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Auf Druck der USA: Weltbank schwächt Klimapläne deutlich ab

Auf Druck der USA:Weltbank schwächt Klimapläne deutlich abDie USA konnten sich zwar nicht damit durchsetzen, den Klimaaktionsplan der Entwicklungsbank ganz zu streichen. Zentrale Regeln fallen aber weg. Die. . .

Von Susanne Schwarz · · 3 min Lesezeit

Auf Druck der USA: Weltbank schwächt Klimapläne deutlich ab

Auf Druck der USA:Weltbank schwächt Klimapläne deutlich abDie USA konnten sich zwar nicht damit durchsetzen, den Klimaaktionsplan der Entwicklungsbank ganz zu streichen. Zentrale Regeln fallen aber weg. Die Zentrale der Weltbank in WashingtonFoto:Susan Walsh/AP/dapdDie Weltbank verabschiedet sich von ihrer Selbstverpflichtung, 35 Prozent ihrer jährlichen Kreditvergabe Klimaprojekten vorzubehalten. Auch die Regel, dass weitere 45 Prozent an Entwicklungsprojekte gehen sollen, die sich als Nebeneffekt positiv aufs Klima auswirken, wird gestrichen. Das teilte die Weltbank am Montag mit. Die Weltbank schwächt damit ihren Klimaaktionsplan deutlich ab. Er soll aber grundsätzlich weiterlaufen. Auch das stand infrage. Ohne aktive Entscheidung dafür wäre er Ende Juni ausgelaufen. Die Weltbank ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die als Entwicklungsbank dazu beitragen soll, gegen Armut weltweit zu kämpfen. Weil dieKlimakriseLebensgrundlagen gefährdet und arme Menschen besonders betrifft, sind auch Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen der Erderhitzung schon lange Teil ihrer Arbeit. Die Stimmrechte richten sich primär nach der Höhe der finanziellen Einlagen der Mitgliedsländer. Größter Anteilseigner sind die USA. Sie haben deshalb auch am meisten Einfluss auf die Entscheidungen in Weltbank-Gremien. DieVereinigten Staaten unter Präsident Donald Trumphätten den Klimaaktionsplan am liebsten auslaufen lassen. Auf vor allem ihren Druck hin entfällt jetzt sein inhaltlicher Kern. Auch andere Ölländer wie Saudi-Arabien, Kuwait und Russland unterstützen diesen Kurs. Frankreich hingegen hatte sich lautstark gegen eine Abschwächung der Klimapläne ausgesprochen. „Um Haaresbreite Super-GAU“Entwicklungsorganisationen loben, dass der Klimaaktionsplan überhaupt weitergeführt wird. Ansonsten herrscht aber Sorge. „Um Haaresbreite wäre es ein Super-GAU geworden. Wir sind erleichtert, aber Freude kommt nicht auf“, sagte Ute Koczy von Urgewald. „Klimaschutz wird ab sofort in der Weltbank kleingeschrieben. Das ist eine Schande angesichts der rasanten Hitzeentwicklungen auf der Welt. “Ähnlich sieht das Ute Sudmann von Germanwatch. „Wir sehen die Entwicklungen in der Weltbank in Bezug auf den Klimaschutz mit großer Sorge“, sagte sie. „Es bleibt zu hoffen, dass die Nachfrage der Kun­d*in­nen der Weltbank nach Klimaschutz und Anpassungsfinanzierung stark genug ist, um die fehlenden institutionellen Ziele zu kompensieren. “Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50. 000 – wir brauchen nur noch 60 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei!Jetzt unterstützenMehr zum ThemaBericht zum globalen EnergieverbrauchMehr Erneuerbare, mehr Fossile, mehr EmissionenWeltweit wird so viel mehr Energie verbraucht, dass erneuerbare Energien nicht hinterherkommen. Die Emissionen sind 2025 erneut leicht gestiegen. VonLalon SanderKlimaschädliche SubventionenMehr Milliarden für FossileDie Bundesregierung will sparen – steckt aber viel neues Geld in klimaschädliche Finanzhilfen und Steuervorteile, rechnen For­sche­r:in­nen vor. VonNanja BoenischEU-Förderung der LandwirtschaftUmweltschützer gegen Pläne für Reform der AgrarsubventionenGerade nachhaltige Höfe würden unter den Vorschlägen der EU-Kommission leiden. Das moniert eine Allianz unter anderem von Bioland und BUND. VonJost Maurintaz FUTURZWEI im Abo entdeckenEndlich mal ein Magazin für Zukunfttaz FUTURZWEI ist unser Magazin für eine bessere Zukunft. Das Abo bietet jährlich vier Ausgaben für nur 38 Euro. Zudem erhalten Sie eine Ausgabe von Luisa Neubauers neuestem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ (solange Vorrat reicht). Jedes Quartal neu in Ihrem BriefkastenNur 38 Euro im JahrAls Prämie Luisa Neubauers „Was wäre, wenn wir mutig sind?“Herausgegeben von Harald WelzerJetzt abonnieren0 Kommentare

Quelle: taz.de

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