Wo der Klimawandel in Deutschland die größten Gefahren birgt
Die Klimakrise ist kein fernes Thema, sondern weltweite Realität. Mit dem Klimaindex wurde nun berechnet, wo die Gefahren in Deutschland am größten sind. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine. . .

Die Klimakrise ist kein fernes Thema, sondern weltweite Realität. Mit dem Klimaindex wurde nun berechnet, wo die Gefahren in Deutschland am größten sind. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision, die unsere redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für dich bleibt dabei unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch einSymbol gekennzeichnet. Mehr erfahren. Klimawandel auf dem Vormarsch: Index gibt Aufschluss über den Status QuoIhr habt bestimmt selbst schon gemerkt, dass sich das Klima Stück für Stück ändert. Die Durchschnittstemperaturen steigen, es wird windiger, Niederschläge werden stärker und auch Extremwetterlagen sind kein Randphänomen mehr. DerKlimarisikoindexzeigt, dass nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen sind. Er wurde in Zusammenarbeit mit der ERGO-Versicherung und dem Institut für deutsche Wirtschaft erstellt undumfasst alle400 Kreise und kreisfreien Städte. In Küstennähe oder an Flüssen sind die Gefahren besonders hoch, wie der Index klar beweist. In Deutschland ist dieStadt Wilhelmshaven am stärksten gefährdet, mit einer Indexbewertung von 5,7. Diese Wettergefahren sind besonders bedrohlichIm Januar 2026 fällt in Deutschland eine Menge Schnee, an der Küste in Hamburg oder auch in Wilhelmshavendominiert Glatteis den Alltag. In den sozialen Medien häufen sich Kommentare wie:„Seht ihr, es gibt keinen Klimawandel, es schneit doch. “Leider ist diese Sicht auf die Dinge zu kurz gegriffen, denn die Naturgefahren in Deutschland sind nicht zu ignorieren. Im Rahmen der Forschungen für das Risikomodell K. A. R. L wurde ermittelt, von welchen Gefahren Deutschland am stärksten betroffen ist. Es sindSturm, Starkregen und Hitzestress. Sturm gehört zu den größten Bedrohungen und die Risiken sollen bis 2050 weiter steigen. Betroffen sind hier vor allemNeu-Ulm, Lindau und Biberach. Beim Thema Starkregen hat jede vierte Region einen Index von mehr als 7,5, vor allemin den Bergen (Kempten, Oberallgäu oder Märkischer Kreis)ist der Anstieg spürbar. Den meistenZuwachs an Gefahr wird der Faktor Hitze bis 2050 bekommen. Noch ist die Bedrohungslage nicht weit verbreitet, bis 2050 sollen aber von 400 Regionen bis zu 372 unter zunehmender Hitze mit einem Index von mehr als 3 leiden. Diese deutschen Städte sind am stärksten betroffenDie höchsten Risikowerte finden sich im Nordwesten Deutschlands. Küstennahe Regionen schneiden sehr viel schlechter ab als viele west- oder süddeutsche Landkreise. Ganzvorne liegen Städte und Kreise in Niedersachsen, darunter die Wesermarsch, Emden, Wittmund oder Wilhelmshaven. Eine zentrale Rolle spielt dieNähe zur Nordsee, was auch aus infrastruktureller Sicht ein Problem ist. Wenn es häufiger zu Sturmfluten und Überschwemmungen kommt, ist die Gefahr von substanziellen Schäden an Häusern groß. Was vor einigen Jahrzehnten noch eine Ausnahmesituation war, entwickelt sich heutezunehmend zur Norm. Die schleichende Entwicklung sorgt dafür, dass der Klimawandel nach wie vor von einigen Menschen geleugnet wird, doch die Zahlen und Fakten sprechen eine andere Sprache. So wird das Risiko berechnetDer Index setzt sich aus mehreren Einzelrisiken mit unterschiedlich starker Gewichtung zusammen. Ein Teil betrifft Hitze und Trockenheit, Hitzestress und Hitzewellen fließenmit jeweils zehn Prozentin die Gesamtbewertung ein. Wasserknappheit und Dürrestress haben einen Anteil von fünf Prozent. Diese Faktoren spielen vor allem in den Städten und Regionenmit wenig Niederschlagund hoher Versiegelung eine Rolle, denn hier staut sich die Wärme und die Böden trocknen aus. Den größten Anteil am Index habenwasserbezogene Extremereignissewie Starkregen und Sturmfluten. Sie haben ein Gewicht von 15 Prozent, denn sie führen am häufigsten zu Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Weitere Anteile entfallen aufSturm und Tornadosmit jeweils zehn Prozent sowie auf Hagel mit fünf Prozent. Diese Gefahren betreffen zwar weite Teile Deutschlands, führen regional aber zu sehr unterschiedlich starken Schäden. In diesen Gebieten Deutschlands ist das Risiko noch gering ausgeprägtVergleichsweiseniedrige Werte finden sich vor allem in Teilen Süddeutschlandsund in einigen westdeutschen Städten. So sind beispielsweise Kempten im Allgäu, Remscheid, Gütersloh oder Bielefeld noch am geringsten betroffen. Diese Regionen starten aktuell mit niedrigeren Risikowerten, da unter anderem die Sturmflutgefahr weniger ausgeprägt ist als an Orten wie Wilhelmshaven. Dauerhafte Sicherheit ist aber auch für diese Gebiete nicht garantiert. Die Wertespiegeln lediglich den aktuellen Stand wider. Hitzeperioden und Starkregenereignisse nehmen auch dort zu, nur weniger stark als in besonders exponierten Bereichen. Auch wenn die Unterschiede bestehen bleiben, seht ihr in Gesamtdeutschland einen klaren Anstieg. Unsere Kollegen bei familie. de geben im Video Tipps, wie ihr der Umwelt im Alltag etwas Gutes tun könnt. Prognosen bis 2050 zeigen deutliche AnstiegeDie Auswertung enthält nicht nur die aktuellen Werte, sondern zeigt euch auch diePrognosen bis zum Jahr 2050. Daraus wird deutlich, dass in ganz Deutschland ein Anstieg des Klimarisikos zu erwarten ist. Besonders klar zeigt sich das Wachstum aber in jenen Gebieten mit hohen Ausgangswerten. Auch in Zukunft bleiben küstennahe Landkreise und Regionen entlang der großen Flüsse besonders gefährdet. LesenswertMeteorologe erklärt: Deshalb sind Handy-Wettervorhersagen häufig ungenauWer ein Samsung-Handy hat, muss im Sommer diese Einstellungen ändernWar das Missbrauch von Warntechnik?Diese 90er‑ und 2000er‑Werbespots kennt jeder – aber wisst ihr noch, wofür sie warben?Wer ein Balkonkraftwerk hat, muss diese neue Klimaanlage kennenKommunen stehen jetzt vor der Aufgabe,die Infrastruktur anzupassen, den Hochwasserschutz auszubauen und funktionierende Hitzepläne für den Sommer zu entwickeln. Bei gleichzeitiger finanzieller und personeller Knappheit, ist diese Herausforderung kaum zu händeln. Damit ihr selbst extreme Wetterereignisse besser abschätzen könnt, empfehlen wir dieNINA-Appund dieHochwasserkarte des LHP.