„Angemessene Maßnahmen“: Iran droht Schiffen in der Straße von Hormus – Waffenruhe mit den USA wackelt
StartseiteWirtschaftTeheran warnt vor Durchfahrt der Straße von Hormus ohne GenehmigungStand:25. 06. 2026, 17:52 UhrKommentareUns auf Google folgenTrump betont, dass die Verhandlungen mit dem Iran positiv. . .

StartseiteWirtschaftTeheran warnt vor Durchfahrt der Straße von Hormus ohne GenehmigungStand:25. 06. 2026, 17:52 UhrKommentareUns auf Google folgenTrump betont, dass die Verhandlungen mit dem Iran positiv verlaufen. Aus Teheran dringen nun jedoch Drohungen wegen der Straße von Hormus nach außen. Washington, D. C. /Teheran – Die Einigung zwischen den USA und Iranhat am Ölmarkt bereits für spürbare Entspannung gesorgt. Doch trotz der ausgehandelten Waffenruhe von 60 Tagen steht das Abkommen auf wackeligen Füßen. US-PräsidentDonald Trumphatte auf seiner Online-Plattform Truth Social zwar versichert, dass der Iran von Gebühren für die Durchfahrt der wichtigen Straße von Hormus absehen werde. Doch sollte Teheran diesem Versprechen nicht nachkommen, würden die laufenden Verhandlungen „sofort“ abgebrochen. Die iranische Revolutionsgarde warnt vor ungenehmigten Durchfahrten durch die Straße von Hormus. © -/dpaJetzt hat Iran seinerseits die Muskeln spielen lassen und seine Präsenz in der für den Öl- und Gashandel unverzichtbaren Meerenge betont. So berichtete die NachrichtenagenturAFP, dass das Regime Schiffe davor gewarnt habe, ohne Genehmigung die Straße von Hormus zu passieren. Die „einzige zulässige Route“ durch die für den Welthandel wichtige Meerenge werde „von der Islamischen Republik Iran bekannt gegeben“, erklärten die iranischen Revolutionsgarden am Donnerstag (25. Juni). Keine Durchfahrt durch die Straße von Hormus ohne Genehmigung IransAuf eine ungenehmigte Durchfahrt werde mit „angemessenen Maßnahmen“ reagiert, hieß es weiter. Was genau damit gemeint ist, lässt das Regime in Teheran offen. Sollte sichdie Situation in der Meerengejedoch verschärfen, könnte das die globale Ölkrise erneut befeuern. Nach dem Angriff der USA und Israels auf Stellungen in Iran hatte die Revolutionsgarde die Straße von Hormus blockiert. Über Wochen war die Durchfahrt für Handelsschiffe unmöglich. Weil ein großer Teil der weltweiten Öl- und Gasversorgung durch die Meerenge transportiert wird, kam es zu einer Knappheit bei den Rohstoffen. Das mündete wiederum in steigende Preise. In Deutschland waren die Auswirkungen vor allem an den Tankstellen zu beobachten. Diesel und Benzin erreichten im Laufe der vergangenen Monate teils neue Spitzenwerte, die noch die Preissprünge zum Beginn des Ukraine-Kriegs übertrafen. Ende des Iran-Kriegs in Sicht: Washington und Teheran ringen um EinigungNach der Waffenruhe, die nach Verhandlungen zwischen Washington und Teheran für 60 Tage halten soll, sind die Preise für Öl und Sprit gefallen. Der Schifffahrtsverkehr durch die Meerenge hat in der Zwischenzeit wieder Fahrt aufgenommen. Der ADAC weist jedoch darauf hin, dass die Tankstellenpreise auch wegen des Ende des Monats auslaufenden Tankrabatts der Bundesregierung auf dem aktuellen Niveau stünden. Entsprechend sei mit einem Preissprung zum Ablauf des Rabatts zu rechnen. Während der Waffenruhe wollen sich die beiden Länder nun auf einen endgültigen Frieden einigen. Streitpunkt dürfte die möglicheErhebung von Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus durch Iransein. Während der Feuerpause hat das Regime in Teheran zugesichert, keine Gebühren zu erheben. Das Land wolle künftig aber an der Handelsroute mitverdienen. Die USA lehnen das unter Präsident Trump strikt ab. Vor Ausbruch des Krieges war die Durchfahrt kostenlos. (Quellen: Truth Social, AFP, ADAC) (nhi)