CD-Markt wächst schneller als Vinyl-Markt: Wachstum von 16 Prozent in den USA
CDs waren zwar nie weg, aber ihre Beliebtheit kommt zurück: Der Verkauf von CDs ist in den USA in diesem Jahr um 16 Prozent gestiegen, während es bei Schallplatten lediglich 2,4 Prozent sind.

Der Halbjahresbericht des Daten- und AnalyseunternehmensLuminatehat festgestellt, dass die CD-Verkäufe in den USA in der ersten Hälfte von 2026 stärker gewachsen sind als Vinyl-Verkäufe: Während die Verkäufe von Schallplatten um 2,4 Prozent gestiegen sind, waren es bei CDs 16 Prozent. Damit wurden in den USA 16,3 Millionen Einheiten verkauft (bei Vinyl waren es 21,8 Millionen Einheiten). Diese Zahlen wurden stark von K-Pop-Verkäufen beeinflusst, denn deren CD-Verkäufe machen 9,3 Prozent des Anstiegs aus. Im Bericht interpretiert Luminate diese Daten so, dass CDs bei jüngeren Fans nun als “erschwingliches Sammlerstück” beliebt werden. Demnach ginge es beim Kauf physischer Musik genauso um das ästhetische Besitzen und die direkte finanzielle Unterstützung der Künstler:innen, wie um das Musikhören über das physische Medium. Beziehungsweise wird dem Hören eher weniger Bedeutung gezollt: Mit Streamingzahlen, die immer noch weiter ansteigen (laut Bericht 4,4 Prozent in den USA, 9,8 Prozent weltweit), scheinen CDs nun zu Sammlerware überzugehen, und der sentimentale Wert des Tonträgers – wie auch das Bedürfnis, physischen Medien zu besitzen – übersteigt teilweise den eigentlichen Nutzen des Mediums. Denn der Luminate-Bericht sagt auch aus, dass die Hälfte der Gen-Z- und Millennial-Käufer:innen von CDs keinen CD-Player besitzt. Rock auf dem zweiten PlatzDer Bericht fand außerdem heraus, dass K-Pop- und Indie-Rock-Fans am häufigsten Produkte ihrer Lieblingskünstler:innen kaufen, dazu zählen Tonträger und Merchandise. Rock als generelles Genre liegt in den USA laut Streamingzahlen auf dem zweiten Platz, hinter R&B/HipHop. Auffällig ist dabei, dass 75 Prozent des gehörten Rocks von Songs stammt, die älter als 60 Monate sind, das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Liebe Leserin, lieber Leser!Diesen Artikel haben wir für euch gerne kostenlos zugänglich gemacht. Zugleich ist es für einen konzernfreien Verlag wie unseren entscheidend, bei unserer Arbeit finanziell unterstützt zu werden. Nur so können wir euch auch weiterhin guten und unabhängigen Musikjournalismus liefern, wie ihr es seit über 30 Jahren von uns kennt. Wenn ihr uns dabei helfen möchtet, freuen wir uns, wenn ihr euch einfach mal ein Bild vom Angebot macht , das wir den Abonnentinnen und Abonnenten unseres Exklusiv-Bereichs VISIONS+ bieten. VISIONS + heißt mehr Artikel, mehr Musik, mehr für euch. Hier entlang!Vorheriger Artikel