienstag mit dem Iran verbündeten Islamisten attackiert. Dabei seien zwei Menschen getötet und weitere Menschen verletzt worden. Die Hisbollah verurteilt den Beschuss, äußert sich jedoch nicht zu möglichen Vergeltungsmaßnahmen. Iran widerspricht Vance: Kein Zugang für AtominspekteureDer Iran will der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) den Zugang zu den bei Luftangriffen der USA und Israels zerstörten Atomanlagen verwehren. "Wir hatten kein Treffen mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation und wir planen auch nicht, dass die Organisation die beschädigten iranischen Nuklearanlagen inspiziert", erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Dienstag. US-Vizepräsident JD Vance hatte am Montag nach den Gesprächen mit iranischen Vertretern in der Schweiz erklärt, Teheran habe zugestimmt, wieder Inspektoren der IAEA ins Land "einzuladen". Er sprach von einem "wichtigen Meilenstein". Libanon und Israel wollen in Washington verhandelnHochrangige Vertreter Israels und des Libanons wollen am Dienstag inWashingtoneine neue Verhandlungsrunde starten. "Die Gespräche werden mit dem Ziel fortgesetzt, ein umfassendes Friedens- und Sicherheitsabkommen zwischen den beiden Ländern voranzubringen", sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Es ist die fünfte Verhandlungsrunde zwischen beiden Ländern seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Terrormiliz, die an den Gesprächen nicht beteiligt ist und diese ablehnt. "Wir ermöglichen es Israel und demLibanon, als zwei souveräne Staaten zu verhandeln", sagte der US-Regierungsvertreter. Die beiden Nachbarländer unterhalten eigentlich keine diplomatischen Beziehungen miteinander, sie befinden sich vielmehr offiziell im Kriegszustand. Die pro-iranische Hisbollah hatte den Libanon Anfang März mit Angriffen auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Ziele im Libanon und rückte zudem mit Bodentruppen im Süden des Landes vor. Eine inzwischen von beiden Ländern vereinbarte Waffenruhe erkennt die Hisbollah nicht an. Vance: Iran will Atominspekteure ins Land lassenDer Iran will nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht, sagte Vance zum Ende seiner Gespräche mit der iranischen Seite in der Hotelanlage Bürgenstock Resort in der Schweiz. Die Verhandler hätten um 2 Uhr versucht, die Inspektoren zu erreichen, aber die meisten seien nicht ans Telefon gegangen. Der Iran bestätigte allerdings nicht, dass eine erneute Einreise von Inspektoren erlaubt werde. Eine entsprechende Entscheidung müsse zuvor mit dem Parlament und dem Nationalen Sicherheitsrat abgestimmt werden, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. US-PräsidentDonald Trumpbekräftigte auf seiner PlattformTruth Social, der Iran müsse die IAEA wieder ins Land lassen. "Jeder ist sich voll bewusst, dass der Iran umfangreichen Waffeninspektionen zustimmen wird, um 'nukleare Ehrlichkeit' auf lange Sicht zu gewährleisten", schrieb er. Montag, 22. JuniIran: Freigabe von 12 Mrd. Dollar iranischer Guthaben unterschriebenDer Iran erklärt, bei den jüngsten Gesprächen in der Schweiz seien die Unterschriften unter die Vereinbarung gesetzt worden, zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Guthaben freizugeben. Zudem hätten sich beide Seiten geeinigt, einen Kommunikationsweg für Schiffsdurchfahrten in derStraße von Hormuszu etablieren, um einen Konflikt zu vermeiden.