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Dürre in Europa: Welche Lebensmittel jetzt teurer werden

In Deutschland läuft die Ernte. Doch Hitze und Trockenheit lassen die Erträge vielerorts geringer ausfallen. Was bedeutet das für die Preise von Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln?

Von Marius Rudolph, MDR AKTUELL · · 4 min Lesezeit

Dürre in Europa: Welche Lebensmittel jetzt teurer werden

AUDIO: Die Trockenheit beeinträchtigt die Ernte in Deutschland (3 Min)Folgen der HitzeDürre könnte einige Gemüsesorten teurer machenStand: 11. 08. 2026 07:52 UhrIn Deutschland läuft die Ernte. Doch Hitze und Trockenheit lassen die Erträge vielerorts geringer ausfallen. Was bedeutet das für die Preise von Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln?von Marius Rudolph, MDR AKTUELLSalat, Möhren, Gurken und Paprika sindteurer als vor einem Jahr. Importe könntenErnteausfälle in Deutschland ausgleichen. Foodwatch fordert mehrTransparenz bei den Lebensmittelpreisen. Hitze und Trockenheitsorgen nach Einschätzung von Marktbeobachtern bei einigenGemüsesortenbereits für höhere Preise. Eine allgemeine Verteuerung von Obst und Gemüse zeichne sich bislang jedoch nicht ab, sagte Claudio Gläßer von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. BeiSalaten und Möhren seien dieErntemengenin den vergangenen Wochen geringer ausgefallen. Die Preise seien deshalb über das Niveau des Vorjahreszeitraums gestiegen. Auch in Gewächshäusern wirke sich die Hitze auf das Angebot aus. Salatgurken und Paprika seien dadurch teurer geworden. Andere Gemüsesorten profitierten dagegen von den Wetterbedingungen. Tomaten und Zucchini seien derzeit günstiger als vor einem Jahr. BeiÄpfelnwirkten sich noch die hohen Lagerbestände aus der vergangenen Ernte aus. Ihre Preise lägen deshalb ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Es ist also nicht zwingend, dass das gesamte Obst- und Gemüsesortiment aufgrund der niedrigen Niederschläge und der hohen Temperaturen gerade beeinflusst ist. Claudio Gläßer, Marktbeobachter der Agrarmarkt Informations-GesellschaftNicht das gesamte Obst- und Gemüsesortiment werde durch die geringen Niederschläge und hohen Temperaturen beeinflusst, betonte Gläßer. Importe könnten Ernteausfälle ausgleichenDer Agrarökonom Alfons Balmann vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Halle rechnet zunächst nicht mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Lebensmittelpreise. Deutschland importiere bereits viel Obst und Gemüse. Ernteausfälle infolge der Dürre könnten daher durch zusätzliche Importe ausgeglichen werden. Das setze allerdings voraus, dass es nicht auch in anderen Ländern zu größeren Ernteausfällen komme. "Allerdings haben wir natürlich momentan die Situation, dass es innerhalb Europas viele Gegenden gibt, die gleichzeitig stark von der Dürre betroffen sind", sagte Balmann. Das könne in der Summe einen erheblichen Effekt haben. Allerdings haben wir natürlich momentan die Situation, dass es innerhalb Europas viele Gegenden gibt, die gleichzeitig stark von der Dürre betroffen sind. Alfons Balmann, Agrarökonom am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in HalleNach Einschätzung des Agrarökonomen machten die landwirtschaftlichen Kosten nur einen überschaubaren Anteil an den Preisen im Supermarkt aus. Hinzu kämen vor allem dieKosten für Energie, Transportund den Einzelhandel. Foodwatch fordert mehr Transparenz bei PreisenDie Verbraucherschutzorganisation Foodwatch befürchtet, dass Lebensmittelunternehmen und Supermarktketten die Ernteprobleme für zusätzliche Preiserhöhungen nutzen könnten. Lebensmittel hätten sich zuletzt stärker verteuert als andere Produkte, erklärte die Organisation. "Da steht zumindest der Verdacht im Raum, dass hier Lebensmittelunternehmen und Supermarktketten noch einmal extra Profite auf unsere Kosten einstreichen", so Foodwatch. Da steht zumindest der Verdacht im Raum, dass hier Lebensmittelunternehmen und Supermarktketten noch einmal extra Profite auf unsere Kosten einstreichen. Andreas Winkler, Verbraucherschutzorganisation FoodwatchDie Organisation fordert deshalb eine Preisbeobachtungsstelle für Deutschland. Diese solle die Preisentwicklung vom Erzeuger bis zum Supermarkt erfassen und sichtbar machen. Verbraucher sollten dadurch besser nachvollziehen können, warum Lebensmittel teurer würden und ob höhere Preise tatsächlich gerechtfertigt seien. MDR (Marius Rudolph)DGB-StudieMilliardenbetrug beim MindestlohnIllegale Tricks beim Mindestlohn haben große wirtschaftliche Schäden angerichtet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund rechnet mit rund 64 Milliarden Euro in zehn Jahren. Tödliche FalleWie versenkbare Türgriffe am Auto eine Rettung verhindernSchon mehrfach konnten Unfallopfer nicht aus Autos befreit werden, weil die Türgriffe versenkt waren. Von außen konnten die Türen dann nicht geöffnet werden. Der ADAC warnt schon seit Jahren vor der tödlichen Gefahr. GüterschifffahrtSo trotzen Elbe- und Saale-Schifffahrt dem NiedrigwasserDie niedrigen Pegelstände auf Deutschlands Wasserstraßen bremsen die Güterschifffahrt und damit Industrie und Lieferketten. In Mitteldeutschland sind die Lage nicht so schlimm aus – auch wegen besonderer Kanalsysteme. 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Quelle: www4.mdr.de

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