Wandern: Diese Bewegungsart hält Körper und Seele fit
Optimal gegen StressWas Wandern im Körper bewirktAktualisiert am 13. 08. 2026 - 07:47 UhrLesedauer: 4 Min. Wandern gilt als Geheimtipp für die Gesundheit. Wie die kräftigende Bewegung auf Körper und Seele. . .

Optimal gegen StressWas Wandern im Körper bewirktAktualisiert am 13. 08. 2026 - 07:47 UhrLesedauer: 4 Min. Wandern gilt als Geheimtipp für die Gesundheit. Wie die kräftigende Bewegung auf Körper und Seele wirkt. Fitnessstudios, Gerätetraining und Bauch-Beine-Po-Work-outs machen nicht jedem gleichermaßen Freude. Viele Menschen bevorzugen Bewegung im Freien in der Natur. Wandern ist Fitnesstraining unter freiem Himmel. Während das Naturerlebnis für Auge und Seele eine Wohltat ist, fördert die körperliche Aktivität Beweglichkeit und Muskelkraft. Was Wandern so wertvoll macht. Wandern liegt im TrendRucksack auf und los geht's. Ruhe in der Natur statt Reizüberflutung, Bewegung ohne Leistungsdruck und echte Erlebnisse statt digitaler Ablenkung: Das sind nur ein paar Aspekte, die Wandern für viele Menschen so attraktiv machen. Ob in der direkten Umgebung, auf speziellen Wanderwegen, im Gebirge oder in flachen Gefilden: Wandern ist in unterschiedlichen Altersgruppen beliebt. Laut Statista unternahmen im Jahr 2023 rund 17,6 Millionen Deutsche einen Wander- oder Rucksackurlaub. Doch nicht nur im Urlaub wandern die Deutschen gerne. Auch als Freizeitaktivität ist Wandern beliebt. Der Großteil der Wanderbegeisterten ist älter als 50 Jahre. Auch Jüngere begeistern sich zunehmend fürs Wandern. Mehr als sechs Millionen Deutsche zwischen 30 und 39 Jahren gehen mindestens ab und zu wandern. Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern ist dabei ausgeglichen. Wandern stärkt Körper und PsycheStudien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität gesundheitliche Vorteile bietet. Auch Wandern kann dazu beitragen. Nicht zuletzt aus diesem Grund motivieren zahlreiche Krankenkassen im Rahmen ihrer Präventionsempfehlungen ihre Mitglieder zum Wandern und bieten entsprechende Angebote an. Wandern kann sowohl zur Prävention als auch zur Begleittherapie verschiedener Zivilisationskrankheiten eingesetzt werden. Dem Bundesministerium für Gesundheit zufolge kann regelmäßige Bewegung Körper und Psyche stärken. Die positiven Effekte des WandernsBeim Wandern ist der gesamte Körper aktiv. Bewegung kann dazu beitragen, das Risiko für Erkrankungen wie Herzinfarkt,Schlaganfall, Diabetes sowie für psychische Erkrankungen, etwa Depressionen, zu senken. Bewegung kann vermutlich sogar die Gehirngesundheit schützen und dazu beitragen, das Risiko kognitiver Beeinträchtigungen undDemenzzu senken. Regelmäßige Bewegung wie Wandern:unterstützt das Immunsystem. verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers. regt die Durchblutung an. stärkt das Herz-Kreislauf-System. kann Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte günstig beeinflussen. verbessert die (Kraft-)Ausdauer. kräftigt Muskeln und unterstützt die Gelenkfunktion. stabilisiert Knochen, Bänder und Sehnen. fördert Gleichgewicht und Koordination. verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit. unterstützt Stressabbau und mentale Entspannung. kann Anspannungen reduzieren und angstlösend wirken. kann die Stimmung verbessern. baut Stresshormone ab. hat positive Effekte auf die Gehirnleistung. unterstützt