Abkommen mit den USA: Iran lobt seine "Diplomatie der Stärke"
Newsblog zum Krieg in NahostIran spricht von "Diplomatie der Stärke"Aktualisiert am 17. 06. 2026 - 23:36 UhrLesedauer: 16 Min. Trump droht dem Iran. Die Bundesregierung bereitet einen Militäreinsatz in der. . .

Newsblog zum Krieg in NahostIran spricht von "Diplomatie der Stärke"Aktualisiert am 17. 06. 2026 - 23:36 UhrLesedauer: 16 Min. Trump droht dem Iran. Die Bundesregierung bereitet einen Militäreinsatz in der Straße von Hormus vor. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 17. JuniIran spricht von "Diplomatie der Stärke"Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf hat die aktuelle Strategie Teherans gegenüber denUSAals "Diplomatie der Stärke" bezeichnet - die laufenden Gespräche unterschieden sich grundlegend von den Verhandlungen 2015 in Wien. "Der entscheidende Unterschied liegt heute darin, dass die militärischen Erfolge des Landes uns aus einer Position der Stärke in die Verhandlungen gehen lassen", sagte Ghalibaf dem Staatssender Irib. Das sind die Details des Iran-AbkommensDie Details des geplanten Rahmenabkommens zwischenWashingtonund Teheran sind jetzt bekannt. Aus den USA gab es eine Bestätigung über die Einzelheiten. Der Deal soll bereits am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden. Hier lesen Sie mehr über den Iran-Deal. "Größte Energiekrise der Geschichte": Ölvorräte in Industriestaaten so niedrig wie nieWeltweit schrumpfen die Ölvorräte im Rekordtempo – der Iran-Krieg hat die Lage dramatisch verschärft. Die IEA spricht von der größten Energiekrise der Geschichte. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Trumps Iran-Deal soll schon heute unterzeichnet werdenInternationale Medien berichten übereinstimmend über 14 Punkte, auf die sich Teheran und Washington geeinigt haben sollen. DerIranund die USA widersprechen – teilweise. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Trump: "Dann werfen wir wieder Bomben auf ihre Köpfe"US-PräsidentDonald Trumphat dem Iran trotz einer vorläufigen Vereinbarung mit neuen Militärschlägen gedroht, sollte sich die Regierung in Teheran nicht kooperativ zeigen. Bei dem Zwischenabkommen handele es sich nicht um eine endgültige Vereinbarung, sagte Trump am Mittwoch am Rande des G7-Gipfels in Evian. "Es ist eine Absichtserklärung. Und wenn sie mir nicht gefällt, werden wir den Iran wieder beschießen und ihnen Bomben auf den Kopf werfen. Wenn sie mir nicht gefällt, wenn sie sich nicht benehmen, werden wir sofort wieder Bomben mitten auf ihre Köpfe werfen, okay?", erklärte er. Die Vereinbarung soll von beiden Seiten am Freitag in Genf unterzeichnet werden. Offiziell bekannt geworden sind die Inhalte bislang nicht. Berichten zufolge soll binnen 60 Tagen nach der Unterzeichnung ein Friedensvertrag ausgehandelt werden. Grundsätzlich lobte Trump das von seiner Regierung ausgehandelte Rahmenabkommen. "Das ist eine sehr gute Vereinbarung", sagte er. Zwar wisse niemand genau, was darin festgehalten sei, "aber sie ist sehr solide, und die meisten Menschen scheinen sehr zufrieden zu sein". Eine sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran sei in der Vereinbarung allerdings nicht enthalten. Die Einigung sei zudem ein Segen für die Finanzmärkte, sagte der US-Präsident weiter. "Es gibt nichts Klügeres als den Markt", sagte Trump mit Blick auf die jüngsten Kursgewinne infolge des Abkommens. Die Alternative wäre eine weltweite Krise gewesen. Die Ölpreise lagen am Mittwoch knapp über einem Dreimonatstief. Trump sagte weitere Rückgänge voraus: "Ich denke, die Ölpreise könnten noch weiter sinken als vor dem Krieg. "Interview zum Iran-Deal: "Das ist schon irre"Donald Trump zieht sich aus dem Iran-Krieg zurück, ohne seine Kriegsziele erreicht zu haben. Wladimir Putinkämpft dagegen geschwächt weiter in derUkraine. Der Topdiplomat und frühere Merkel-Berater Christoph Heusgen sieht klare Verlierer dieser Krisen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Bundesregierung plant baldigen Marineeinsatz in Straße von HormusDieBundesregierunghat laut einem "Spiegel"-Bericht bereits einen Text für ein Bundestagsmandat für eine Beteiligung an einem internationalen Militäreinsatz zur Sicherung derStraße von Hormusvorbereitet. Nachdem das Auswärtige Amt und das Bundesverteidigungsministerium den Text ausgearbeitet hätten, könne das Kabinett ihn bereits nächste Woche beschließen, wenn die Regierungsspitze bis dahin eine entsprechende politische Entscheidung treffe, hieß es am Mittwoch in einer Vorabmeldung des "Spiegel". Die endgültige Entscheidung würde dann beim Bundestag liegen. Er müsste dem Einsatz mit einfacher Mehrheit zustimmen. BundeskanzlerFriedrich Merz(CDU) hatte bislang ein internationales Mandat zur Voraussetzung für die Entsendung deutscher Soldatinnen und Soldaten erklärt, vorzugsweise eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates. Ein schneller Beschluss des Gremiums über eine internationale Sicherungsmission ist derzeit aber nicht absehbar. Auch ein neues EU-Mandat oder eine Änderung bestehender EU-Mandate, die als Alternative infrage kommen, dürften nicht in wenigen Tagen zu bewerkstelligen sein. G7: Iran-Deal bietet "historische Chance"Die G7-Staaten sehen in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran eine "historische Chance", Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Der von US-Präsident Donald Trump erzielte Deal, der am Freitag von beiden Kriegsparteien unterzeichnet werden soll, könne "Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen", heißt es in einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Évian. "Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen", heißt es in der Erklärung der G7 weiter. In Bezug auf die Straße von Hormus bekräftigten die G7-Staaten, dass "das Recht auf ungehinderte und gebührenfreie Durchfahrt die Grundlage des internationalen Handels bildet". Es seien nun Verhandlungen mit dem Ziel eines "umfassenden und weitreichenden" Folgeabkommens nötig, um "die von Iran in der Region und darüber hinaus ausgehenden Bedrohungen" anzugehen und "sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erlangt", heißt es weiter. Loading. . . Loading. . . Loading. . . In Bezug auf den Konflikt zwischenIsraelund der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz imLibanonheißt es in der Erklärung, die G7 unterstützten durch einen "sofortigen und wirksamen Waffenstillstand" die Bemühungen der libanesischen Führung, die Entwaffnung der Hisbollah zu erreichen und die territoriale Integrität des Libanon "mit angemessenen internationalen Sicherheitsgarantien zu schützen". Trump kritisiert israelisches Vorgehen im LibanonUS-Präsident Donald Trump hat auf dem G7-Gipfel inFrankreichungewöhnlich offene Kritik am militärischen Vorgehen Israels gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon geübt. "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht", sagt Trump. In diesen Gebäuden seien viele Menschen, von denen nicht alle zur Hisbollah gehörten.