Börse in Asien: Börsen in Asien brechen wegen Verlusten bei Chipproduktion ein
In China, Japan und Südkorea haben die Börsen mit starken Einbrüchen bei Technologieunternehmen geöffnet. Anleger reagierten auf mögliche Technologiesprünge in China. Quelle: DIE ZEIT, AFP,. . .
In China, Japan und Südkorea haben die Börsen mit starken Einbrüchen bei Technologieunternehmen geöffnet. Anleger reagierten auf mögliche Technologiesprünge in China. Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters,skoAktualisiert am 28. Juli 2026, 8:28 UhrIhr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production. s3. eu-central-1. amazonaws. com/articles/9aa3db2c-8fd5-4d55-ab57-f2a45807d9a4/full_51944c033e3344a74d5958f24684b60a7c7af3ff0f0b3973df2380ec66ebba478972d97cfe98f7cb7c15fef43e019dda. mp33KommentareAn der Börse in Südkorea sind die Kurse stark eingebrochen. © Jung Yeon-Je/ AFP/ Getty ImagesDie Börsen in Seoul und Tokio sind wegen starker Verluste bei Halbleiterwerten abgestürzt. Der südkoreanische Leitindex Kospi brach zeitweise um mehr als zehn Prozent ein, der Nikkei in Tokio verlor mehr als vier Prozent. Auslöser war ein Bericht über einen möglichen chinesischen Technologiesprung bei Maschinen für die Chipproduktion. Doch auch in China brachen Aktien auf ein Wochentief ein und schlossen sich damit einem breiter angelegten Ausverkauf in ganzAsienan. Anleger zeigten sich offenbar auch angesichts hoher Ausgaben für KI-Infrastruktur skeptisch. In Seoul wurde der Handel wegen der Kursverluste für 20 Minuten ausgesetzt. DieAktiender südkoreanischen Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics und SK hynix verloren rund 13 Prozent. Beide Unternehmen büßten fast die Hälfte ihres Börsenwerts ein. In Tokio fiel der Kurs des Speicherchip-Herstellers Kioxia um 18 Prozent. Die Aktien der Halbleiterzulieferer Advantest und Tokyo Electron gaben jeweils um etwa elf Prozent nach. Auch die Börse in Taiwan verlor mehr als vier Prozent, die Aktie des Chipriesen TSMC geriet ebenfalls unter Druck. Mögliche neue Serienproduktion in ChinaDas TechnologieportalThe Informationhatte berichtet, das chinesische Unternehmen Shanghai Yuliangsheng habe mit der Serienproduktion von Maschinen für die Immersionslithografie mit tiefem Ultraviolettlicht (DUV) begonnen. Mit solchen Anlagen werden feine Strukturen auf Siliziumscheiben übertragen, aus denen später Computerchips entstehen. Eine solche Produktion hätte große Auswirkungen auf die KonkurrentenChinasin der Technologiebranche. Denn der Markt für leistungsfähige DUV-Maschinen wird bislang von ASML beherrscht. Am Vortag hatte auch der niederländische Chipmaschinenhersteller an der Börse in Amsterdam mehr als acht Prozent eingebüßt. Eine erfolgreiche chinesische Produktion könnte die Abhängigkeit des Landes von ausländischer Technik verringern und den Wettbewerb mit Herstellern in Südkorea, Taiwan und den USA verschärfen.