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„Das ist ein echter Krieg“: Kreml beschuldigt Deutschland und USA

kurierverlag-dePolitikStand:06. 07. 2026, 13:00 UhrKommentareDer Kreml spricht von „echtem Krieg“ und gibt dem Westen die Schuld. Selenskyj nennt Drohnenangriffe auf Raffinerien und Rüstungsbetriebe Teil eines. . .

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„Das ist ein echter Krieg“: Kreml beschuldigt Deutschland und USA

kurierverlag-dePolitikStand:06. 07. 2026, 13:00 UhrKommentareDer Kreml spricht von „echtem Krieg“ und gibt dem Westen die Schuld. Selenskyj nennt Drohnenangriffe auf Raffinerien und Rüstungsbetriebe Teil eines Sanktionsplans. Kiew – Der Kreml spricht inzwischen offen von „Krieg“. Jahrelang hatte Moskau den Angriff auf die Ukraine offiziell als „militärische Spezialoperation“ bezeichnet. Nun sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow, daraus sei ein „echter Krieg“ geworden. Die Schuld dafür weist er dem Westen zu. Content-PartnerschaftDieser Artikel entstand in Kooperation mitnewsinfive. de. Peskow begründet den Sprachwechsel mit der Unterstützung westlicher Staaten für Kiew. Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen und „leider“ auch Washington stünden hinter der Ukraine, sagte der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit dem russischen Journalisten Pawel Sarubin für den staatlichen SenderVesti. Der Kreml spricht von „echtem Krieg“ und gibt dem Westen die Schuld. © © IMAGO / ZUMA Press/ Archivbild„Es läuft ein Krieg, das ist ein echter Krieg“, sagte Peskow in dem Interview. Alles habe als „militärische Spezialoperation“ begonnen. Es gehe aber als Krieg weiter, weil westliche Staaten Kiew unterstützten. Peskow behauptete, westliche Staaten unterstützten die Ukraine beim Zielen über Satelliten und beim Einsatz ausländischer Waffen gegen russische Ziele. Belege dafür legte er in den vorliegenden Quellen nicht vor. Peskow macht den Westen verantwortlichIm selben Gespräch griff Peskow auch die Europäische Union an. Deren Entwicklung zu einem „militärisch-politischen Block“ verschärfe die Lage, sagte er lautVesti. Zuvor hatte Peskow ukrainische Angriffe auf russische Infrastruktur als „Terrorismus“ bezeichnet und behauptet, die von Kiew gewählten Ziele hätten keinerlei militärische Bedeutung. Die ukrainische Führung weist diesen Vorwurf zurück und betont, die Angriffe im russischen Hinterland richteten sich gezielt gegen militärisch und strategisch relevante Objekte – darunter Rüstungsbetriebe sowie Raffinerien, welche Treibstoff für die russische Kriegsmaschinerie liefern. Der ukrainische PräsidentWolodymyr Selenskyjbezeichnete die Drohnenschläge gegen Ölraffinerien und Rüstungsbetriebe tief im russischen Hinterland vor wenigen Tagen als Teil eines „ukrainischen Langstrecken-Sanktionsplans“. Es sei eine gerechte Antwort, um die finanzielle und logistische Basis der russischen Kriegsmaschinerie direkt zu treffen und den Aggressor zu echter Diplomatie zu zwingen. Wortwahl mit politischer SprengkraftDie neue Wortwahl aus Moskau ist bemerkenswert, weil Russland den Begriff „Krieg“ im eigenen Land lange politisch und juristisch kontrolliert hat. Nach Angaben vonNew Voice of Ukrainewurden Russen verfolgt, wenn sie den Angriff öffentlich als Krieg bezeichneten. Grundlage waren Gesetze gegen angebliche Falschinformationen über das Militär oder gegen die „Diskreditierung“ der russischen Streitkräfte. Ganz neu ist Peskows Begriffswahl allerdings nicht. Der Kremlsprecher hatte nach Angaben vonNew Voice of Ukrainebereits im September 2025 gesagt, eine „militärische Spezialoperation“ sei das eine, was um Russland herum geschehe, sei aber ein Krieg. Damals sprach er auch von der „akutesten Phase des Krieges“. Auch im März 2024 hatte Peskow laut dem australischenLowy Instituteerklärt, Russland befinde sich in einem „Kriegszustand“. Damals sagte er sinngemäß, die russische Darstellung habe sich verändert, seit der „kollektive Westen“ auf Seiten der Ukraine in den Konflikt eingestiegen sei. Der Thinktank wertete das als Bruch mit der früheren offiziellen Sprache Moskaus. Quellen:Vesti, New Voice of Ukraine, offizielle Statements von Wolodymyr Selenskyj, Lowy Institute, eigene Recherche

Quelle: kurierverlag.de

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