Studie: Klimawandel verstärkt Dürre
Hitze und wenig Regen lassen Europas Böden austrocknen. Das belastet vor allem die Landwirtschaft. 23. 07. 2026 | 0:28 minDie anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Monate hat laut einer Studie als. . .
Hitze und wenig Regen lassen Europas Böden austrocknen. Das belastet vor allem die Landwirtschaft. 23. 07. 2026 | 0:28 minDie anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Monate hat laut einer Studie als Folge desKlimawandelsdie Dürre in Europa weiter verstärkt. Ausschlaggebend ist nicht allein der Niederschlagsmangel, sondern vor allem die durch Hitze dramatisch gestiegene Verdunstung, wie die Forschungsergebnisse der World Weather Attribution (WWA) aufzeigen. Beteiligt daran waren auch Forschende des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Klimaexpertin:"2026 wird zu den wärmsten Jahren überhaupt zählen"Der Europäische Klimazustandsbericht zeigt, dass sich seit 1980 Europa deutlich schneller erhitzt als der globale Durchschnitt. 29. 04. 2026 | 1:37 minKlimawissenschaftler: Tendenz zu trockenen Böden steigt"Trotz höherer Winterniederschläge in weiten Teilen Europas beobachten wir inzwischen bereits im Frühjahr (. . . ) eine verstärkte Tendenz zu ungewöhnlicher Austrocknung der Böden", sagte Dominik Schumacher vom Institut für Atmosphären- und Klimawissenschaften der ETH Zürich. "Das haben wir selbst verursacht. "Mit steigenden Temperaturen nimmt der "Durst" der Atmosphäre rasch zu und entzieht Flüssen, Seen, Stauseen und Böden Feuchtigkeit. Dominik Schumacher, ETH ZürichWie sich die Dürre in den verschiedenen Bodenschichten auswirkt und welche Folgen das hat - eine Übersicht. 14. 08. 2023 | 1:18 minBodendürren fünfmal wahrscheinlicherLandwirtschaftliche Bodendürren in Westeuropa sind der Studie zufolge etwa fünfmal wahrscheinlicher geworden als vor der Industrialisierung. In Osteuropa, wo trockene Bedingungen seit sechs Monaten anhalten, sei die Bodendürre etwa elfmal wahrscheinlicher, teilten die Autorinnen und Autoren mit. Niederschlagsdefizite, die früher keine Dürre ausgelöst hätten, würden heute zu Dürrebedingungen führen. In beiden Untersuchungsregionen habe der Klimawandel die Schwere der beobachteten Dürre erhöht. Diesen Frühling regnet es zu wenig. In Ungarn kämpfen Landwirte mit den trockenen Böden, in Polen herrscht teils höchste Waldbrandgefahr30. 04. 2026 | 1:54 min"Am alarmierendsten ist, dass diese Bedingungen bereits bei einer Erwärmung von 1,4 Grad Celsius auftreten", sagte Mariam Zachariah vom Imperial College London. "Sollten die globalen Emissionen die Temperaturen wie prognostiziert auf 2,8 Grad Celsius ansteigen lassen, könnten diese intensiven Verdunstungsbedingungen doppelt so wahrscheinlich werden und Dürren wie diese zu einem regelmäßigen Ereignis machen. "Europa nicht ausreichend auf Klimawandel vorbereitetDürren belasten LandwirtschaftOhne rasche und entschlossene Emissionsminderungen steuere Europa "auf eine Zukunft zu, in der diese glühend heißen, trockenen Sommer immer wieder auftreten", fügte Zachariah an. Für die Studie hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zwölf europäischen Ländern Trends bei Niederschlag, Bodenfeuchte und der potenziellen Evapotranspiration (PET) - ein Maß für den "Durst" der Atmosphäre als Fähigkeit, Feuchtigkeit zu verdunsten - analysiert. Die Niederschlagsbilanz ist in diesem Frühjahr bereits alarmierend: Die Trockenheit hat Deutschland wieder im Griff. 27. 05. 2025 | 9:14 minDie Forscherinnen und Forscher verweisen auf greifbare Folgen. DieDürrebelaste die Landwirtschaft erheblich. "Historische Ernteverluste (. . . ) könnten zusammen mit den anhaltenden globalen Konflikten die Lebensmittelpreise erhöhen und Haushalte mit geringem Einkommen überproportional treffen", heißt es. Was die Trockenheit für die Natur bedeutetUnicef: Klimakrise bedroht fast jedes KindGenannt wird beispielsweise die niedrigste Maisernte Frankreichs seit fünfzig Jahren. Viele Länder in Europa hätten bereits Notfallbeschränkungen oder vorübergehende Verbote für nicht notwendige Nutzungen von Trinkwasser eingeführt. Das könne den finanziellen Druck erhöhen, insbesondere für einkommensschwache Haushalte. Wenig Regen, sinkende Pegel: Im Sauerland und Ruhrgebiet wird Wasser teils knapper. Wie Versorgung gesichert werden kann und warum Sparen im Alltag immer wichtiger wird. 15. 07. 2026 | 2:23 minWichtiger Hinweis in eigener SacheWer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → HierZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Quelle: dpa