Drohnen-Ärger! Moskau droht Europa mit Terror
Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine „verantworten“ und einen „Preis“ zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein Regierungssprecher wies. . .

Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine „verantworten“ und einen „Preis“ zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein Regierungssprecher wies die Drohungen in der Nacht auf Dienstag zurück und betonte, man werde die Ukraine weiter unterstützen. Bericht lässt Wogen hochgehenVorausgegangen war ein Bericht der „Sunday Times“, dass die ukrainische Armee britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt habe. Von zwei britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei ukrainischen Angriffen auf militärische und industrielle Ziele innerhalb Russlands zum Einsatz gekommen, berichtete die Zeitung. Dadurch habe sich Großbritannien zum „Komplizen und Mittäter“ bei diesen Angriffen gemacht und sich „bewusst für eine Eskalation“ des Konflikts entschieden, erklärte die russische Botschaft in London am Montagabend. „Je tiefer die Verstrickung in den Konflikt und je größer die Unterstützung für Kiews Terrorapparat, desto höher wird der zu zahlende Preis sein“, hieß es weiter. Die Regierung in London wies die Erklärung der russischen Botschaft umgehend zurück. Großbritannien bleibe „entschlossen, die Ausrüstung bereitzustellen, welche die Ukraine zur Verteidigung gegen (Wladimir) Putins völkerrechtswidrige Invasion benötigt“, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. „Russland sollte keinen Zweifel an der Entschlossenheit dieser Regierung haben, der russischen Aggression die Stirn zu bieten. “Lawrow möchte „Methoden verschärfen“Am Montag hatte bereits Deutschland Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurückgewiesen. „Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder NATO-Partnern sind nichts Neues“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. „Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern – und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern. “In Leipzig scheiterte ein mutmaßlich russischer Anschlag nur knapp. (Bild: EPA/FILIP SINGER)Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: „Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits. “ Lawrows Äußerungen ließen auch im Kontext des jüngsten Drohnenvorfalls amFlughafen Leipzig/Halleaufhorchen. Der Ukraine gelang es zuletzt, Russland mit Drohnenschwärmen in Bedrängnis zu bringen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge nahmen allein in der Nacht auf Dienstag 620 Drohnen Kurs auf die russische Hauptstadtregion. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass handelte es sich um die heftigste derartige Attacke seit zwei Jahren. Begonnen wurde der Krieg im Februar 2022 von Russland. Neben der Invasion mit Bodentruppen greift das Nachbarland ukrainische Städte seither unablässig mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Gleitbomben und Drohnen an. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe und nutzt für Gegenangriffe auf russisches Gebiet vor allem günstig und schnell herzustellende Drohnen, aber auch immer wieder Marschflugkörper.