Prügel-Eklat eines Europa-Abgeordneten soll AfD zum Prügel-Knaben machen
Die Medien „unserer Demokratie“ glauben, endlich ein Thema gegen die bislang erfolgreiche AfD des smarten Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund gefunden zu haben: EU-Parlamentarier Arno Bausemer habe linksradikalen Jugendlichen, die AfD-Plakate abrissen, mit dem Baseballschläger aufgelauert.

Die Medien „unserer Demokratie“ glauben, endlich ein Thema gegen die bislang erfolgreiche AfD des smarten Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund gefunden zu haben: EU-Parlamentarier Arno Bausemer habe linksradikalen Jugendlichen, die AfD-Plakate abrissen, mit dem Baseballschläger aufgelauert. picture alliance/dpa | Hendrik SchmidtWas dem AfD-Wahlhelfer des Monats, dem Hamburger Spiegel, mit seinem kruden wie lächerlichen Anti-Siegmund-Titel „Der gefährlichste Mann Deutschlands“ nicht gelang, soll nun ausgerechnet ein Europa-Abgeordneter der Alternative für Deutschland aus Stendal ermöglichen. Arno Bausemer, 43 Jahre alt, geboren in Havelberg in Sachsen-Anhalt und seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments, soll die auf der Erfolgswelle surfende AfD nun aus dem Schwung bringen, wenn es nach den staatstragenden Medien geht. Dazu dienen jetzt ein Baseballschläger und Alkohol am Steuer. „Prügel-Eklat in Sachsen-Anhalt!“, tönteBildvorm Wochenende. Jetzt sind die öffentlich-rechtlichen Empörungsanstalten aufgewacht: Die Landeskorrespondentin von Sachsen-Anhalt beschwört am Montag im MDR Radio Konsequenzen und Folgen für die letzten knapp drei Wochen vor der Landtagswahl herauf. „Zwei Ermittlungsverfahren über die bundesweit berichtet wird und das vor drei wichtigen Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und jetzt hier in drei Wochen in Sachsen-Anhalt, dazu Vorwürfe wie Selbstjustiz und Gewalt gegen einen 14-Jährigen plus Alkohol am Steuer – das bringt die AfD in ziemliche Erklärungsnöte. “ Dazu wird „gewaltige Entrüstung“ ins Spiel gebracht, ebenso wie die Stimmen von Grünen und SED-Linken. Was war geschehen?Zwei höchstwahrscheinlich linke 14-Jährige haben vergangenen Donnerstagabend in Stendal zwei Wahlplakate der AfD beschädigt. Beim Abreißen der Wahlwerbung und wiederholter Zerstörung eines Banners wurden die Jugendlichen laut Medienberichten vom AfD-Politiker Arno Bausemer beobachtet, der daraufhin die beiden Jungen angriffen hätte. Nach Angaben des wegen Körperverletzung ermittelnden LKA wäre dabei ein „mutmaßliches Schlagwerkzeug“ zum Einsatz gekommen. SpringersWeltberichtete zudem, dass der EU-Abgeordnete mit parlamentarischer Immunität den Jungen mit einem Baseballschläger auflauerte und sie verletzte. Nach MDR-Informationen diagnostizierten die Ärzte unter anderem eine leichte Gehirnerschütterung, mehrere Prellungen sowie Verletzungen an Lippe und Zahnfleisch. AfD-Parlamentarier und Baseballschläger: Das passt ins lange gesuchte Anti-AfD-Bild zur Wahl. Dass linke Jugendliche, meist in der linksextremen und staatsfeindlichen Antifa beheimatet, strafbewehrt AfD-Plakate zerstören – Medien nennen das verharmlosend auch „verstecken“ –, lassen die Aktivisten jetzt natürlich völlig unter den Tisch fallen, genauso wie die permanenten und bundesweiten Angriffe auf AfD-Politiker, Helfer und Wahlkampfstände. Obendrein geht die militante Antifa sogar mit Stahlstangen gegen ihre Gegner von rechts gnadenlos vor. Da sollte mancher Wahlkämpfer im rechten Spektrum stets auf der Hut sein. Bausemer postete jedoch noch selber auf Facebook, dass er die Täter „festgenommen und der Polizei übergeben“ habe. Von einem Baseballschläger war da allerdings keine Rede, nur von Gegenwehr. Grüne und SED-Linke, in deren Vorfeld die linksextreme Antifa ihr Unwesen treibt, fordern wenig überraschendBausemers Rücktritt. Natürlich ist Gewaltanwendung inakzeptabel. Und Bausemer hat mit seiner Aktion gegen linke Jugendliche AfD-Gegnern die Munition frei Haus geliefert. Damit nicht genug: Wie dieWeltberichtet, hat er dienegative Nachrichtenlage zusätzlich verschärft, weil die Polizei ihn einen Tag später auf der Straße vermutlich alkoholisiert anhielt. Solche heiklen Infos über AfD-Abgeordnete sticht der Staatsapparat in Sachsen-Anhalt kurz vor der Landtagswahl in Windeseile durch. Aus Sicherheitskreisen hatte die für vorgefilterte Informationen bekannte Nachrichtenagentur dpa zuvor erfahren, dass es sich dabei um Bausemer handelt. Die Polizei sprach von „einer der Immunität unterliegenden Person“. Ohne den Namen des Europa-Politikers zu nennen, teilte die Polizeiinspektion Stendal auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur mit: „In diesem Zusammenhang wurde wegen des Verdachtes einer Verkehrsstraftat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. “Alkohol am Steuer ist in der Altmark zwar keine Seltenheit, aber nicht nur dumm, sondern höchst gefährlich – im Straßenverkehr wie im Wahlkampf. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund kann sich bei Bausemer sicher nicht bedanken. Im Gegenteil. Denn der Fall kann noch Folgen nach sich ziehen und zum Beispiel bei Aufhebung der Immunität weiter für Schlagzeilen sorgen. Ein Sprecher des Bundesvorstands erklärte: „Die AfD ist Rechtsstaatspartei, entsprechend warten wir natürlich ab, was die Justiz zum tatsächlichen Geschehen herausarbeiten wird. “Der Skandal scheint perfekt. Statt Aktivisten-Spiegel sorgt ein AfD-Europaabgeordneter nun hausgemacht für willkommene Aufregung bei den Parteien „unserer Demokratie“ im Wahlkampfendspurt von Sachsen-Anhalt. Wie weit das allerdings bei den Bürgern verfängt oder die Erfolgswelle der AfD bremst, bleibt abzuwarten. Anzeige