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Iran-Krieg setzt US-Waffenarsenal unter Druck – Munitionsengpass mit Folgen für Ukraine und Asien

Fehmarnsches TageblattPolitikUSA im Munitionsengpass: Iran-Krieg erschöpft Waffenarsenale – Folgen für Ukraine und AsienStand:10. 08. 2026, 14:52 UhrKommentareDer Krieg gegen Iran hat die US-Waffenbestände. . .

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Iran-Krieg setzt US-Waffenarsenal unter Druck – Munitionsengpass mit Folgen für Ukraine und Asien

Fehmarnsches TageblattPolitikUSA im Munitionsengpass: Iran-Krieg erschöpft Waffenarsenale – Folgen für Ukraine und AsienStand:10. 08. 2026, 14:52 UhrKommentareDer Krieg gegen Iran hat die US-Waffenbestände erheblich belastet. Die Folgen reichen weit über den Konflikt hinaus und treffen Verbündete weltweit. Washington, D. C. – Fünf Monate Krieg gegen Iran haben die US-Waffenbestände erheblich belastet undauf ein kritisches Niveau sinken lassen. Laut einem Bericht derNew York Timesverfügt das Pentagon derzeit über weniger als 1. 700 Patriot-Abfangraketen – mehr als 1. 500 Einheiten wurden allein im laufenden Konflikt verbraucht. Die Konsequenzen reichen weit über den Nahen Osten hinaus: Verbündete in Europa und Asien warten auf versprochene Waffenlieferungen, und die Ukraine steht zunehmend schutzlos vor russischen Raketenangriffen. Die USA setzen im Krieg gegen Iran umfangreiche Waffensysteme ein. (Symbolbild) © IMAGO/Aaron Schwartz - Pool via CNPDas Ausmaß des Mangels ist nach Einschätzung von Experten das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlplanung. Bereits nach dem Ende des Kalten Krieges hatten die USA die Produktionskapazitäten für Präzisionsmunition systematisch reduziert – in der Annahme, kurze, entscheidende Kriege würden lange Friedensperioden mit ausreichend Nachschubzeit ermöglichen. Diese Kalkulation ist nicht aufgegangen. US-Waffenbestände unter Druck: Wiederauffüllung könnte Jahre dauernMark Cancian, Rüstungsexperte beim Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington, sagte gegenüberThe Atlantic: „Es gibt keine guten Alternativen, um ballistische Raketen zu stoppen. Ohne diese Defensivraketen landen angreifende Raketen ungehindert. Genau das passiert gerade in der Ukraine. “Cancian schätzt, dass die Wiederauffüllung der Lagerbestände auf Vorkriegsniveau – je nach Waffensystem – bis zu fünf Jahre dauern könnte. Selbst eine Rückkehr auf ein Niveau, das US-Kommandeure im Indopazifik als ausreichend betrachten würden, erfordere weitere drei Jahre. Vize-Verteidigungsminister Steve Feinberg soll lautNew York Timeseinen Brief an führende US-Rüstungskonzerne verschickt haben, in dem er binnen 21 Tagen konkrete Pläne zur drastischen Produktionssteigerung forderte. „Mehrjährige Entwicklungszyklen sind inakzeptabel“, schrieb Feinberg dem Bericht zufolge. „Wir müssen unsere Zeitpläne erheblich beschleunigen und die Produktionskapazitäten jetzt ausweiten. “Pentagon widerspricht Berichten über Engpässe – Patriot-Bedarf bleibt ungedecktPentagon-Sprecher Sean Parnell wies die Berichte übergefährlich niedrige Beständezurück. „Behauptungen über US-Munitionsengpässe sind falsch“, erklärte er gegenüberThe Atlantic. „Wir haben alles, was notwendig ist, um zum Zeitpunkt und an dem Ort zu schlagen, den der Präsident wählt. “Dennoch: Vor dem Krieg produzierte die USA lautThe Atlanticrund 300 Patriot-Raketen pro Jahr, die Hälfte davon für Verbündete. Die Produktion wurde inzwischen verdoppelt – reicht aber bei weitem nicht aus, um den Kriegsbedarf zu decken. Für das Patriot-System sei laut Cancian nicht vor 2030 damit zu rechnen, dass das Angebot die Nachfrage deckt. Waffenmangel setzt Ukraine unter Druck – und schwächt US-Reserven für ChinaDieAuswirkungen des Engpasses treffen die Ukrainebesonders hart. Während Russland seine Raketenproduktion im Inland hochfährt, können die westlichen Partner die Lieferung von Luftabwehrsystemen nicht in ausreichendem Tempo aufrechterhalten. Zugleich sind die Reserven an weitreichenden ATACMS-Raketen und Precision Strike Missiles so stark erschöpft, dass Washington Waffenlieferungen an Partner verzögern muss. DerKyiv Postzufolge schränkt dies auch das Arsenal ein, das zur Unterstützung der Ukraine eingesetzt werden könnte. Die langfristigen Folgen des Waffenmangels zeigen sich auch in Asien. Um den Feldzug gegen Iran aufrechtzuerhalten, hat das Pentagon dem Bericht derNew York Timeszufolge Hunderte moderner Abfangraketen aus Südkorea und anderen asiatischen Ländern in den Nahen Osten umgeleitet. Darunter auch Teile des Tomahawk-Arsenals, das im Falle eines Konflikts mit China als unverzichtbar gilt. Schwindende US-Waffenbestände verschärfen Sorgen in Asien – Ölpreis steigtLautThe Atlanticwächst in Washington die Sorge, dass Südkorea und Japan angesichts der geschwächten konventionellen US-Schutzmacht erwägen könnten, eigene Nuklearkapazitäten aufzubauen. Cancian brachte es gegenüber dem Magazin auf den Punkt: Theoretisch gebe dasPekinggenug Zeit, um den amerikanischen Mangel auszunutzen – etwa mit einer Invasion Taiwans. Der Konflikt hat auch wirtschaftliche Rückwirkungen. Seit Iran die Straße von Hormus erneut blockiert hat – nachdem US-PräsidentDonald Trumpam 8. Juli das Ende eines kurzen Waffenstillstands verkündete –, ist der Brent-Rohölpreis auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Chinesische Raffinerien haben daraufhin verstärkt russisches Rohöl der Sorte ESPO Blend bezogen, das vom Pazifikhafen Kozmino verschifft wird, wie dieKyiv Postberichtet. Händler bezeichnen russisches Öl trotz geringerer Preisnachlässe als „sicherere“ und „günstigere“ Alternative. (Quellen: The New York Times, The Atlantic, Kyiv Post, Center for Strategic and International Studies)(jal)

Quelle: fehmarn24.de

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