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250 Jahre USA: "Sind sie stolz, Amerikaner zu sein?"

Die USA feiern ihren 250. Geburtstag. Doch statt in Feierstimmung sind viele US-Amerikaner unzufrieden mit der Politik des Präsidenten. Kehren die Menschen Donald Trump den Rücken?24. 06. 2026 | 47:26 min"Sind. . .

Von @ZDFheute · · 5 min Lesezeit

250 Jahre USA: "Sind sie stolz, Amerikaner zu sein?"

Die USA feiern ihren 250. Geburtstag. Doch statt in Feierstimmung sind viele US-Amerikaner unzufrieden mit der Politik des Präsidenten. Kehren die Menschen Donald Trump den Rücken?24. 06. 2026 | 47:26 min"Sind Sie stolz, Amerikaner zu sein?"Zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten haben wir diese Frage Menschen in Washington gestellt. In der Hauptstadt leben Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der USA, gleichzeitig zieht sie jedes Jahr Millionen Besucher aus dem ganzen Land an. Luis, geboren in El Salvador, lebt heute in MarylandQuelle: ZDFLuis: Der amerikanische Traum"Ich bin stolz. Ich mag Amerika", Luis lächelt sofort: "Die Möglichkeiten hier sind die besten - für Arbeit, für die Familie und für die Religion. "1985 verlässt er El Salvador, Bürgerkrieg, Gewalt und fehlende Perspektiven treiben ihn in die USA. Eine Ausbildung hatte er nicht, zunächst arbeitet er auf dem Bau, später gründet er eine eigene Baufirma. Heute führt einer seiner drei Söhne das Unternehmen weiter. Ein weiterer Sohn ist Zahnarzt, der dritte studiert Strafrecht. Dass seine Kinder diese Chancen haben, sieht der 68-Jährige als einen der größten Vorzüge seines neuen Heimatlandes. Wenn man hierherkommt und nach Chancen sucht - die Chancen sind da. Man muss sie nutzen. Luis, US-AmerikanerDer 4. Juli, an dem die USA ihre Unabhängigkeit feiern, sei für ihn etwas Besonderes. In El Salvador werde der Nationalfeiertag "nicht mit Feuerwerk" gefeiert. 250 Jahre USA - Freiheit und Gleichheit nur ein Mythos?250 Jahre Kriege der USA: Amerikas Problem ist nicht Schwäche - sondern StärkeDie USA werden 250 Jahre alt. Was ist eigentlich vom "American Dream" geblieben? Gilt Gerechtigkeit und Freiheit für alle - oder nurmehr für einige Privilegierte?09. 06. 2026 | 44:05 minTristan: Ein kritischer BlickStolz auf Amerika? "Nicht wirklich", antwortet Tristan etwas beschämt. "Ich finde, dieses Land hat viele schreckliche Dinge getan. "Es macht mich irgendwie traurig, Amerikaner zu sein. Tristan, US-AmerikanerDer Student lebt heute in Washington, D. C. , geboren wurde er in Pennsylvania. Seit etwa fünf Jahren blickt er kritischer auf sein Land. Besonders kritisch sieht er die Rolle der USA in der Welt. Amerikas Anspruch, als "Weltpolizist" aufzutreten, lehnt er ab. Seine Kritik richtet sich dabei nicht nur gegen Donald Trump. Trump habe diese Entwicklung zwar verschärft, sagt er, doch auch die Demokraten hätten dieselbe Politik fortgeführt - "nur weniger unverblümt". Den Independence Day bezeichnet er dagegen schlicht als "einen weiteren Tag". Feiern wird er nicht. Tristan, geboren in Pennsylvania, studiert in Washington, D. C. Quelle: ZDFHarry und Connie: Patriotismus und GlaubeHarry muss nicht überlegen:Es ist das großartigste Land der Welt. Harry, US-AmerikanerJe mehr Länder er bereist habe, desto größer sei sein Stolz auf die USA geworden, erzählt der 68-Jährige aus Florida. Besonders schätze er die Freiheit und die Möglichkeiten, die das Land biete. Seine Frau Connie sieht das ähnlich - allerdings nicht ganz ohne Einschränkung. "Ich bin weniger stolz, wenn sich unser Land von Gott entfernt. "Ihr Stolz hänge davon ab, wohin sich das Land entwickle. Zurzeit habe sie allerdings das Gefühl, Amerika finde wieder stärker zu seinem Glauben zurück. Religionsfreiheit sei für sie einer der größten Werte des Landes. Den Independence Day bezeichnet sie deshalb als "die Verkörperung der Freiheit. "Harry und Connie, aus FloridaQuelle: ZDFGloria: Freiheit als neue Heimat"Ich fühle mich frei. " Gloria lächelt. Die Studentin kam als Flüchtling aus Ruanda in die USA, heute ist sie amerikanische Staatsbürgerin. Religions- und Meinungsfreiheit seien für sie die größten Werte des Landes. Je älter sie geworden sei und je mehr sie über die USA gelernt habe, desto mehr habe sie diese Freiheiten schätzen gelernt. "Es gibt nicht viele Menschen auf der Welt, die frei sagen können, wofür sie stehen oder ihren Glauben so ausleben können. " Wenn sie einmal Kinder hat, sollen auch sie in den USA aufwachsen. Ich finde, die USA sind ein gutes Land für Kinder, weil sie hier frei sind. Gloria, US-AmerikanerinGloria lebt in Florida, in Ruanda geborenQuelle: ZDFRetina: Liebe zu Amerika und Trump"Ich bin sehr stolz, Amerikanerin zu sein. " Daran lässt die Besucherin aus Florida keinen Zweifel. Für sie gehört dazu auch ihre Unterstützung für Donald Trump. "Ich liebe Donald Trump. Er sagt, was er denkt, setzt Dinge um und weiß als Geschäftsmann, wie man Dinge führt. "Die USA seien für sie das freieste Land der Welt, nirgendwo anders habe sie sich so frei gefühlt. Mit Blick auf den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten sagt sie:Wenn man darüber nachdenkt, sind 250 Jahre eigentlich gar nicht so lang. Ich bin stolz, Teil dieses kleinen Stücks Geschichte zu sein. Retina, US-AmerikanerinRetina, aus FloridaQuelle: ZDFOlivia: Zwischen Stolz und ZweifelOlivia hält kurz inne: "Das ist im Moment eine richtig schwere Frage für mich. " Einerseits sei sie stolz auf ihr Land und die Menschen. "Aber ich bin nicht immer stolz darauf, wie unser Land international auftritt - und auf manche Entscheidungen, die wir als Land treffen. "Den Independence Day verbringt die Medizinstudentin aus Colorado in diesem Jahr bewusst nicht in Washington. Die Stadt werde ihr an den Feiertagen "einfach zu viel". Was sie stört: Patriotismus werde inzwischen oft sofort politisch verstanden. Wer sage, dass er stolz auf Amerika sei oder den 4. Juli feiere, dem würden schnell bestimmte politische Ansichten zugeschrieben. Ich wünschte, wir könnten einfach stolz auf unser Land sein, ohne dass das gleich etwas Tieferes oder Politisches bedeutet. Olivia, US-AmerikanerinOlivia, kommt aus Colorado, studiert in Washington, D. C. Quelle: ZDFDie Interviews führte Fränzi Meyer, Reporterin im ZDF-Studio Washington, D. C. 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Quelle: heute.de

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