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Zwischen zu viel Wasser und zu wenig: Klimawandel setzt Niedersachsen aus mehreren Richtungen zu

leinetal24NiedersachsenStand:06. 06. 2026, 08:07 UhrKommentareEine Klima-Risikoanalyse zeigt: Niedersachsen steht beim Thema Wasser unter Druck. © Jens Büttner/Sina Schuldt/dpaDer Klimawandel trifft. . .

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Zwischen zu viel Wasser und zu wenig: Klimawandel setzt Niedersachsen aus mehreren Richtungen zu

leinetal24NiedersachsenStand:06. 06. 2026, 08:07 UhrKommentareEine Klima-Risikoanalyse zeigt: Niedersachsen steht beim Thema Wasser unter Druck. © Jens Büttner/Sina Schuldt/dpaDer Klimawandel trifft Niedersachsen hart. Das zeigt eine Analyse. Sturmfluten, Überschwemmungen und Dürren belegen: Es geht im Norden viel um das Wasser. Zu viel Wasser im Winter, zu wenig im Sommer – und an der Küste steigt der Meeresspiegel. Niedersachsenerlebt die Folgen des Klimawandels im Wasserhaushalt bereits heute, und die Lage dürfte sich weiter zuspitzen. Das zeigt dieRisikoanalyse des Landes Niedersachsen, die unter Federführung des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Klimawandel (NIKO) erarbeitet wurde. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat dabei in den Bereichen Wasserwirtschaft und Küstenschutz maßgeblich mitgewirkt. Insgesamt wurden 42 Klimarisiken in sieben Handlungsfeldern systematisch erfasst und bewertet. Für die Wasserwirtschaft im Binnenland zeichnet die Analyse ein zweigeteiltes, aber durchweg besorgniserregendes Bild. Im Winter drohen häufigere und intensivere Hochwasserereignisse – begünstigt durch hohe Grundwasserstände, die den Boden zusätzlich sättigen und Abflussspitzen verstärken. Das Winterhochwasser 2023/2024 hat gezeigt, wie real diese Gefahr bereits ist. Ein Risikobericht hat sogar gezeigt, dassNiedersachsen bei den kritischen Klimawandel-Folgen europaweit an der Spitzesteht. Hochwasser, Dürre, Sturmflut: Klimawandel setzt Niedersachsen weiter unter DruckIm Sommer dreht sich laut dem NLWKN das Bild: Längere Trockenperioden und sinkende Grundwasserstände verschärfen die Niedrigwassersituation. Wasser steht dann möglicherweise nicht mehr gleichzeitig in ausreichendem Maße für Ökosysteme, landwirtschaftliche Bewässerung und die öffentliche Wasserversorgung zur Verfügung – Nutzungskonflikte sind also quasi programmiert. An der Küste ist die Bedrohungslage unmittelbar mit dem beschleunigten Meeresspiegelanstieg verknüpft. Höher auflaufende Sturmfluten erhöhen den Druck auf die Deichlinien, gleichzeitig wächst die Gefahr der Grundwasserversalzung auf den Inseln und im Küstenbereich. Analyse zeigt: Niedersachsen steht aufgrund des Klimawandels vor enormen HerausforderungenAuch die Entwässerungssysteme im Hinterland geraten an ihre Grenzen: Wenn Niederschläge im Winter zunehmen, könnten Siel- und Schöpfwerke die Wassermassen nicht mehr vollständig gegen den steigenden Meeresspiegel ableiten – mit der Folge von Überschwemmungen. Immerhin: Bei der Bemessung von Küstenschutzbauwerken wie Deichen und Sperrwerken wird derKlimawandellaut NLWKN bereits berücksichtigt, sodass das Risiko in einigen Bereichen vorerst als eher gering eingeschätzt wird. Die Klimarisikoanalyse soll nun als Grundlage für die Weiterentwicklung der Niedersächsischen Anpassungsstrategie dienen. Der NLWKN betont, dass ein vorausschauendes Wassermanagement dringend geboten sei – von Vorhersage- und Warnsystemen für Extremereignisse bis zu Vorsorgestrategien für Starkregen, Hochwasser und Dürren. Auch die gezielte Speicherung von Wasser in Zeiten des Überflusses könnte künftig an Bedeutung gewinnen.

Quelle: leinetal24.de

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