den Schlaf. Gesund Abnehmen mit WandernAuch wer Gewicht verlieren möchte, kann vom Wandern profitieren. Für übergewichtige Menschen sind nicht nur die schonenden Bewegungsabläufe von Vorteil. Auch der Fettstoffwechsel wird ordentlich angekurbelt. Wie viele Kalorien im Einzelfall verbrannt werden, hängt von Geschlecht, Alter, Körpergröße, Gewicht und natürlich Anstrengungsgrad, Länge der Wanderung, Höhenmetern und Gepäck ab. Zwischen 150 und 400 Kilokalorien pro Stunde können es sein. Der Deutsche Wanderverband führt zwei Beispiele zur Kalorienverbrennung beim Wandern auf:Mann, 1,75 Meter, 70 Kilogramm, 50 Jahre, 1 Stunde Wandern mit normaler Intensität, ohne Gepäck: ca. 277 Kilokalorien; mit erhöhter Intensität: ca. 333 Kilokalorien. Frau, 1,65 Meter, 65 Kilogramm, 50 Jahre, 1 Stunde Wandern mit normaler Intensität, ohne Gepäck: ca. 228 Kilokalorien; mit erhöhter Intensität: ca. 273 Kilokalorien. Wandern lindert StressDas Stresslevel lässt sich durch Wandererlebnisse ebenfalls senken. Umfragen zufolge stehen bei den Motiven zum Wandern das Naturerlebnis sowie die Möglichkeit, Stress abzubauen und sich zu entspannen, an erster Stelle. Beim Wandern kommen mehrere positive Effekte zusammen, darunter das Naturerlebnis, die Bewegung im Freien und beim Wandern mit anderen das Gemeinschaftserlebnis. Stresshormone werden abgebaut. Eine Studie des Deutschen Wanderverbandes zeigt, dass sich 82,7 Prozent der Wanderer nach der Wanderung glücklich und zufrieden fühlen, 73,8 Prozent seelisch ausgeglichener. Wandern ist wie ein Pausenknopf für den Kopf. Regelmäßiges Wandern trägt dazu bei, das Stresserleben zu reduzieren und fördert positive Gefühle wie Zufriedenheit und Dankbarkeit. Bewegung in der Natur wird sogar als Ergänzung zu Psychotherapien genutzt, etwa in der Therapie gegen Depressionen. Wandern: Verweilen im MomentWandern ist wie eine lange Achtsamkeitsübung: Es bietet die Möglichkeit, im Hier und Jetzt anzukommen, im Moment zu verweilen, die Natur zu erleben und eine gewisse Distanz zu Sorgen und Belastungen aufzubauen – besonders auf längeren Touren. Das kann helfen, neue Perspektiven zu bestimmten Themen zu bekommen und Lösungsansätze zu entwickeln. Hinzu kommt: Bewältigte Touren und persönliche Erfolgserlebnisse können das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken. Viele werden mit jeder Tour mutiger und trauen sich mehr zu, was sich auch positiv auf den Alltag auswirken kann. So ist es möglich, widerstandsfähiger gegen Stress zu werden, weniger Ängste zu empfinden, allgemein gelassener zu reagieren und achtsamer durch den Tag zu gehen. Sporteinsteiger? Check beim Arzt machen lassenWandern zählt grundsätzlich zu den besonders schonenden Ausdauersportarten und lässt sich daher auch noch im fortgeschrittenen Alter ausüben. Beim Wandern sollte die Intensität an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst sein und kann mit zunehmendem Training langsam gesteigert werden. Damit der Körper nicht überfordert ist und gesundheitliche Risiken möglichst ausgeschlossen werden, sollten Wander-Neulinge sicherheitshalber einen Gesundheitscheck beim Arzt durchführen lassen, um die eigene Belastbarkeit zu bestimmen. Besonders empfehlenswert ist eine ärztliche Untersuchung für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkproblemen, Diabetes, starkem Übergewicht oder Lungenerkrankungen wie Asthma.