Wenn Hitze zur ernsten Gefahr für die Gesundheit wird: Diese Tipps helfen Ihrem Körper jetzt wirklich
extratipp. comServiceWas Hitze mit dem Körper macht und wie man sich schützen kann: Die besten Tipps für heiße TageStand:14. 08. 2026, 15:14 UhrKommentareHohe Temperaturen können den Körper stark belasten. . . .

extratipp. comServiceWas Hitze mit dem Körper macht und wie man sich schützen kann: Die besten Tipps für heiße TageStand:14. 08. 2026, 15:14 UhrKommentareHohe Temperaturen können den Körper stark belasten. Während der Hitzewelle Ende Juni starben in Deutschland zahlreiche Menschen an den Folgen der heißen Tage. So können Sie sich schützen. Fulda/Gelnhausen – Mehr als 9000 Menschen sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts allein während der extremen Hitzephase Ende Juni in Deutschland gestorben. Angesichts der zunehmend heißen Sommer und immer häufigerer Hitzewellen warnt das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr desMain-Kinzig-Kreisesvor dengesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen und gibt konkrete Empfehlungen für den Alltag. Unter starker Hitzebelastung können bis zu zwei Liter Schweiß pro Stunde verloren gehen. Wer nicht gegensteuert, riskiert gravierende gesundheitliche Folgen. © 123RF/Main-Kinzig-Kreis„Hitze ist weit mehr als ein unangenehmes Wetterphänomen. Sie belastet Herz, Kreislauf, Gehirn und den gesamten Organismus. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen“, erklärt Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr. Um die Körpertemperatur konstant bei etwa 37 Grad zu halten, erweitere der Organismus die Blutgefäße und produziere Schweiß, dessen Verdunstung für Abkühlung sorgt. Warmes Blut werde verstärkt in die Haut geleitet, um überschüssige Wärme abzugeben. Dieser natürliche Kühlmechanismus koste den Körper jedoch viel Energie und Flüssigkeit: Unter starker Hitzebelastung können laut Angaben des Amtes bis zu zwei Liter Schweiß pro Stunde verloren gehen – inklusive wichtiger Elektrolyte. Herz und Kreislauf bei Hitze: Die besten Tipps für heiße TageDie gesundheitlichen Folgen sind vielfältig: Das Herz muss deutlich mehr arbeiten, um den erhöhten Blutfluss aufrechtzuerhalten, während der Blutdruck häufig sinkt. Schwindel, Erschöpfung und Kreislaufprobleme können die Folge sein, im schlimmsten Fall drohen Herzrhythmusstörungen oder ein Kreislaufkollaps. Menschen mit Herzschwäche, Bluthochdruck oder koronarer Herzerkrankung sollten daher besonders vorsichtig sein, regelmäßig den Blutdruck kontrollieren und gegebenenfalls ihre Medikation mit dem behandelnden Arzt besprechen. Auch die Verdauung arbeitet bei großer Hitze langsamer, da die Durchblutung in die Haut verlagert wird. Schwere, fettige Mahlzeiten belasten den Organismus zusätzlich. Empfohlen werden leichte Speisen mit viel frischem Obst und Gemüse sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um den Körper zu entlasten. Das Gehirn reagiert ebenfalls empfindlich auf hohe Temperaturen. Flüssigkeitsmangel kann zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit und Schwindel führen. Studien zeigen der Mitteilung zufolge zudem, dass Hitze die Stimmung beeinflusst: Viele Menschen fühlen sich gereizter, ungeduldiger oder weniger belastbar. Die Forschung spricht in diesem Zusammenhang vom sogenannten „Long-Hot-Summer-Effekt“, der eine erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität bei großer Hitze beschreibt. Außerdem können hitzebedingte Schlafstörungen die Psyche beeinflussen und Depressionen, bipolare Störungen und Demenz ausgeprägter erscheinen lassen, so dieApotheken-Umschau. Langanhaltende Hitze kann verschiedene Erkrankungen verursachen oder verschlimmern, darunter Hitzeerschöpfung, Hitzekrämpfe, Hitzekollaps, Sonnenstich und der lebensbedrohliche Hitzschlag. Warnzeichen sind laut Mitteilung etwa starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder ein hochroter, heißer Kopf nach intensiver Sonneneinstrahlung. Körper verliert an heißen Tagen bis zu zwei Liter Schweiß pro StundeUm sich und andere zu schützen, empfiehlt das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr unter anderem, regelmäßig zu trinken. Am besten Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen, da der Flüssigkeitsbedarf bei Hitze deutlich steigt. Zudem sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Elektrolyten geachtet werden, etwa durch Gemüsebrühe oder kaliumreiches Obst wie Bananen, Aprikosen oder Pfirsiche. Verzichten sollte man auf zuckerhaltige Getränke und auf Alkohol, da dieser dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entzieht. „Wer bei Hitze Alkohol trinkt, riskiert schneller Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder Dehydrierung“, betont die Techniker Krankenkasse auf ihrer Website. Auch körperliche Aktivitäten in der Mittagshitze sollten vermieden und auf die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Überdies empfiehlt das Amt, Kleidung und eine Kopfbedeckung zu tragen und Haut sowie Augen vor UV-Strahlung zu schützen. Wichtig ist es auch, die Wohnräume möglichst kühl zu halten, etwa durch Lüften in den frühen Morgenstunden oder nachts. Hat sich die Wohnung dennoch stark aufgeheizt,kann ein in Griechenland beliebter Flaschentrick beim Kühlen der Wohnung helfen. Unabhängig von all dem rät der Main-Kinzig-Kreis dazu, an heißen Tagen vermehrt auf seine Mitmenschen zu achten, insbesondere auf ältere Menschen sowie Personen mit Herz-, Kreislauf- oder Nierenerkrankungen, die ausreichend Flüssigkeit und Mineralstoffe zu sich nehmen müssen. „Sollten Anzeichen einer Hitzeerkrankung auftreten, ist es wichtig, die betroffene Person sofort an einen kühlen Ort zu bringen, für ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen und gegebenenfalls den Rettungsdienst über die Nummer 112 zu verständigen“, betont Dr. Lenz.